Premiere in „Peter‘ s Esszimmer“ verband Literatur und Gastronomie
Erster „Poetry Schlemm“ war Publikumsmagnet

MÜNSTER-GIEVENBECK -

Essen und Dichten passt prima zusammen. In Gievenbeck sorgte die Kombination für einen Überraschungserfolg.

Donnerstag, 25.10.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 25.10.2018, 20:38 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 25.10.2018, 21:00 Uhr
Finley Jayden Dao hielt beim ersten „Poetry Schlemm“ in der Gievenbecker Gaststätte „Peter‘s Esszimmer“ ein Plädoyer für die „ewige Liebe“.
Finley Jayden Dao hielt beim ersten „Poetry Schlemm“ in der Gievenbecker Gaststätte „Peter‘s Esszimmer“ ein Plädoyer für die „ewige Liebe“. Foto: sn

„Das Lampenfieber ist nach dem ersten Satz vorüber“, sagt Finley Jayden Dao , einer der Künstler beim ersten „ Poetry Schlemm “ in „Peter‘s Esszimmer“.

Er ging auf die Bühne und legte einfach los. Ein leidenschaftliches Plädoyer für die „ewige Liebe“ folgte. Das war nur einer der vielfältigen Wortbeiträge an diesem Premiere-Abend.

Überrascht waren alle von der enorm großen Resonanz, die dieses Format bereits bei seiner ersten Auflage erzeugen konnte. „Wenn man Literatur modern präsentiert, dann kommen die Leute auch“, war Finley Jayden Dao überzeugt.

Bereits eine halbe Stunde vor Beginn der Veranstaltung waren alle Plätze belegt, viele verfolgten im Stehen das bunte Geschehen auf der Bühne. „Die Idee war, Literatur und Gastronomie miteinander zu verbinden“, erklärte Organisatorin Chiara Kucharski, die in der Poetry-Slam-Szene keine Unbekannte ist. Auch in Gievenbeck nicht. Bereits in der Buchhandlung „Wunderkasten“ organisierte sie einen gut besuchten Wörterwettstreit. Auch „Andi Substanz“ stellte sich dem „Poetry Schlemm“. Er war ursprünglich mal Hip-Hopper. Inzwischen hat er sich dem Wort verschrieben. „Ich mache das semiprofessionell“, sagte er. Etwa zehn „Poetry Slams“ im Monat absolviere er.

Konkurrenz

Genauso wie Valentin Döring. Er ist eigentlich Kommunikationswissenschaftler, hat ein eigenes Unternehmen gegründet, und er schreibe eigentlich lieber, als dass er bei „Poetry Slams“ auftrete. Aber wenn er sich dann doch dazu entschließt, kriegen die Leute ganz Besonderes zu hören. „So schlecht bin ich nicht“, meinte Döring. Immerhin: Im vergangenen Jahr hat er den „Preacher Slam“ in Münster gewonnen – gegen eine Konkurrenz aus Theologen und nachdenklichen Geisteswissenschaftlern. Der Autor „lebt und stirbt in dem kleinen Moment, in dem Du seine Geschichte kennst“, ist einer seiner Sätze, die das Publikum in „Peter‘s Esszimmer“ hörte.

Schließlich siegte Lina Probst mit einem engagierten Text zu den Themen Umwelt und Klimawandel.

Es war insgesamt eine gelungene Premiere, die Lust auf mehr machte.

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