Energie-Projekt am Stein-Gymnasium
Es gibt noch Platz für Windräder

Münster-Gievenbeck -

Es gibt noch alternative Standorte für Windräder. Zu diesem Schluss kommen zumindest die Schüler des Erdkunde-Grundkurses der zehnten Klasse des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums nach einem Energie-Projekt.

Montag, 17.12.2018, 18:18 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 15:48 Uhr
Unter der Leitung ihres Lehrers Benedikt Laumann widmeten sich (v.l.) Chalid Athanna, Danni Werner, Helena Post und Marcel Kazemi dem Thema Windkraft.
Unter der Leitung ihres Lehrers Benedikt Laumann widmeten sich (v.l.) Chalid Athanna, Danni Werner, Helena Post und Marcel Kazemi dem Thema Windkraft. Foto: kbö

Regenerative Energien sind im Vormarsch. Auch die Stadt Münster ist bestrebt, dass die Stadtwerke als städtische Tochter einen möglichst hohen Anteil an „grünem Strom“ erzeugt. Daher begab man sich jüngst auch auf die Suche nach geeigneten Standorten für Windkraftanlagen und legte anhand der Ergebnisse sogenannte „Windkraftvorrangzonen im Stadtgebiet“ fest.

Doch es gibt wohl noch weitere alternative Standorte, als jene, die von der Stadt ermittelt wurden. Zu diesem Schluss kommen zumindest die Schüler des Erdkunde-Grundkurses der zehnten Klasse des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums. Die aktuellen Diskussionen zur Windkraft in und um Münster (Stichwort Lärmbelästigung) nahmen die Jugendlichen unter der Leitung von Erdkundelehrer Benedikt Laumann zum Anlass, ein Projekt zum Thema „Windkraft“ zu starten.

Das Projekt-Ziel formulierte Laumann wie folgt: „Wir haben die Windkraft-Standorte in Münster auf einer digitalen Karte eingezeichnet und zudem mit Hilfe von Windberechnungen und den Anforderungen an eine Windkraftanlage potenzielle weitere Standorte untersucht, in denen noch Windkraftanlagen installiert werden können.“ Die Ergebnisse wolle man am Mittwoch der Stadt übergeben.

Als eine der ersten Fragen galt es zunächst zu klären, welcher Anforderungen das Aufstellen eines Windrads überhaupt bedarf. So spielte die Entfernung zur Wohnbebauung eine entscheidende Rolle. Zudem waren für die Standorte auch verschiedene Schutzgebiete zu berücksichtigen beziehungsweise zu vermeiden.

„Wie haben dann auf verschiedenen Internetseiten recherchiert, wo es aktuelle Standorte gibt, wo künftig weitere Anlagen gebaut werden, und wo es dann noch alternative Flächen gibt“, so Laumann. Das Ganze hätten die Schüler kartiert und wollten dies nun der Stadt als Planungsvorschlag vorlegen. Wichtig war es, dass die Schüler ihre eigenen Ergebnisse erarbeiteten. Die Resultate der städtischen Untersuchungen blieben komplett außen vor.

Entscheidend bei dem Bau eines Windrads ist immer auch dessen Wirtschaftlichkeit. Und die bemisst sich unter anderem auch über dessen Höhe. Damit einhergehend spielen dann aber Genehmigungs-Aspekte eine entscheidende Rolle, denn: Je höher ein Windrad ist, desto größer muss der Abstand zur Wohnbebauung sein.

„Wir nutzten die Internetseite des Energieatlases und errechneten beim Hersteller Enercon und der Anlage E-141 EP4 mit einer Nabenhöhe von 159 Metern einen Jahresenergieertrag von 11,1 Gigawatt pro Stunde“, so Helena Post. Und zur Lärmemission: „Das Wichtigste war für uns jedoch, keine Anwohner zu stören, die in der Nähe eines Windkraftwerkes leben.“

Und zu welchem Ergebnis kommen die Gymnasiasten? „Es gibt noch einige Standorte, die sich aber ausschließlich in den äußersten Randbereichen des Stadtgebiets befinden“, so Marcel Kazemi. So kämen beispielsweise Flächen hinter Roxel oder Mecklenbeck in Betracht. Bleibt die spannende Frage, was die Stadt zu den Vorschlägen sagt.

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