Marktkauf an der Roxeler Straße
Mehr Lebensmittel im Sortiment

Münster-Gievenbeck -

Ein vielfach verändertes Kaufverhalten der Kunden führt zwangsläufig auch zu einer Anpassung des Sortiments beim Einzelhandel. Das beklagen auch Verantwortliche im Stadtbezirkszentrum.

Dienstag, 09.01.2018, 18:01 Uhr

Im Stadtbezirkszentrum gilt ab sofort ein neuer Bebauungsplan. Der ermöglicht es dem Marktkauf, sein Sortiment zu ändern. Künftig soll es dort mehr Lebensmittel geben.
Im Stadtbezirkszentrum gilt ab sofort ein neuer Bebauungsplan. Der ermöglicht es dem Marktkauf, sein Sortiment zu ändern. Künftig soll es dort mehr Lebensmittel geben. Foto: kbö

Gerade im „Non-Food-Bereich“ – also bei Artikeln, die nichts mit Lebensmitteln zu tun haben (Beispiel Elektronik) – wandern die Kunden vermehrt ins Internet ab, bestellen dort ihre Ware.

Um diesem Trend zu begegnen, sehen sich die Anbieter gezwungen, zu reagieren. So wie der „ Marktkauf “ an der Roxeler Straße. Auch dort registriert man veränderte Kaufgewohnheiten, will das Sortiment umstellen. Doch so einfach geht das nicht. Es bedarf der Zustimmung auch aus der Politik.

Um in einer Stadt wie Münster eine möglichst breite Produktvielfalt zu erhalten und auch kleineren Anbietern gegenüber den großen Unternehmens-Ketten eine „Überlebenschance“ zu bieten, sind die Sortimente in neu anzusiedelnden Einrichtungen wie dem vor 15 Jahren entstandenen Stadtbereichszentrum an der Roxeler Straße reglementiert. Im Bebauungsplan ist genau festgeschrieben, wie viel an Gewerbefläche für welchen Zweck verwendet wird.

Will heißen: Mit dem Bau des ehemaligen Ratio-Markts, der vor einigen Jahren zum Marktkauf umgewandelt wurde, schrieb der Bebauungsplan beispielsweise vor, wie viel Prozent an Gewerbefläche für den Verkauf von Lebensmitteln genutzt werden durfte. So steht in der ehemaligen Fassung des Bebauungsplans: „Der Lebensmittel-Anteil des Sortiments kann maximal 50 Prozent der Gesamtverkaufsfläche umfassen.“ Die Gesamtverkaufsfläche wurde seinerzeit mit 5000 Quadratmetern angegeben.

Ein Passus, der übrigens gestrichen wurde, als der neue Bebauungsplan jetzt die politischen Gremien von der Bezirksvertretung Münster-West bis zum städtischen Rat passierte. „Künftig wird es möglich sein, dort Lebensmittel auf 4000 Quadratmetern anzubieten“, sagte am Dienstag Stadtplaner Andreas Kurz auf Anfrage. Zugleich werde laut der Planungen die Gesamtverkaufsfläche durch Umstrukturierungen vergrößert.

Das bestätigte auch Sabrina Rempel, Geschäftsführerin des Marktkaufs in Gievenbeck: „Bauliche Veränderungen sind ausschließlich im Innenbereich vorgesehen.“ Äußerlich solle lediglich die Fassade angepasst werden. „Am Baukörper als solchem ist keine Erweiterung geplant.“

Zurückgehen soll das Sortiment laut Sabrina Rempel im Non-Food-Bereich: „Klein Elektro beispielsweise bleibt, doch die Verkaufs- und Präsentationsfläche wird geringer.“

Gleiches gelte eventuell auch für den Bekleidungsbereich. Hinzukommen könnte die sogenannte „Bio-Welt“. Die Nachfrage nach Bio-Produkten sei nach einer Testphase sehr gut.

Bleibt die Frage nach der Konkurrenz-Situation. Kurz: „Ein Gutachten hat ergeben, dass auch nach der Änderung eine Verträglichkeit des Stadtbezirkszentrums gegenüber der Stadtteilzentren gegeben ist.“

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