Ehemalige Wartburg-Hauptschule
Feste Kita löst Provisorium ab

Münster-Gievenbeck -

Dem enormen Bedarf an Kita-Plätzen trägt die Stadt Münster jetzt Rechnung: Innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen will die Verwaltung beginnen, die ehemalige Wartburg-Hauptschule umzubauen, um dort Platz zu schaffen für eine drei Gruppen fassende Kita. Diese wird am Standort Coesfelder Kreuz durch das Rote Kreuz als Träger nur interimsweise betrieben. Parallel läuft nämlich der Neubau einer DRK-Kita an der Hüfferstraße. Nach deren Fertigstellung (2019) ist ein Umzug vom Coesfelder Kreuz in die neue Einrichtung vorgesehen.

Freitag, 12.01.2018, 17:01 Uhr

In der ehemaligen Wartburg-Hauptschule entsteht in den nächsten Wochen eine dreigruppige Kita. Diese wird im östlichen Block (kl. Foto) betrieben – allerdings nur interimsweise. Parallel zum Betrieb am Coesfelder Kreuz entsteht nämlich eine andere Kita an der Hüfferstraße. Nach deren Fertigstellung erfolgt der Auszug aus der Wartburgschule.
In der ehemaligen Wartburg-Hauptschule entsteht in den nächsten Wochen eine dreigruppige Kita. Diese wird im östlichen Block (kl. Foto) betrieben – allerdings nur interimsweise. Parallel zum Betrieb am Coesfelder Kreuz entsteht nämlich eine andere Kita an der Hüfferstraße. Nach deren Fertigstellung erfolgt der Auszug aus der Wartburgschule. Foto: kbö

Allerdings soll auch künftig nach dieser Interims-Nutzung in der denkmalgeschützten Immobilie der ehemaligen Hauptschule eine Kita etabliert werden. Das geht aus einem Verwaltungsvorschlag des Amts für Kinder, Jugendliche und Familien hervor.

Demnach soll in der Wartburgschule eine Acht-Gruppen-Kita in den Planungen vorgehalten werden. Deren Realisierung obliegt aber einem noch zu benennenden Investor. Dieser soll das gesamte Areal neu überplanen und dort einen Nutzungsmix aus Wohnen, Kita sowie ergänzender Dienstleistungs- und Büronutzung realisieren.

Fester und zu erfüllender Bestandteil sind die Betreuungsplätze, um insbesondere dem Bedarf in Münster-Mitte gerecht zu werden. Damit beschäftigen sich am Donnerstag (18. Januar) die Mitglieder der Bezirksvertretung Münster-West (ab 17 Uhr im „Haus der Begegnung“ in Albachten). Doch zunächst steht die Interims-Kita auf der Agenda der Stadt und auch des Amts für Immobilienmanagement.

Nachdem die frühere Schule als Flüchtlingsunterkunft diente, leben derzeit sogenannte Hauwächter dort. Den östlichen Flügel müssen einige nun räumen, da die DRK-Kita dort unterkommen wird. „Zwei Bewohner bleiben in der Hausmeister-Wohnung, ebenso wie in dem zweigeschossigen Gebäudeteil, in dem früher auch die Schule untergebracht war“, so Katja Karl, Kita-Projektleiterin im Amt für Immobilienmanagement. Insgesamt blieben also vier von sechs Hauswächter am Coesfelder Kreuz.

Laut Katja Karl soll die Kita am 1. April dieses Jahres ihre Arbeit aufnehmen. Bis dahin werden die Böden ausgetauscht, einzelne Wände werden neu eingezogen, um die großen Klassenräume zu teilen. Es entstehen entsprechend den Richtlinien neue Differenzierungsräume, kindgerechte Sanitäranlagen für die drei Gruppen und ein Mehrzweckraum (Turnhalle). Natürlich dürfen Büro- und Aufenthaltsräume nicht fehlen.

„Da es sich um eine Interims-Kita handelt, war es natürlich auch wichtig, den Umbau so sparsam wie möglich zu gestalten“, so Antje Hemmen, Fachstellenleiterin im Amt für Immobilienmanagement. Die Kosten für den Umbau beziffert sie auf rund 300 000 Euro. Allerdings werde alles dafür getan, für die geplanten eineinhalb Jahre eine qualitativ hochwertige Betreuung sicher zu stellen. „Ansonsten halten wir natürlich alle gewohnten Sicherheitsstandards ein, das ist klar“, ergänzt Katja Karl.

Die neue Kita bietet Platz für ungefähr 60 bis 65 Kinder: „Zwei Gruppen für je 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren und eine Gruppe für 20 bis 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahre“, sagt Antje Hemmen. Das DRK benötige zwölf bis 15 Mitarbeiter für die Arbeit vor Ort.

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