Kassenbericht liegt nicht vor
Versammlung des FC Gievenbeck unterbrochen

Münster-Gievenbeck -

Mächtig Feuer unterm Dach und ein überraschend schnelles Ende: Das ist das Fazit der Mitgliederversammlung des 1. FC Gievenbeck am Freitagabend im Sportpark. Das Finanzbericht konnte nicht vorgelegt werden. Das hatte Gründe.

Sonntag, 31.03.2019, 17:48 Uhr
Jörg Rüsing stellte während der jüngsten Mitgliederversammlung des FC Gievenbeck einen Dringlichkeitsantrag.
Jörg Rüsing stellte während der jüngsten Mitgliederversammlung des FC Gievenbeck einen Dringlichkeitsantrag. Foto: Kay Böckling

Aufgrund eines Dringlichkeitsantrags, den der Vorsitzende Jörg Rüsing stellte, wurde die Versammlung nach gut 20 Minuten unterbrochen. Sie wird am 6. Mai ab 19.30 Uhr an gleicher Stelle fortgesetzt.

Hintergrund des Eilantrags war die Tatsache, dass der Bericht des kaufmännischen Leiters – bei anderen Vereinen firmiert dieser Tagesordnungspunkt unter „Kassenbericht“ – nicht vorlag. Nach eigenem Bekunden war es Jens Mecklenborg in seiner Funktion als kaufmännischem Leiter aufgrund „gesundheitlicher und familiärer Belastungen“ nicht möglich gewesen, die „obliegenden Abschlüsse fristgerecht zu unserer heutigen Jahreshauptversammlung fertigzustellen“.

Somit sei es ihm auch nicht möglich, den Mitgliedern „einen seriösen Bericht vorzustellen und belastbare Zahlen zu präsentieren, die es den Mitgliedern ermöglichen, den Vorstand zu entlasten“. Gleichlautende Formulierungen waren auch Inhalt des von Rüsing vorgetragenen Dringlichkeitsantrags.

Schließlich war es Uwe Peppenhorst, der das Wort ergriff. Er zeichnete bis vor drei Jahren für die Finanzen des Gievenbecker Sportvereins verantwortlich und erklärte 2016 während einer vielbeachteten Mitgliederversammlung seinen Rücktritt. Er forderte die Bildung eines „vierköpfigen Gremiums“, das doch bitte die aktuellen Zahlen des Vereins überprüfen möge.

Man könne nichts überprüfen, was nicht in ausreichendem Maße vorliege, entgegnete Rüsing. Zudem habe er einen Dringlichkeitsantrag gestellt, über den es abzustimmen gelte. „Dann stelle ich meinen Antrag auch als Dringlichkeitsantrag“, forderte Peppenhorst.

Das wiederum nötigte den Vorsitzenden zu der Aussage: „Das finde ich in höchster Weise infam. Das ist ein Misstrauensantrag gegenüber Jens Mecklenborg, der sich nicht rechtfertigen kann.“ Letztlich stimmten die Mitglieder – bei spürbar aufgeheizter Stimmung – mehrheitlich für Rüsings Eilantrag. Weiter geht es also am 6. Mai.

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