Oxford-Planungen
Drei Hauptachsen fürs Quartier

Münster-Gievenbeck -

Die Planungen für das neue Oxford-Quartier werden immer konkreter und passieren die kommunalpolitischen Gremien. Di4 BV West wird die Themen „Straßenbau und Freiflächen“ diskutieren.

Dienstag, 02.10.2018, 17:38 Uhr
Eine der Haupterschließungsstraßen könnte an dieser Stelle an die Roxeler Straße angebunden werden.
Eine der Haupterschließungsstraßen könnte an dieser Stelle an die Roxeler Straße angebunden werden. Foto: Kay Böckling

Nachdem auf bundespolitischer Ebene die Entscheidungen zugunsten der Stadt Münster gefallen sind, die ehemalige Oxford-Kaserne zu kaufen und das Areal zu entwickeln, geht es nun an die Umsetzung. Die Planungen werden immer konkreter und passieren die kommunalpolitischen Gremien. So wird die Bezirksvertretung Münster-West in ihrer morgigen Sitzung (17 Uhr in der Aula der ehemaligen Augustin-Wibbelt-Schule in Roxel) den Beschluss zu „Straßenbau und Freiflächen“ diskutieren.

Verkehrstechnisch soll das Areal durch drei Hauptachsen erschlossen werden. Die Anbindung erfolgt demnach über den Arnheimweg, die Roxeler Straße und Bernings Kotten. Die Buslinie 12 der Stadtwerke soll zwischen Roxeler Straße und Bernings Kotten verkehren.

„Das Gebiet wird an vier Punkten zusätzlich für Radfahrer und Fußgänger an den vorhandenen Geh- und Radweg entlang der Straße „Gievenbecker Reihe“ angebunden. Dazu muss die vorhandene Mauer in Teilen geöffnet werden“, schreibt die Verwaltung in ihrem Vorschlag.

Das Quartier soll durch umfangreiche Grünflächen geprägt werden. Zentrales Element ist laut Tiefbauamt der „Grüne Boulevard“ – ein parkartiger Raum, durch den sich die neue Straße schlängelt. Die Verwaltung bezeichnet ihn als zentralen „Bewegungsraum für Fußgänger, Radfahrer und Fahrzeuge“. In Richtung Norden ist dann der „Grüne Trichter“ mit größeren Spiel- und Freizeitsportflächen zu finden. Er mündet in den „Grünen Finger“ mit den bereits vorhandenen Grün- und Freizeitflächen.

Eine städtebauliche Herausforderung dürfte die Gestaltung des so genanten „Paradeplatzes“ darstellen. Er soll künftig den zentralen Ort des neuen Oxford-Quartiers bilden. Die Vorstellungen den Tiefbauamts: „Die angrenzenden Gebäude, Schul- und Vereinshaus am Uhrenturm sowie Geschäftshäuser mit stadtteilbezogenen Angeboten, bilden den funktionalen Rahmen des Platzes.“

Noch einmal zurück zum „Grünen Trichter“ über dessen (sportliche) Nutzung in der Vergangenheit kontrovers diskutiert wurde. Für den Freizeitsport werden vielfältige Angebote geschaffen. Ein Kunstrasen- und ein Kunststoff-Kleinspielfeld sowie ein Fußball-Kleinspielfeld sind im östlichen Teil des grünen Trichters locker angeordnet.

Noch aus den Zeiten der militärischen Nutzung stammt der Hindernis-Parcours. Er wird in Teilen erhalten und zu einem Angebot für Trendsportarten (Parkour und Calisthenics) weiter entwickelt.

Da sich im Quartier auch junge Familien mit Kindern ansiedeln sollen, sind Spielflächen natürlich unverzichtbar. Derer zwei sind in Planung: Im Mündungsbereich des Boulevards (Spielplatz Nord) mit Angeboten für junge und ältere Kinder sowie am südlichen Ende des Boulevards (Spielplatz Süd) für kleinere Kinder.

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