Pläne des Studierendenwerks
Neubau von Studenten-Wohnungen

Münster-Gievenbeck -

Nach Absprache mit der Stadt Münster, den beiden örtlichen Hochschulen sowie dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) plant das Studierendenwerk den Bau von Studentenwohnungen kombiniert mit einer Kindertagesstätte auf der freien Fläche zwischen der Von-Esmarch-Straße und der Appelbreistiege.

Mittwoch, 20.03.2019, 18:12 Uhr aktualisiert: 21.03.2019, 11:04 Uhr
Auf dieser Fläche möchte das Studierendenwerk eine Studentenwohnanlage samt neuer Kita bauen.
Auf dieser Fläche möchte das Studierendenwerk eine Studentenwohnanlage samt neuer Kita bauen. Foto: Kay Böckling

Wohnungen für Studenten sind aktuell Mangelware, ähnlich verhält es sich bei Kita-Betreuungsplätzen. Quasi zwei Fliegen mit einer Klappe könnte das Studierendenwerk schlagen: Nach Absprache mit der Stadt Münster, den beiden örtlichen Hochschulen sowie dem Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) plant das Unternehmen den Bau von Studentenwohnungen kombiniert mit einer Kindertagesstätte auf der freien Fläche zwischen der Von-Esmarch-Straße und der Appelbreistiege

Das ist der Inhalt eines Verwaltungs-Vorschlags, mit dem sich am heutigen Donnerstag die Bezirksvertretung Münster-West in ihrer Sitzung (Beginn um 17 Uhr im Albachtener Haus der Begegnung, Hohe Geist) beschäftigt. Nach dem Planungsausschuss (28. März) sowie dem Haupt- und Finanz-Ausschuss (3. April) hat der Rat der Stadt ebenfalls am 3. April das entscheidende Wort.

Hintergrund des Projekts ist das Ansinnen, auf dem „Hüffercampus“ die hochschulbezogenen Einrichtungen auszubauen. In diesem Zusammenhang müsste allerdings die Kindertagesstätte „Heinrich-Piepmeyer-Haus“ an einen alternativen Standort verlegt werden. Bei dem „Heinrich-Piepmeyer-Haus“ handelt es sich um eine integrative Kita. „Der Schwerpunkt der Arbeit im Heinrich-Piepmeyer-Haus (HPH) liegt in der Betreuung von Kindern im Vorschulalter, die vor allem durch Hirnschäden körperbehindert sind“, heißt es unter anderem auf der Internet-Seite der Einrichtung an der Hüfferstraße.

Als potenzieller Betreiber der Kita setzten sich die Verantwortlichen mit dem Studierendenwerk in Verbindung, das auf dem Gebiet der Kinderbetreuung mit der Kita Camäleon über entsprechende Erfahrungen verfügt. „Wir haben dann angeregt, auf dem Rest der zu bebauenden Fläche an der Von-Esmarch-Straße Studentenwohnungen zu errichten“, so Joachim Wiese , kommissarischer Geschäftsführer des Studierendenwerks.

Laut Wiese ist geplant, für die Kita ein zweigeschossiges Gebäude zu bauen, in dem die aktuelle Kita „Heinrich-Piepmeyer-Haus“ einziehen und optional sogar um zwei Gruppen erweitert werden kann. In zwei Gebäudekomplexen sollen zudem rund 250 Plätze für Studenten entstehen.

Zunächst ist es wichtig, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für den Bau eines solchen Kombi-Projekts zu schaffen. Demnach muss ein entsprechender Bebauungsplan aufgestellt werden. „Dieser besteht nämlich für den entsprechenden Bereich noch nicht“, sagt Christoph Geitel vom städtischen Planungsamt. Derzeit sei das Areal als Grünfläche ausgewiesen. Das würde ein entsprechendes Votum der politischen Gremien voraussetzen. Da sich die Grünfläche im Besitz des Landes befindet, sind auch die liegenschaftlichen Voraussetzungen zu schaffen.

Sobald diese grundsätzlichen Fragen geklärt sind, soll das Studierendenwerk laut Vorschlag des Planungsamts einen städtebaulich-architektonischen Workshop durchführen. Nach Abschluss all dieser Regularien rechnet Joachim Wiese mit einer Projekt-Realisierung innerhalb von „16 bis 18 Monaten“.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6485036?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Pilotversuch: Caritasverband testet neue Qualitätskontrolle in Pflegeheimen
Weniger sinnloses dokumentieren von Pflegeleistungen, mehr Zeit für den Patienten. Darum geht es bei der neuen Qualitätskontrolle.
Nachrichten-Ticker