Gievenbeck Ortsmitte
Umgestaltung in einem Rutsch

Münster-Gievenbeck -

Jetzt sollen Nägel mit Köpfen gemacht werden: War es zunächst vorgesehen, dass die Umgestaltung der Gievenbecker Ortsmitte in insgesamt drei Abschnitten erfolgt, so setzte sich die CDU in der Bezirksvertretung Münster-West jetzt erfolgreich dafür ein, alles in einem Rutsch umzusetzen – getreu dem bekannten Motto „in einem Abwasch“.

Freitag, 14.12.2018, 18:04 Uhr
An dieser Stelle soll der Rüschhausweg an die Von-Esmarch-Straße angeschlossen werden.
An dieser Stelle soll der Rüschhausweg an die Von-Esmarch-Straße angeschlossen werden. Foto: Kay Böckling

CDU-Ratsherr Richard-Michael Halberstadt , die beiden Bezirksvertreter Peter Wolfgarten und Thomas Lilge sowie Mechthild Neuhaus von der Gievenbecker Ortsunion sprachen in diesem Zusammenhang von einem „großen Wurf“, die die Christdemokraten auf den Weg gebracht hätten. Für die jüngsten Haushaltsberatungen hatten sie nämlich einen neuen Haushaltsansatz in Höhe von 50 000 Euro für das Jahr 2019 sowie weitere 410 000 Euro für das Folgejahr beantragt. Diese Summen verabschiedete der Rat jetzt.

Wie berichtet, gab es im Jahr 2015 einen Bürgerworkshop unter der Leitung des Büros „Pesch und Partner“, in dem ein Leitbild für die Gievenbecker Mitte entwickelt wurde. Daraufhin wurde von „Pesch und Partner“ eine dreistufige Umgestaltung des zentralen Bereiches rund um die Ortsmitte vorgeschlagen.

„In der ersten Stufe wird der Rüschhausweg umgestaltet“, heißt es in einem Verwaltungspapier aus dem vergangenen Jahr. Durch Umlegung der Einmündung des Rüschhausweges an die Von-Esmarch-Straße entstünden Flächenpotenziale für die Gestaltung eines neuen Platzes mit Sitzgelegenheiten und beispielsweise einem Wasserspiel. Die Kurzzeitparkplätze entlang des Rüschhausweges blieben bestehen.

In der zweiten Stufe sah die Verwaltung vor, durch Einbeziehung des Arnheimweges einen einheitlich gestalteten, straßenübergreifenden zentralen Platz zu schaffen. „In der dritten Stufe werden die Von-Esmarch-Straße sowie der Platz vor der Kirche St. Michael in die Gesamtgestaltung der Ortsmitte eingebunden“, so die Stadt. Die Von-Esmarch-Straße soll entweder als verkehrsberuhigter Bereich oder „Shared Space“ (gemeinsamer Raum für Verkehr und Fußgänger) gestaltet werden.

Durch das Einbringen besagter 460 000 Euro Planungskosten für die Umgestaltung der Gievenbecker Ortsmitte in den Haushalt verändert sich zwar nicht das Bauvolumen, wohl aber das Zeitfenster, denn: Aus den zuvor avisierten drei Bauabschnitten wird eine einzige Stufe. Ergo dürfte auch mit einer schnelleren Umsetzung zu rechnen sein.

Wichtig ist es den Christdemokraten nicht nur mir der Verwaltung das enge Gespräch zu suchen. „Auch die Öffentlichkeit muss wieder ins Boot geholt werden“, fordert Mechthild Neuhaus eine weitere Bürgerbeteiligung vor Ort.

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