Fazit der „Zukunftswoche“
Die Kirche auf dem Prüfstand

Münster-West -

„Glaube muss ein Gesicht haben. Aber es muss nicht das Gesicht des Pfarrers sein“, sagt Dr. Hans-Werner Dierkes. Das sei eines der vielen Ergebnisse aus der Zukunftswoche, die in der gesamten Liebfrauen-Überwasser-Pfarrei für rege Beteiligung sorgte.

Freitag, 16.11.2018, 17:42 Uhr
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.11.2018, 17:56 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 16.11.2018, 17:42 Uhr
Pfarrer Hans-Werner Dierkes (r.) diskutierte mit (v.l.) Maria Albrecht, Jürgen Tausgraf, Donatus Beisenkötter und Lucia Wünsch die Ergebnisse der „Zukunftswoche“.
Pfarrer Hans-Werner Dierkes (r.) diskutierte mit (v.l.) Maria Albrecht, Jürgen Tausgraf, Donatus Beisenkötter und Lucia Wünsch die Ergebnisse der „Zukunftswoche“. Foto: sn

In den vielen Veranstaltungen, die in den drei Gemeindeteilen stattfanden, wurde den Gläubigen eine Gewissensfrage gestellt: „Was ist Ihnen an Kirche und Pfarrei wichtig?“ Nun zogen die Initiatoren dieser Zukunftswoche Bilanz.

Der Pfarreirat traf sich dazu im Gievenbecker Pfarrhaus, auch Donatus Beisenkötter, der Leiter der Abteilung „Allgemeine Seelsorge“ des Bistum Münster war gekommen. Insgesamt hatte es 13 Veranstaltungen in der Zukunftswoche gegeben. Um ganz unterschiedliche Themen ging es dabei, vom „Älterwerden vor Ort“ über ein „Glaubwürdiges Wirtschaften“ in der Pfarrei bis hin zu Kita- und Schulfragen. Auch den Missbrauchsskandalen in der katholischen Kirche stellte man sich.

„Wie kannst Du heute eigentlich noch Christ sein?“, war eine Frage, die eine sehr intensive Diskussion auslöste. Eine Antwort der Teilnehmer: „Wenn der Wille zur Veränderung da ist.“ Oder: „Wenn Freiheit gegeben wird, um Neues auszuprobieren.“ Hier hörte man Kritik und zugleich auch Verbundenheit heraus. „Wir wollten die erreichen, die wir sonst nicht erreichen“, so Dierkes .

Immerhin: Das Engagement in der gesamten Pfarrei Liebfrauen-Überwasser zeige sich ohnehin nicht nur durch die Zahl der Gottesdienstbesucher, sondern auch an der ehrenamtlichen Beteiligung in kirchlichen Gruppen. Und die sei ausgesprochen groß.

Die Gemeindemitglieder könnten durch ihr Wirken im Haupt-, Neben- und Ehrenamt zugleich auch ein Seelsorger dem anderen gegenüber sein. Das war eine Idee, die in der Zukunftswoche formuliert wurde. Dies gelte insbesondere in Gemeindeteilen, in denen kein Pfarrer vor Ort wohne, wie Beisenkötter resümierte. Nun solle diese Vorstellung auch Einzug in den Pastoralplan halten. Dazu werde sich die Pfarrei beraten und dem Bistum gegenüber ihre Vorstellungen darlegen.

Insgesamt hätten zahlreiche Gläubige an den Angeboten der Zukunftswoche teilgenommen, so Dierkes. Maria Albrecht vom Pfarreirat sagt: „Es ist wichtig für sie, für ihren Glauben zusammenzukommen und sich über ihn auszutauschen.“ Auch sie zog eine überaus positive Bilanz: „Hut ab vor dieser Pfarrei!“, meinte sie als Fazit der Zukunftswoche.

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