Sommerfest in der Oxford-Kaserne
17 Nationen feiern gemeinsam

Münster-Gievenbeck -

Der Sozialdienst für Flüchtlinge des städtischen Sozialamtes und die Flüchtlingshilfe Gievenbeck / Sentrup organisierten ein Sommerfest in der Oxford-Kaserne. Die Möglichkeit zur Begegnung nahmen vor allem die Flüchtlinge wahr.

Dienstag, 04.09.2018, 17:46 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 02.09.2018, 18:40 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 04.09.2018, 17:46 Uhr
Beim Kinderschminken hatten die Jungen und Mädchen die Gelegenheit, sich bunt anmalen zu lassen.
Beim Kinderschminken hatten die Jungen und Mädchen die Gelegenheit, sich bunt anmalen zu lassen. Foto: ann

Farbig besprühte Fahrräder geschmückt mit leuchtend bunten Luftballons – in der Oxford Kaserne waren sie das Zeichen, das signalisierte: hier findet ein Sommerfest statt. Eingeladen hatten der Sozialdienst für Flüchtlinge des städtischen Sozialamtes und die Flüchtlingshilfe Gievenbeck / Sentrup.

Vormals hatten die Flüchtlingseinrichtungen jeweils ihr eigenes Fest gefeiert, diesmal sollte es eine gemeinsame Veranstaltung sein. Fünf Hauptamtliche wie Sozialarbeiterin Nina Herbstmann und Melanie Kerkeling-Inhestern vom Sozialdienst für Flüchtlinge der Stadt Münster hatten sich seit Mai Gedanken gemacht, wie dieses Sommerfest mit Teilnehmern von rund 17 verschiedenen Nationalitäten organisiert und durchgeführt werden sollte.

Sommerfest in der Oxford-Kaserene

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Vielfältige Hilfe hatten sie durch etwa 20 Ehrenamtliche der Flüchtlingshilfe Gievenbeck-Sentrup, durch das Stadteilhaus Fachwerk, durch die Freiwilligen Feuerwehr Gievenbeck und den Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen VSG.

Für die Jüngsten wurden Kinderschminken und eine Hüpfburg geboten. Auch eine Wasserspritze am Löschfahrzeug der Feuerwehr konnte ausprobiert werden. Wer hoch hinaus wollte, konnte das – natürlich durch Profis verlässlich gesichert – beim Kisten-Klettern probieren. Ein Zauberer verblüffte seine Zuschauer mit erstaunlichen Karten- und Taschenspielertricks und beim Gemüsetheater „Theatrino verdura“, erdacht und vorgeführt von zwei erfahrenen Theater- und Sozialpädagoginnen, war die ergötzliche Geschichte von Prinzessin Kohlrabia zu erleben, die nach den Prinzen Fencholo von Grünblatt und Brokkolo vom Ackerland erst mit Hokkaido von Sonnenreif den richtigen Prinzen fand.

Fürs leibliche Wohl war mit kostenlosen Getränken, Geflügelgrillwurst, Stockbrotbacken und Eis gesorgt und für den richtigen Sound sorgten mit schnellem Beat sowie melancholischen Stücken mitreißend die fünf Musiker der Band „Balkan Beach Boom Blasters“.

Ein schönes Sommerfest, bei dem nur ein wenig die Gievenbecker Nachbarn fehlten, die ebenfalls eingeladen waren. Während sich ihre Kinder auf dem Fest vergnügten, unterhielten sich die Syrerinnen Zehrieh Alshalabi, Newroc Schenkmus und Ola Hbous arabisch. „Wir würden gern mehr Deutsch sprechen“, sagten sie. „Aber wir haben wenig Gelegenheit. Deutsche kennenzulernen ist schwierig.“

Nicht für ihre Kinder. Seit bereits drei Jahren gehen die Ältesten in die Schule. „Unsere Kinder sprechen prima Deutsch, sie können uns viel helfen“, sagten sie.

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