Neue FSJler in der Gievenbecker Jugendarbeit
Viel Spaß und wenig Freizeit

MÜNSTER-GIEVENBECK -

Sie betreten Neuland und investieren viel Zeit. Aber sie sind begeistert.

Donnerstag, 06.12.2018, 05:30 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 05:50 Uhr
Auch Aufräumen im „Kinderzimmer“ gehört für Lara Burkamp (l.) und Leo Konen, neue FSJler im „La Vie“ und im Fachwerk, zu den täglichen Aufgaben. Betreut werden die beiden von Imke Gregersen („La Vie“) und Lisa Schrichten (Fachwerk, r.).
Auch Aufräumen im „Kinderzimmer“ gehört für Lara Burkamp (l.) und Leo Konen, neue FSJler im „La Vie“ und im Fachwerk, zu den täglichen Aufgaben. Betreut werden die beiden von Imke Gregersen („La Vie“) und Lisa Schrichten (Fachwerk, r.). Foto: jans

Zum Beispiel Lara Burkamp und Leo Konen. Die beiden 18-Jährigen gehören zu den 44 jungen Menschen, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) in Münsters sowie Grevens Kitas, Schulen oder Jugendeinrichtungen ableisten. Betreut werden sie von der Stadt Münster.

Die Havixbeckerin und der Münsteraner helfen seit dem 1. September im Fachwerk und im „La Vie“ kräftig mit. „Sie werden in allen Bereichen eingesetzt“, wissen Lisa Schrichten vom Fachwerk und Imke Gregersen vom „La Vie“, die die beiden jungen Leute unter ihre Fittiche genommen haben. Schwerpunkt ist für sie die offene Kinder- und Jugendarbeit.

Vormittags kaufen die neuen FSJler ein, organisieren oder malen Plakate. Am Nachmittag gehört Lara Burkamp zum dreiköpfigen Betreuerteam im „Kinder-Traum“ des „La Vie“. Leo Konen beschäftigt sich währenddessen mit den sechs- bis zwölfjährigen Steppkes in der „Kinder-Oase“ des Fachwerks. Auch er gehört zu einem dreiköpfigen Team.

„Sehr abwechslungsreich“

„Es macht mir Spaß“, sagt Konen. „Sehr abwechslungsreich“, sei das alles, findet Burkamp. Während sie ihre Zukunft schon geplant hat – nach dem Jahr als FSJlerin ein Australien-Aufenthalt, dann eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in Berlin – , will sich Leo Konen während seiner Zeit im Fachwerk erst einmal überlegen, wie es weitergeht.

Seit September müssen sich beide an lange Tage gewöhnen. Je nach Dienstplan dauern sie von 9.30 bis 17.30 Uhr oder von 10.30 bis 19 Uhr. Dazu kommen 25 „Seminartage“ an denen alle FSJler im Kinder- und Jugendbereich ihre Erfahrungen austauschen. Viel Freizeit bleibt da nicht. Ach ja: Die Havixbeckerin ist täglich insgesamt zwei Stunden im Bus unterwegs, um nach Gievenbeck und zurück nach Hause zu kommen.

Teamarbeit

Andererseits lernen die beiden auch gerade fürs Leben. Ihr Schulwissen helfe ihnen wenig, räumen die FSJler schmunzelnd ein. „Man merkt, wie wichtig Teamarbeit ist“, betont Lara Burkamp. Und Kollege Konen weiß inzwischen auch, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen.

Für beide fliegen die Wochen im Fachwerk und im „La Vie“ gerade dahin, weil es so viel zu tun gibt. Allerdings wartet auf die FSJler auch jeweils ein Projekt, das sie im Rahmen ihres freiwilligen Jahres 2019 eigenständig organisieren müssen. Das Motto für ihre Projekte steht schon fest: „Spuren hinterlassen“.

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