Arbeiten in Waldorfschule beendet
Die Zeit der Dunkelheit ist vorbei

Münster-Gievenbeck -

Insgesamt 110 000 Euro haben die Arbeiten gekostet. Die Waldorfschule hat für ihren Festsaal eine komplett neue Beleuchtungsanlage samt Technik bekommen.

Mittwoch, 19.09.2018, 18:22 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 19.09.2018, 18:22 Uhr
Freuen sich über mehr Licht (v.l.): Peter Hellbrügge-Dierks („KulturErleben“) sowie Elke Schönfeld-Terhaar und Gabi Kükenthal-Hermes (Waldorfschule).
Freuen sich über mehr Licht (v.l.): Peter Hellbrügge-Dierks („KulturErleben“) sowie Elke Schönfeld-Terhaar und Gabi Kükenthal-Hermes (Waldorfschule). Foto: Kay Böckling

Die dunklen Zeiten gehören der Vergangenheit an. „Man sieht wieder was“, sagt Elke Schönfeld-Terhaar vom Lehrer-Kollegium der Waldorfschule mit einem Augenzwinkern, als sie in Richtung Decke des schuleigenen Festsaals blickt. Dort, in mehreren Metern Höhe, strahlen die Lampen wieder mit voller Kraft. Und auch die Beleuchtungsanlage sowie die Technik hat man wieder auf Vordermann gebracht.

„Im Laufe der Jahre ist die Beleuchtung im Saal immer weiter ausgefallen“, so die Pädagogin. Irgendwann habe es sich einfach nicht mehr gelohnt, einzelne Lampen auszutauschen. Damit einhergehend sei auch die technische Infrastruktur immer weiter zusammengebrochen. Der Verein „KulturErleben“ sowie die Verantwortlichen der Waldorfschule hätten schließlich festgestellt, dass der Konzertsaal nicht mehr für Großveranstaltungen geeignet und entsprechend bespielbar gewesen sei: „Bei Tageslicht konnte man arbeiten, wenn es weg war, war es kaum noch möglich.“

Verabschiedet hatten sich auch die für die Bühnenbeleuchtung zuständigen Strahler. Um bei größeren Projekten ausreichende Lichtverhältnisse zu garantieren, musste laut Elke Schönfeld-Terhaar regelmäßig kostspielige Technik zugemietet werden.

Profiteuere der neuen Technik sind neben den schuleigenen Produktionen auch die Veranstalter von Konzerten: „Die Alte Philharmonie zum Beispiel, die eine stimmungsvolle Beleuchtung benötigt, die sie sonst teuer anmieten müsste.“ Das alles gestalte sich nach den Sanierungsarbeiten „erschwinglicher“ – kostenlos könne man den Veranstaltern die Technik nämlich auch nicht überlassen.

Ein Beispiel zeigt, wie teuer so eine Veranstaltung aus rein beleuchtungs-technischer Sicht ist: Der Polizeichor organisiert laut Elke Schönfeld-Terhaar für seinen nächsten Auftritt im Oktober in der Waldorfschule eine zusätzliche Beleuchtung inklusive Ton und zahlt 2000 Euro – für einen Tag und eine Veranstaltung. „Man muss aber auch bedenken, dass zusätzliches Personal für die Bedienung notwendig ist.“ Seitens des Vereins „KulturErleben“ und der Schule könne man nach den Arbeiten zumindest eine Grundausstattung anbieten.

Insgesamt 110 000 Euro haben die Arbeiten gekostet. 20 000 Euro finanzierte die Stadt Münster, die Bezirksvertretung (BV) Münster-West beteiligte sich mit 30 000 Euro. Der Verein „KulturErleben“ und der Arbeitskreis Kultur der Waldorfschule steuerten 30 000 Euro bei, auch der Förderverein der Schule zahlte einen beträchtlichen Betrag.

Bislang gab es im Übrigen einen trilateralen Vertrag zwischen der Stadt Münster, der Schule und dem Verein „KulturErleben“. Dieser sah vor, dass der Verein den Saal der Waldorfschule für Veranstaltungen nutzen durfte. Diese Vereinbarung war zeitlich auf fünf Jahre begrenzt und verlängerte sich stillschweigend, so sich keine Veränderung ergab.

„Jetzt gibt es einen Zusatz zu diesem Vertrag, dass das Kündigungsrecht für zehn Jahre ausgesetzt ist“, sagt Peter Hellbrügge-Dierks von „KulturErleben“. Will heißen: Die Events des Gievenbecker Vereins sind für die nächsten zehn Jahre gesichert.

Hellbrügge-Dierks ist übrigens begeistert von der Kooperation aller am nun fertiggestellten Projekt Beteiligten: „Wir haben das Ganze ja angestoßen, haben die Anträge gestellt an die BV und die Stadt, haben die Gespräche mit allen Beteiligten gesucht.“ Letztlich hätten sich alle zusammengefunden und das Projekt erfolgreich durchgeführt.

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