Jahreskonzert des „Sturm und Klang“-Gesangsensembles
Ein tierisches Vergnügen

Münster-GievenBeck -

Das Publikum war begeistert: Unter der Überschrift „Das Tier in Dir“ brannte der Chor „Sturm und Klang“ im Stein-Gymnasium ein Feuerwerk des modernen Gesangs ab.

Sonntag, 24.03.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 18:14 Uhr
Der Chor „Sturm und Klang“ bestritt sein fulminantes Jahreskonzert im Gievenbecker Stein-Gymnasium.
Der Chor „Sturm und Klang“ bestritt sein fulminantes Jahreskonzert im Gievenbecker Stein-Gymnasium. Foto: sn

„A-weema-weh, a-weema-weh, a-weema-weh, a-weema-weh. . .“ Nach diesen Silben war den Zuhörern im Freiherr-vom Stein-Gymnasium klar, was folgen würde: „The Lion Sleeps Tonight“, einer der ganz großen Hits der 60er-Jahre, im Original dargebracht von „The Tokens“. Am Samstagabend war der Chor „Sturm und Drang“ an der Reihe, um diesen Klassiker der Musikgeschichte zu zelebrieren. Er war der Auftakt eines fulminant-tierischen Konzerts.

„Uns gibt es schon seit 25 Jahren“, erklärte Schriftführer Jens Joest . Angefangen habe alles als Studentenchor. 35 Aktive gibt es derzeit, der Jahreshöhepunkt sei stets ein großes Konzert, das gemeinsam organisiert werde. Zum ersten Mal singe man im Freiherr-vom-Stein-Gymnasium. „Wir wussten nicht, wie viele heute kommen“, so Joest. Es war eine positive Überraschung: Der Andrang war schon eine halbe Stunde vor Beginn enorm. „Volles Haus“ konnte vermeldet werden.

Eine spannende Aufgabe für den Chor ist es auch jedes Mal, ein Thema für das große Konzert zu finden. Wenn das der Fall sei, dann gehe es immer sehr lustig zu: „Es macht Spaß“, sagt der Schriftführer. Kein Wunder, das Motto war dieses Mal recht ausgefallen. „Das Tier in Dir“, hieß es. Animalisch wurde es in jedem Song. „Wir werden heute vielen Tieren begegnen“, versprach Jens Joest.

„Ich bin heute das erste Mal bei einem Konzert des Chors“, bekannte eine Zuhörerin. „Ich wollte mir das mal anhören.“ Sie und alle anderen machten nicht nur die Bekanntschaft mit dem schlafenden Löwen zu Beginn des Abends.

„Sturm und Klang“ scheuten keine überraschenden musikalischen Wendungen. „Schau, die Sonne ist warm, und die Lüfte sind lau: Gehen wir Tauben vergiften im Park“, hieß es nämlich sodann: Der zynisch-heitere Song des Kabarettisten Georg Kreisler funktioniert nicht nur in Wien, sondern auch in Gievenbeck. Es folgte ein Werk des wohl bekanntesten Songwriter-Duos der Welt: John Lennon und Paul McCartney schrieben gemeinsam den „Blackbird“, der nun ins Stein-Gymnasium geflogen kam. Nach dem schwarzen Vogel folgte eine Komposition des kaum minder erfolgreichen Gespanns Benny Andersson und Björn Ulvaeus. Ihr „Eagle“ gehört zu den weniger bekannten „Abba“-Songs, der aber umso ergreifender rüberkam.

Die Bandbreite des Abends sollte dadurch keineswegs erschöpft sein. Ironisch wurde es bei „Rinderwahn“, im Original von Max Raabe, oder bei „Flunder gibt es immer wieder“, das viele von den „Wise Guys“ kennen. Stings „Fields of Gold“ war wiederum ein gelungener Griff in die Rockklassiker-Kiste.

Und dann kam er, fast so zwangsläufig wie der Schnee auf dem Kilimandscharo: Der Song, von dem „Toto“-Sänger Bobby Kimball einst sagte, er sei auf der ganzen Welt und sogar auf dem Mond Nummer-eins-Hit gewesen: „Africa“. Das Beste kam zum Schluss, auch beim Konzert von „Sturm und Klang“. Und ein Quoten-Tier war auch dabei, immerhin heißt es im Song ja: „The Wild Dogs Cry Out In The Night.“ „Das Tier in Dir“ war geweckt. „Sturm und Klang“ hatten die Pop- und Rockgeschichte einmal rauf und runter zelebriert. Eine Feier mit Musik, die tierischen Spaß machte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6493815?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Viel Lärm um eine kleine Terrasse
Geschlossen hat seit Kurzem der Biergarten des Landhauses Thiemann. Doch ohne Außengastronomie wollen Wirt Drago Medjedovic und seine Frau Lubiza die Gaststätte nicht betreiben.
Nachrichten-Ticker