„Fair Mobil“ macht im Stein-Gymnasium Station
Gemeinsam den hohen „Elektro-Zaun“ bezwingen

MÜNSTER-GIEVENBECK -

Hier heißt es nicht: alle gegen einen. Sondern: alle gemeinsam. Das „Fair Mobil“ war zu Gast im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, und es hatte viele sportliche Spiele mitgebracht. Doch kniffelig wurde es auch.

Freitag, 01.03.2019, 20:45 Uhr aktualisiert: 06.03.2019, 18:44 Uhr
Viele kniffelige Stationen hatten die Schüler zu bewältigen. Gemeinsam hatten sie Erfolg. Auf unserem Bild wird gerade ein Schlupfloch durch den „Elektro-Zaun“ gesucht.
Viele kniffelige Stationen hatten die Schüler zu bewältigen. Gemeinsam hatten sie Erfolg. Auf unserem Bild wird gerade ein Schlupfloch durch den „Elektro-Zaun“ gesucht. Foto: sn

Da war etwa der „elektrische Zaun“, mitten in der Sporthalle 3 der Schule. Natürlich floss kein echter Strom. Seile stellten den Elektro-Zaun nach. „Die Kinder müssen nun überlegen, wie sie durch die Löcher hindurchkommen“, sagte Lehrerin und Organisatorin Petra Autering . Für einige sei das ganz einfach, für andere nicht. Doch die Aufgabe ist für alle nur bestanden, wenn sie jeder bewältigen kann.

Die Schüler würden merken: „Wir schaffen es nur gemeinsam.“ Und so halfen sie sich gegenseitig, etwa mit einem Brett, mit dem die Schüler auch die Löcher im „Elektro-Zaun“ weit oberhalb des Bodens erreichen und dann durchschlüpfen konnten.

„Fair Mobil“, das ist eine Erlebnisparcours, mit dem die Schüler kooperative Fähigkeiten erproben und trainieren sollen. Es ist Teil des Programms „Stark im Miteinandern“, das von der Westfälischen Provinzial-Versicherung, dem Jugendrotkreuz Westfalen-Lippe, der schulpsychologischen Beratungsstelle der Stadt Münster sowie dem „Arbeitskreis Soziale Bildung und Beratung“ gemeinschaftlich entwickelt wurde. Seit vielen Jahren ist das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Haltepunkt des „Fair Mobils“. Die Fünftklässler sind jeweils angesprochen, Neuntklässler wirken als Paten mit und helfen den jüngeren Schülern. Insgesamt gab es dieses Mal am Stein 50 Teilnehmer.

Viele Stationen weckten das Interesse der Schüler. Da gab es etwa eine Kletterwand, doch zugleich wurde die Aufgabe gestellt, an der Wand hängend aus Bauklötzen vom Boden aus einen Turm zu bauen. Kniffelig, doch auch hier wirkte das Team. Alle Aufgaben wurden mit Bravour bewältigt. Eine neue Erfahrung für einige war auch der aufgebaute Rollstuhl-Parcours. Viele würden im Laufe der Stationen merken, dass es mit Kooperation leichter gehe, betonte Leif-Erik Neugebauer, der als „Teamer“ das Projekt begleitet.

Nach dem Absolvieren aller Aufgaben würden die Erfahrungen noch einmal im Unterricht besprochen, so die Verantwortlichen. Ziel des „Fair Mobils“ ist es, gemeinschaftliche positive Erfahrungen zu schaffen – als Prävention vor Gewalt und Konflikten im Schulalltag.

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