Wochenmarkt Gievenbeck
Die Erfolgsgeschichte geht weiter

Münster-Gievenbeck -

Er hat sich von Beginn an im Stadtteil etabliert und ist bei zahlreichen Gievenbeckern fester Bestandteil im wöchentlichen Terminkalender. Die Rede ist vom Gievenbecker Wochenmarkt, der vor 20 Jahren von der örtlichen Werbegemeinschaft ins Leben gerufen wurde.

Freitag, 25.05.2018, 18:20 Uhr

Auch Ulf Imort (r), Vorsitzender der Werbegemeinschaft, nutzt gerne das Frischeangebot auf dem Wochenmarkt. Den gibt es auf dem „Kleinen Rüschhausweg“ (kl. Foto) seit 20 Jahren.
Auch Ulf Imort (r), Vorsitzender der Werbegemeinschaft, nutzt gerne das Frischeangebot auf dem Wochenmarkt. Den gibt es auf dem „Kleinen Rüschhausweg“ (kl. Foto) seit 20 Jahren. Foto: kbö

Über 20 Jahre Wochenmarkt sprach unser Redakteur Kay Böckling mit Ulf Imort , der gemeinsam mit Kader Selmi und Sven Hosse von der Werbegemeinschaft organisatorisch für den Markt verantwortlich zeichnet.

Herr Imort, wäre es übertrieben, den Wochenmarkt als Erfolgsgeschichte zu bezeichnen und war diese vor 20 Jahren so abzusehen?

Imort: Ich glaube nicht, dass es so abzusehen war. Aber ja, man kann sagen: Es ist eine Erfolgsgeschichte. Ich habe ja den Markt nicht mitbegründet, sondern bin erst zwei Jahre später als Vorsitzender der Werbegemeinschaft hinzugestoßen.

Der Weg zum Wochenmarkt war ein steiniger. . .

Imort: Das ist richtig. Zunächst sollte es auf Initiative der Kaufleute ja ein Markt in städtischer Regie werden. Er wurde allerdings aufgrund eines vorherigen Ratsbeschlusses aus dem Jahr 1992 nicht genehmigt. Durch Eigeninitiative der örtlichen Werbegemeinschaft ist dann dieser private Markt entstanden.

Während andernorts ähnliche Einrichtungen mangels Nachfrage schließen, brummt das Geschäft in Gievenbeck. Was ist das Geheimnis?

Imort: Das ist schwer zu beantworten. Aber ich glaube die Vielfalt. Wir haben immer ein wenig darauf geachtet, dass nicht alles doppelt und dreifach im Angebot ist. Für den Markt spricht denke ich auch eine gewisse Kontinuität: Von den Marktbeschickern der ersten Stunde sind heute noch 13 mit von der Partie. Die Beschicker, die hier verkaufen, sind zudem sehr engagiert.

Warum bedurfte es damals überhaupt eines solchen Markts?

Imort: Wie gesagt, ich war zu den Anfangszeiten nicht dabei. Aber sicherlich spielte die Stärkung des Ortskerns auch eine wesentliche Rolle. Die anliegenden Geschäfte profitieren natürlich von einem solchen Markt.

Profitiert das Gewerbe wirklich? Damals herrschte ja durch den Kaisers-Markt noch eine gewisse Konkurrenz-Situation. . .

Imort: Manchmal ist es wirklich so, dass man von der direkten Konkurrenz profitiert. Der Vergleich hinkt zwar, aber manchmal gibt es auch Autohäuser, die in direkter Nachbarschaft liegen. Das geschieht bewusst. Das Angebot ergänzt sich.

Wie viele Stände hat der Markt derzeit?

Imort: Beim jüngsten Markttag waren es 15.

Vor einiger Zeit mussten Teile des Wochenmarkts umziehen auf den sogenannten „Thierses-Schinken“, also den Parkplatz neben der Sparkasse. Was war der Hintergrund?

Imort: Sicherheitsgründe: Es gab mal einen Notfall, und der Krankenwagen kam nicht durch die Gasse des Markts zum Lukas-Zentrum. Dann wurde das gesamte Konzept hinterfragt und eine neue Ausrichtung erarbeitet. In diesem Zusammenhang war die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr vorbildlich. Das muss man auch mal sagen. Die haben sich sehr viel Mühe gegeben.

Versuchen wir doch einmal, ein wenig die Zukunft zu skizzieren: Hat der Markt eine Zukunft?

Imort: Ich glaube ja. Vor allem, weil Gievenbeck immer weiter wächst und immer mehr Menschen hierher kommen, allein schon aufgrund der Entwicklung des Oxford-Areals.

Sie sprachen das Wachstum an: Muss sich daran nicht auch der Markt orientieren und mitwachsen?

Imort: Möglichkeiten diesbezüglich haben wir. Wir überlegen auch, das eine oder andere zusätzliche Angebot machen zu können. Aber da bedarf es einer ganz engen Abstimmung mit den Marktbeschickern, die derzeit da sind.

Was wäre da denkbar?

Imort: Als Beispiel: die „Flotte Bohne“, eine mobile Kaffeebar. Das könnte ich mir vorstellen. Sowas könnte belebend wirken. Aber wie gesagt: Da bedarf es der Absprache mit den Marktbeschickern und natürlich den Mitgliedern der Werbegemeinschaft.

Wie begehen Sie das 20-Jährige

Imort: Mit einem umfangreichen Aktionstag am 20. September – also einem Donnerstag – ab 14 Uhr. Da befinden wir uns in der Detail-Planung.

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