„Schlossplatzbande“ in Mosaikschule
Kinder als Detektive

Münster-Gievenbeck -

Schulfrei! Die „Schlossplatzbande“ ist gerade auf dem Weg nach Hause, als sie Schreie aus einem Fenster hört: „Hilfe, Hilfe, wer hat meine Diamanten gestohlen?“

Mittwoch, 24.01.2018, 18:01 Uhr

Studierende der Uni Münster waren zu Besuch bei den Mosaikschülern. Gemeinsam lösten sie Fälle der „Schlossplatzbande“.
Studierende der Uni Münster waren zu Besuch bei den Mosaikschülern. Gemeinsam lösten sie Fälle der „Schlossplatzbande“. Foto: sn

Ein neuer Fall für die vier jungen Detektive. Und nicht nur für sie. Auch die Mosaikschüler hatten Gelegenheit, es ihren Krimi-Vorbildern gleichzutun. Unterstützung gab es durch Studierende der Uni Münster und natürlich durch den Erfinder der „Schlossplatzbande“, Dr. Dr. Hans-Joachim Jürgens .

Nette, Jo, Ferit und Lara, so heißen die vier Nachwuchsdetektive, die Fälle in Münster und Umgebung lösen. Auch ihr Hund Dosty und der Affe Chico sind immer mit dabei. Alles erdacht hat sich der Germanist Jürgens, der Wege suchte, wie man die Lesefertigkeiten von Kindern fördern kann. „Ich wusste, wie beliebt Kinderkrimis wie die „Drei Fragezeichen“ oder „TKKG“ sind“, erklärte Jürgens.

Seine „Schlossplatzbande“ spielt vor Ort. Und nun auch direkt im Klassenzimmer. Nun waren Erstsemester, die auf Primarstufe studieren, zu Gast bei den Viertklässlern der Mosaikschule.

Einen Reader hatten sie dabei, in dem alles rund um die „Schlossplatzbande“ stand. Auch einen Computer gab es im Klassenraum, denn die Kinderdetektive sind auch online mit einer eigenen Website präsent, auf der die Fälle gelesen und gelöst werden können.

„Die Texte sind in Abschnitte aufgeteilt“, so Jürgens. Nach und nach kann dann der Fall gelöst werden. Mord und Totschlag sucht man übrigens vergeblich. Die Inhalte sind kindgerecht. Da geht es etwa um einen mysteriösen Flohmarktfund oder um die Pinguine im Allwetterzoo.

Die „Schlossplatzbande“ würde ganz besonders motivieren zu lesen, glaubt der Germanist. Es ginge auch darum, Inhalte zu erfassen und einzuordnen. So gibt es etwa zu den einzelnen Fällen Zeugenaussagen, von denen einige auch falsch sind. Die Kinder müssen erkennen, welche Aussagen richtig und welche geflunkert sind.

Nach der etwas anderen Schulstunde reflektierte der Wissenschaftler noch einmal die Ergebnisse. Auch die Studierenden, die alle mit dem blauen „Schlossplatzbanden“-T-Shirt in die Klasse gekommen waren, hatten wichtige Erfahrungen gesammelt. Zum ersten Mal konnten sie in die Rolle des Lehrers schlüpfen und die Mosaik-Grundschüler unterrichten.

Es geht übrigens weiter: Die Abenteuer der „Schlossplatzbande“ sind nämlich regelmäßig auf der „Yango“-Sonderseite dieser Zeitung nachzulesen. Pro Monat gibt es einen Fall. Spannung ist garantiert. So wie auf der Website der „Schlossplatzbande“: www.uni-muenster.de/schlossplatzbande.

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