Neuer Rektor am Stein: Jürgen Velsinger
Ab sofort ein „echter Steiner“

Münster-Gievenbeck -

Ausgerechnet am letzten Schultag vor den Sommerferien ist sein erster Schultag am Stein-Gymnasium: Der ehemalige Konrektor des Gymnasiums Wolbeck wird Leiter der Schule an der Dickmannstraße. Jürgen Velsinger ist „der Neue“.

Freitag, 13.07.2018, 19:06 Uhr

Staffelstab-Übergabe in Form einer Sonnenblume: Jürgen Velsinger (r.) leitet künftig die Geschicke des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, Jürgen Sarpe gibt die kommissarische Leitung des Gymnasiums ab.
Staffelstab-Übergabe in Form einer Sonnenblume: Jürgen Velsinger (r.) leitet künftig die Geschicke des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, Jürgen Sarpe gibt die kommissarische Leitung des Gymnasiums ab. Foto: kbö

Es ist ein fließender Übergang an diesem Freitagmorgen. Die großen Ferien in direkter Reichweite, betritt Jürgen Velsinger das Lehrerzimmer des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. „Sein“ neues Kollegium begrüßt ihn und er seine künftige „Mannschaft“. Der neue Leiter des Gievenbecker Gymnasiums tritt ausgerechnet am letzten Schultag seinen Dienst an und ist ab sofort „ein echter Steiner“, wie es eine der Schülervertreterinnen während einer kleinen Einführungsfeier formuliert.

Nach der Verabschiedung der langjährigen Rektorin Karin Park-Luikenga im Fe­bruar dieses Jahres ist es deren Stellvertreter Jürgen Sarpe, der bis zur Neubesetzung der Leiterstelle des Gymnasiums an der Dieckmann­straße die Verantwortung für die fast 1000 Schüler samt Kollegium getragen hat.

Sarpe tritt gerne in die zweite Reihe zurück, wie er bereits im Vorfeld der „Staffelstab-Übergabe“ sagt. Sein erster Wunsch bei der Einführung des neuen Leiters: „Dass er das Stein-Gymnasium wieder in ruhige Gewässer bringt.“

Sarpes Dank geht aber zunächst in Richtung des Kollegiums, das ihn in seiner Zeit als kommissarischer Leiter sehr unterstützt habe. Auch die Eltern bezieht Sarpe explizit mit ein – für ihre Geduld: „Sie wussten, dass einige Sachen vielleicht nicht so schnell erledigt wurden, wie das sonst der Fall war.“ Gleiches gelte für die Schüler. Zugleich begrüßt er Jürgen Velsinger als „neuen Kapitän auf der Brücke“.

Zu den Gratulanten gehört auch Monika Sowa-Dingemann von der Bezirksregierung Münster. Auch sie dankt all denen, die in den vergangenen Monaten das Schiff auf Kurs hielten: „Alle haben hier sehr intensiv dieses halbe Jahr gut überstanden, und das Schiff ist nicht gekentert.“

In Richtung des neuen Schulleiters machte Monika Sowa-Dingemann gleich deutlich: „Wenn ich Ihnen die Ernennungsurkunde überreiche, haben Sie die gesamte Verantwortung für das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Münster.“ Veränderungen habe es in den vergangenen Jahren immer wieder gegeben – und es wird sie weiter geben, so die Bezirkskoordinatorin „Regionale Bildungsnetze“. Damit spielt sie auf die Rückkehr zu G9 an. Die anstehenden Aufgaben könne man nur in einem guten Team zusammen meistern.

Dem neuen Schulleiter bescheinigte Monika Sowa-Dingemann trotz seiner 60 Jahre einen „jugendlichen Schwung und kommunikative Kompetenzen“. Er werde auch schwierige Situationen ausbalancieren und zu vernünftigen Lösungen kommen.

Velsinger selbst spricht im Hinblick auf das Gesagte eine gewisse „Metaphorik“ an, die so nicht abgesprochen gewesen sei und dennoch einen gewissen Einklang beweise: Das Schulschiff auf Kurs halten. Das Ergebnis der Schulkonferenz und damit eingehend die Entscheidung für ihn als neuen Schulleiter bezeichnet Velsinger als einen „absoluten Vertrauensbeweis“. Dieser sei für ihn aber auch gleichzeitig eine sehr starke Verpflichtung, die „Formen des kooperativen Miteinanders weiter zu pflegen, weiterzumachen und alle an dem Prozess, den wir hier gemeinsam gestalten wollen, zu beteiligen“.

Den weiteren Weg bezeichnet Velsinger als ein „Zusammenspiel aller Akteure“: Bezirksregierung, Schulträger, Eltern, Schüler, das Kollegium und natürlich die Verwaltungsmitarbeiter – „wir alle bilden ein Ensemble“. Er gehe an diesem Tag an Bord und treffe auf eine Atmosphäre von der er sagen könne: „Ja, das ist klasse, ich freue mich. Das ist gut: offen, konstruktiv, professionell – da machen wir einfach weiter.“

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