Zwischen Gievenbeck und Roxel
SPD fordert zweiten Radweg

Münster-Gievenbeck -

Die SPD in der Bezirksvertretung Münster-West sieht bezüglich der Radwegeverbindung Gievenbeck-Roxel Nachbesserungsbedarf und fordert ob der bereits vorhandenen und prognostizierten weiteren Zunahme des Radverkehrs zwischen den Stadtteilen den Bau eines weiteren Radwegs.

Donnerstag, 10.01.2019, 17:44 Uhr aktualisiert: 11.01.2019, 18:02 Uhr
An der Roxeler Straße gibt es (wie hier im Bereich der Oxford-Kaserne) nur einen Radweg.
An der Roxeler Straße gibt es (wie hier im Bereich der Oxford-Kaserne) nur einen Radweg. Foto: Kay Böckling

Donnerstag, später Vormittag: Auf dem Radweg an der Roxeler Straße in Höhe der Oxford-Kaserne ist der Begegnungsverkehr überschaubar. „Aber morgens so gegen sieben oder acht Uhr herrscht hier Hochbetrieb, da ist jede Menge los“, sagt Andreas Kröger, Bezirksbeamter und zuständig für Gievenbeck bei einem zufälligen Treffen vor Ort.

Er ist nicht der Einzige, dem der zunehmende Radverkehr auffällt. Auch die SPD in der Bezirksvertretung Münster-West sieht Nachbesserungsbedarf und fordert ob der bereits vorhandenen und prognostizierten weiteren Zunahme des Radverkehrs zwischen Gievenbeck und Roxel den Bau eines weiteren Radwegs.

Das ist der Status quo: An der Roxeler Straße gibt es beginnend vom Dingbängerweg bis zur Albert-Schweitzer-Straße nur auf einer Seite einen Radweg. Wer beispielsweise von Roxel nach Münster mit dem Rad unterwegs ist, muss bei Nutzung des rechten Radwegs bis zur Kreuzung am Dingängerweg die sogenannte „Ackermann-Kreuzung“ nach links queren, um sicher weiterfahren zu können.

„Als der Rad-und Fußweg vor langer Zeit gebaut wurde, war er ausreichend für den damaligen Verkehr im Grünen“, schreiben die Sozialdemokraten. Dies aber habe sich aus vielerlei Gründen geändert. „Neue Baugebiete in Roxel und den Umlandgemeinden haben den Verkehr auf der Roxeler Straße stark zunehmen lassen“, führt die SPD unter anderem an. In Gievenbeck Südwest und auf der Sentruper Höhe sei für Tausende Menschen neuer Wohnraum geschaffen worden.

„Aus dem Radweg im Grünen wurde ein vielbenutzter innerstädtischer Verkehrsraum.“ In den kommenden Jahren werde es zunächst viel Bauverkehr im Bereich der Oxford-Kaserne geben, langsam kämen mehrere Tausend Einwohner hinzu.

„Die Mosaik-Schule und das Stein-Gymnasium erzeugen auch auf der Roxeler Straße viel Verkehr“, schreiben die Antragsteller weiter. Neue Geschäfte und Dienstleister in Gievenbeck im Bereich der Gartenbreie zögen zudem viele Verkehrsteilnehmer an. Neue Technologien (E-Bikes, Pedelecs, Lastenräder) hätten den Fahrradverkehr stark beschleunigt und erforderten mehr Platz für Begegnungsverkehr, für den der bestehende schmale Radweg nicht hinreichend sei.

Die Sozialdemokraten weisen in diesem Zusammenhang auf verschiedene Risikofaktoren hin. Da sei unter anderem der Fußgängerverkehr auf dem Weg, der in den vergangenen Jahren stark zugenommen habe, da im Oxford-Areal eine Kita sowie Wohn- und Beratungseinrichtungen für Flüchtlinge errichtet worden seien: „Wenn Radfahrer sich begegnen und zudem Fußgänger umfahren werden müssen, kommt es zu gefährlichen Situationen.“

Des Weiteren haben die Antragsteller beobachtet, dass Autofahrer, die in Nebenstraßen abbiegen oder aus Nebenstraßen auf die Roxeler Straße einbögen, nicht damit rechneten, dass aus beiden Richtungen Radfahrer kämen: „Das hat in den letzten Jahren zu einigen Unfällen geführt mit der Folge, dass an drei Ampel-Kreuzungen (Marktkauf, Dieckmannstraße, Gievenbecker Reihe) neben den Linksabbieger-Ampeln kürzlich separate Rechtsabbieger-Ampeln installiert wurden.“

Andere Einmündungen wie der Ramertsweg hätten indes keine Ampel: „Hier ist das Gefahrenpotenzial weiterhin hoch.“

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