Tischtennis-Nachwuchs bejubelt
FCG feiert seine Deutschen Meister

Münster-Gievenbeck -

So feiert man seinen Deutschen Meister: Ganz in Manier eines Olli Kahn streckte Jörg Rüsing den Pott gen Himmel. Den passenden Spruch dazu hatte der Vorsitzende des 1. FC Gievenbeck natürlich auch parat: „Da ist das Ding.“

Dienstag, 17.07.2018, 18:40 Uhr

Von Vertretern des Gesamtvereins wurden die Tischtennis-Cracks des 1. FC Gievenbeck unter der Leitung ihres Trainers Peter Luthardt (vorn, 3.v.l.) als frisch gebackener Deutscher Meister gefeiert.
Von Vertretern des Gesamtvereins wurden die Tischtennis-Cracks des 1. FC Gievenbeck unter der Leitung ihres Trainers Peter Luthardt (vorn, 3.v.l.) als frisch gebackener Deutscher Meister gefeiert. Foto: kbö

Eigentlich brauchte es nicht mehr, als seinen Adressaten auf diesem Weg zu gratulieren.

Rüsings beste Wünsche gingen in Richtung der U 18-Tischtennis-Spieler des Vereins, die sich jüngst mit nichts Geringerem schmückten, als dem Titel des Deutschen Meisters. Das würdigte der Club mit einem Empfang auf dem Sportanlage am Gievenbecker Weg.

Rüsing sprach davon, dass dieser Titel den Verein „mit unheimlich viel Stolz erfüllt“. Und: „Das haben wir in Gievenbeck noch nie gehabt – eine Deutsche Meisterschaft zu feiern.“ Der Erfolg zeige, welch hervorragende Arbeit geleistet werde.

Zahlreiche Wegbegleiter wollten es sich nicht nehmen lassen, dieses Ereignis mitzuerleben, das das Prädikat „historischer Erfolg“ durchaus verdient hatte. Da war beispielsweise Helmut Kaup, langjähriger Chef der Gievenbecker Tischtennis-Abteilung, der über Jahre hinweg die Geschicke der FCG-Sparte leitete und als Ehrenvorsitzender seinen Platz in der Chronik des Gievenbecker Vereins sicher hat.

„Das ist natürlich ein ganz toller Erfolg“, freute sich Helmut Kaup, der zum Mitbegründer der Tischtennisabteilung gehörte. Obgleich seine aktive Zeit – auch als Spieler – schon einiges zurückliegt, verfolgte er die Erfolgsgeschichte des Gievenbecker Tischtennis-Nachwuchses mit großem Interesse: „Ich war bei allen Spielen hier“, so der heute 77-Jährige, der seinen Schläger vor drei Jahren an den Nagel hängte.

Natürlich durfte auch Alois Lutz, der den Verein Jahrzehnte leitete und dafür mit dem Ehrenvorsitz ausgezeichnet wurde, in der Riege der Gratulanten nicht fehlen. „Die Abteilung hat sich seit ihrer Gründung in den 70er-Jahren richtig toll entwickelt“, lobte „Alu“ in den höchsten Tönen.

Lob kam auch abteilungs-übergreifend, so wie vom Fußball-Vorsitzenden Christian Wielers: „Ich bin tatsächlich Tischtennis-Fan und habe verschiedene Spiele in der Saison gesehen.“ Schon allein die Vorbereitung auf die Partien sei vorbildlich gewesen. „Wir waren alle per Live-Ticker zu jedem Zeitpunkt informiert.“

Maßgeblich für den jüngsten Coup verantwortlich war Trainer Peter Luthardt, der einst selbst in der dritten deutschen Liga an der Platte stand. Den Grundstein für den jetzigen Erfolg hätten alle Verantwortlichen des Vereins – und auf die Zusammenarbeit legt der Erfolgstrainer sehr viel Wert – vor Jahren gelegt. Damals habe man das seinerzeit utopische Ziel „Verbandsliga“ ausgebenen. Dieses Ziel habe man letztlich erreicht.

Nach einem notwendigen Neuaufbau stellte Luthardt ein Team zusammen, dass dank seiner Durchschlagskraft den Erfolg des vergangenen Jahres – 2017 scheiterte man bei den Deutschen Meisterschaften erst im Halbfinale – noch einmal toppte und sich nun mit der Deutschen Meisterschaft belohnte. Dabei habe der Zusammenhalt der Jungs eine große Rolle gespielt: „Heute erst habe ich erfahren, dass sie eine Whatsapp-Gruppe mit dem Titel ´Deutsche Meisterschaft 2018´ gegründet hatten – im September 2017.“

Und wie schwer ist es, diesen Titel zu verteidigen? „Extrem schwer“, sagt Peter Luthardt. „Es war ein Traum, das zu erreichen. Es ist fantastisch, dass die Jungs dieses Erlebnis für ihr Leben lang mitnehmen können. Ob wir es wiederholen können? Ich weiß es nicht. Aber wir werden alles reinhauen, dieses Erlebnis noch einmal zu haben.“  

Zum Thema

Das Team des Deutschen Meisters: Lukas Bosbach, Tim Artarov, Alexander Mesionzhnik, Lukas Ebbers, Linus Ripploh, Ludger Santel, Ben Lechtenbörger, Thomas Freydzon und Jan Albrecht.

...
Anzeige
Anzeige
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5911967?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Gegner stellen Strafanzeige
Zeelink-Gasleitung: Gegner stellen Strafanzeige
Nachrichten-Ticker