Sportpark Gievenbeck
Weiterer Kunstrasen in Aussicht

Münster-Gievenbeck -

Der 1. FC Gievenbeck darf sich mittelfristig auf einen weiteren Kunstrasenplatz freuen. Zusätzlich besteht die Aussicht, dass der Sportpark flächenmäßig wachsen wird.

Mittwoch, 19.12.2018, 18:16 Uhr
Der Gievenbecker Sportpark könnte flächenmäßig wachsen – vorausgesetzt, die benachbarte Ausgleichsfläche wird verlagert.
Der Gievenbecker Sportpark könnte flächenmäßig wachsen – vorausgesetzt, die benachbarte Ausgleichsfläche wird verlagert. Foto: Kay Böckling

Denn: Die am Gelände des 1. FCG gelegene Ausgleichsfläche soll „in Absprache mit der zuständigen Fachverwaltung verlagert werden“, heißt es in einem von der CDU und den Grünen verfassten und nun verabschiedeten Antrag.

Während eines Ortstermins nahmen CDU-Ratsherr Richard-Michael Halberstadt, die beiden CDU-Bezirksvertreter Peter Wolfgarten und Thomas Lilge sowie Mechthild Neuhaus von der Gievenbecker Ortsunion Stellung zu dem Papier, das neben dem Sportausschuss auch den Rat passierte. Demnach soll die Stadt erneut prüfen, ob die Ausgleichsfläche nicht doch verlagert werden kann.

Diese angedachte Verlagerung war nämlich schon einmal Gegenstand der politischen Diskussion und eines entsprechenden Vorschlags der CDU. Seinerzeit berichtete Sportamtsleiter Michael Willnath allerdings, dass die vorgeschlagene Fläche aus planungsrechtlichen Gründen nicht umgewidmet werden könne und für eine sportliche Nutzung nicht zur Verfügung stehe.

In der gleichen Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West lobte der Fachamtsleiter aber auch die vor Ort vorhandene Infrastruktur des Sportvereins mit Wegeverbindungen, Parkplätzen oder sanitären Anlagen. Diese Infrastruktur spräche für eine Ausweitung des Sportangebots vor Ort und nicht für einen kostspieligen Neubau an anderer Stelle – wie etwa dem zu entwickelnden Oxford-Areal.

In diesem Zusammenhang stellte Willnath – wie berichtet – auch den Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes auf der derzeitigen Rasenfläche in Aussicht, die momentan ausschließlich für Trainingszwecke genutzt wird.

Und in eben dieser Argumentation in puncto Infrastruktur sieht die CDU die Chance, dass die Stadt nun doch zu einem positiven Ergebnis kommt, wenn sie die Verlagerung der Ausgleichsfläche bei gleichzeitiger sportlicher Nutzung des Areals prüft. Peter Wolfgarten: „Wirtschaftliche Erwägungen spielen eine entscheidende Rolle. All das, was dort vorhanden ist – angefangen bei den Umkleidekabinen bis hin zu den Zuwegungen – müsste an anderer Stelle neu gebaut werden.“

Müsste? „Ja, denn das Sportflächen-Angebot muss bei dem zu erwartenden Bevölkerungswachstum in Gievenbeck mitwachsen“, so Wolfgarten. Am Gievenbecker Sportpark habe man die notwendige Infrastruktur für den Sportbetrieb, woanders müsse sie kostspielig erstellt werden. „Hier haben wir schon alles, was wir nur noch brauchen, sind Ausdehnungsmöglichkeiten.“

Lilge hat bezüglich des Bevölkerungswachstums nicht nur das Oxford-Quartier im Blick, sondern auch das Neubaugebiet an der Steinfurter Straße: „Auch die Menschen, die dort künftig wohnen, möchten sportliche Infrastruktur vorfinden.“

Und was ist mit dem neuen Kunstrasenplatz? Das Geld dafür steht bereit. Der Sportausschuss folgte dem gemeinsamen Antrag von CDU und Grünen: „Für die Planung und den Bau eines zweiten Kunstrasenplatzes (...) werden entsprechende Mittel für das Haushaltsjahr 2020 bereitgestellt. Die Mittel werden außerhalb des sogenannten Drei-Millionen-Euro-Topfs für Sportinvestitionen ausgewiesen.“

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