Themenabend neue Medien
Der pädagogische Blick auf Handy, Smartphone & Co.

Münster-Gievenbeck -

„In jeder Schultüte liegt heute ein Handy“, hat der Medienreferent Johannes Wentzel von Eltern gehört. Doch damit sind die I-Männchen eher Spätzünder.

Mittwoch, 07.03.2018, 16:03 Uhr

Medienreferent Johannes Wenztel meint: „U-3-Kinder müssen kein Handy haben.“
Medienreferent Johannes Wenztel meint: „U-3-Kinder müssen kein Handy haben.“ Foto: sn

40 Prozent der Dreijährige hätten bereits ein Mobiltelefon, erklärte Wentzel am Dienstagabend im St.-Michael-Pfarrheim während eines Themenabends.

Eingeladen hatte das Familienzentrum St. Michael. „Jedes Jahr haben wir eine Veranstaltung zu digitalen Themen“, sagte Doris Hoeter von der Verbundleitung der Liebfrauen-Überwasser-Pfarrei. Regelmäßig ist es Wentzel, der einen pädagogischen Blick auf Smartphone, Tablet und Co. wirft.

Smartphones sind auch unter Kindern schon weit verbreitet.  Experte Wentzel stellte aber klar: „Kein U-3-Kind muss ein Handy oder Tablet haben.“ Angebote gebe es jedoch schon. So etwa „Bilderbuch-Apps“, mit denen das Kind spielen könne.

Für schon ältere Kinder gebe es kreative Apps. „Nicht konsumieren, sonder produzieren“, sei da etwa das Motto. Auch Kinder könnten schon sogenannte „Stop-Motion-Filme“ mit dem Smartphone erstellen. Diese kleinen Animationsfilme könnten die Technik des „Greenscreens“ verwenden. Damit ließe sich der Hintergrund schnell ändern, während der Vordergrund – etwa Spielfiguren – gleich bliebe. Das sei ein Beispiel für Kreativität, die mit dem Handy möglich werde. Tipps zu geeigneten Apps gibt es auf der Seite des Deutschen Jugendinstitutes (www.dji.de). Dort reicht die Themen-Bandbreite der gelisteten Anwendungen von Mülltrennung bis zu exotischen Säugetieren.

Und wie ist es eigentlich mit sozialen Netzwerken? Ab wann sollten und dürfen Kinder dort präsent sein? „Es gibt kein bestimmtes Alter dafür“, so Wentzel. Sie könnten dort vertreten sein, sobald sie „digital fit“ sind. Oftmals sei das nach der Grundschulzeit der Fall.

Die Eltern diskutierten nach dem Vortrag eifrig. „Mein Dreijähriger kriegt ein Handy mit in die Kita“, sagte ein Vater. Aber es sei der „Flugzeugmodus“ eingeschaltet, man könne mit dem Handy also nicht ins Internet. Außerdem seien nur ausgewählte Apps installiert. Und: „Das Mobiltelefon gehört mir. Ein eigenes kriegt er noch nicht.“

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