Bestandsgaramntie für MuM und Jugendtreff
Ex-Kita weicht einem Neubau

Münster-Gievenbeck -

Die positive Nachricht vorweg: Die Zukunft des Mehrgenerationenhauses und Mütterzentrums (MuM) sowie des Jugendtreffs am Gescherweg ist gesichert. Das trifft auch dann zu, wenn die Immobilie Gescherweg 87 und das dazugehörige Grundstück überplant werden.

Donnerstag, 24.05.2018, 16:54 Uhr

In der ehemaligen Kita, in der noch immer das MuM und der Jugendtreff beheimatet sind, entsteht ein Neubau unter der Regie der Wohn- und Stadtbau.
In der ehemaligen Kita, in der noch immer das MuM und der Jugendtreff beheimatet sind, entsteht ein Neubau unter der Regie der Wohn- und Stadtbau. Foto: kbö

Die ehemalige Kita entspricht längst nicht mehr den üblichen energetischen und baulichen Anforderungen, im Fachjargon nutzen Spezialisten den Begriff „abgängig“. Entsprechend stuft das Gebäude auch Dr. Christian Jaeger , Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau, ein. Das städtische Wohnungsunternehmen möchte die Immobilie samt Grund und Boden kaufen und dort einen Neubau verwirklichen. Das ließ Jaeger in einem Nebensatz beim Zukunftsspaziergang durch Gievenbeck fallen. Nun verriet er im Gespräch weitere Einzelheiten.

Demnach ist die Stadt Münster noch Eigentümer des Hauses und des Areals. Allerdings ist die Stadt an die Wohn- und Stadtbau herangetreten mit dem Vorschlag, dass das Wohnungsunternehmen das Grundstück erwirbt. Jaeger: „Die Stadt hat uns dieses 8000 Quadratmeter große Grundstück zur Entwicklung angeboten.“

„Das Gelände ist insgesamt Gemeinbedarfsfläche und der Bebauungsplan soll dahingehend geändert werden, dass dort Wohnbebauung möglich wird“, so Jaeger. Aus diesem Grund soll es – initiiert von der Wohn- und Stadtbau – einen Architektenwettbewerb geben. Die Auslobung beinhaltet eine dortige Wohnbebauung. „Berücksichtigung sollen auch eine Fläche für das MuM und für die Jugendeinrichtung finden“, so der Chef des Wohnungsunternehmens.

Jaeger hält es für realistisch, auf dem Grundstück einen Komplex mit 60 Wohnungen zu errichten: „Davon werden wir wieder einen großen Teil an öffentlich gefördertem Wohnraum anbieten.“

In diesem Zusammenhang gibt es kleinere Besonderheiten, die es zu berücksichtigen gilt: Jaeger: „Wir haben auf der hinteren Seite einen Bolzplatz, der für Schall-Immissionen sorgt.“ Das bedeute die Notwendigkeit einer gewissen Einschränkung der Baufelder. „Die Optimierung wird ein Teil des Wettbewerbs sein.“

Ein weiterer Punkt: „Dort gibt es viele erhaltenswerte Bäume. Die werden ebenfalls auf die Anordnung der Gebäudekörper Einfluss haben“, gibt der Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau die Marschrichtung vor. Das bestehende Biotop soll ebenfalls erhalten bleiben, so die Maßgabe der Wohn- und Stadtbau an die Wettbewerbsteilnehmer.

Vor der Auslobung des Wettbewerbs ist es wichtig, die jeweiligen Bedarfe zu ermitteln. Und das geschieht derzeit. So befinden sich laut Jaeger die Verantwortlichen des MuM momentan in Gesprächen mit den entsprechenden Stellen der Stadt Münster, die das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum unterstützen und finanzieren. Die Notwendigkeiten für die Jugendtreff sind skizziert. Jaeger: „Dafür haben wir ein Raumprogramm bekommen.“ Die ermittelten Bedarfe flössen dann in den Wettbewerb mit ein.

Eines steht schon jetzt fest: Die eingeschossige Immobilie weicht einer mehrgeschossigen Bebauung, die sich aber der Umgebung anpasst. Dennoch möchte die Wohn- und städtebaulich „schon einen Akzent setzen“, so Jaeger.

Momentan ist es nicht vorgesehen, dass eine Kita integriert wird. Dennoch soll so geplant werden, dass optional nachgebessert – sprich angebaut – werden kann.

Zur Zeitschiene: „Wir wollen auf jedem Fall noch in diesem Sommer den Wettbewerb ausloben“, gibt Jaeger vor. Die Änderung des Bebauungsplans nehme zudem geschätzt eineinhalb Jahre in Anspruch. Und dann soll es auch schon losgehen.

Eine besondere Herausforderung bestehe noch darin, den Weiterbetrieb des Jugendtreffs und des MuM während der Bauphase zu ermöglichen. Aber auch in diesem Punkt ist Jaeger zuversichtlich, alle Interessen der jeweiligen Beteiligten unter einen Hut zu bekommen.

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