Seelsorger wechselt zur Gemeinde St. Joseph
Pfarrer Dierkes nimmt Abschied

MÜNSTER-WEST -

Seit 21 Jahre wirkte er in Münster-West. Nun ändert sich alles.

Mittwoch, 20.02.2019, 19:30 Uhr
Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes verlässt zum 30. Juni die Gemeinde Liebfrauen-Überwasser. Nach den Sommerferien wird er Pastor mit dem Titel „Pfarrer“ in der Gemeinde St. Joseph. Mit im Bild: Doris Hoeter (Gemeinde Liebfrauen-Überwasser).
Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes verlässt zum 30. Juni die Gemeinde Liebfrauen-Überwasser. Nach den Sommerferien wird er Pastor mit dem Titel „Pfarrer“ in der Gemeinde St. Joseph. Mit im Bild: Doris Hoeter (Gemeinde Liebfrauen-Überwasser). Foto: mfk

Pfarrer Dr. Hans-Werner Dierkes wird zum 30. Juni die Pfarrei Liebfrauen-Überwasser verlassen. Dies bestätigte der Seelsorger auf Nachfrage unserer Zeitung.

Der 62-jährige Geistliche wird dann die Leitung der Pfarrei, zu der neben Liebfrauen-Überwasser noch die Gemeinden St. Michael (Gievenbeck), St. Sebastian (Nienberge) und St. Theresia (Sentrup) gehö ren, abgeben. Dierkes ist nach den Sommerferien als Seelsorger in der Gemeinde St. Joseph in Münster-Süd tätig. Dort werde er dann „als Pastor mit dem Titel ,Pfarrer‘“ wirken, so der Geistliche.

Er hatte in den Sonntagsgottesdiensten seiner jetzigen Gemeinde einen Text verlesen, in dem er seinen Abschied von der Gemeinde Liebfrauen-Überwasser ankündigte.

Neues Aufgabenfeld

Als Hintergrund für seinen Wunsch nach einem neuen Aufgabenfeld nannte Dierkes einerseits gesundheitliche Ursachen. Andererseits wolle er aber wieder verstärkt seelsorgerisch tätig sein. „Vielleicht auch über 65 hinaus“, so Dierkes gegenüber unserer Zeitung.

Bischof Dr. Felix Genn entpflichtete Dierkes zum 30. Juni als leitender Pfarrer der Pfarrei Liebfrauen-Überwasser. Bereits eine Woche früher, am 23. Juni (Sonntag), wird sich Dierkes in der Pfarrkirche St. Michael bei einem Gottesdienst von der Gemeinde verabschieden.

Zwei Gemeindefusionen

Der Geistliche ist Gievenbeck seit 21 Jahren eng verbunden. Er wirkt seit dem 18. Oktober 1998 in St. Michael. 2007 schloss sich diese Gemeinde mit Liebfrauen-Überwasser zusammen. Fünf Jahre später gab es dann eine weitere Fusion, diesmal mit St. Sebastian und St. Theresia. „Diese fast 21 Jahre meines seelsorglichen Dienstes als leitender Pfarrer, auf die ich dankbar zurückblicke, waren geprägt von gesellschaftlichen und kirchlichen Umbrüchen, die auch in unserer Pfarrei ihre Spuren hinterlassen haben, am ehesten sichtbar dadurch, dass vier ehemals selbstständige Gemeinden zu einer der größten Pfarreien im Bistum Münster mit mehr als 20 000 Pfarreimitgliedern, sechs Kindergärten und etwa 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern fusioniert worden sind“, hatte Dierkes in den Sonntagspredigten betont.

Nachdem der lokale Pastoralplan für die Pfarrei Liebfrauen-Überwasser vor seiner Vollendung stehe und weitere Projekte, wie die Renovierung der Überwasserkirche, abgeschlossen seien, habe er um Entpflichtung gebeten.

Heimisch geworden

Dierkes wurde 1957 in Telgte geboren. Zum Priester wurde er 1982 geweiht. Anschließend wirkte er als Kaplan in Ahlen, Neuenkirchen und Dorsten. Eine Zeit als Pfarrverwalter in Nottuln schloss sich an. Eigentlich wollte Dierkes danach nur zehn Jahre in Gievenbeck bleiben, erinnerte sich der Seelsorger im Gespräch mit unserer Zeitung. Nun aber sei er dort heimisch geworden und fühle sich wohl. Er scheide daher „mit einem weinenden Auge“. „Ich blicke dankbar auf diese Zeit zurück“, betonte er.

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