Aktionstag in der Waldorfschule
Drei Bienenvölker im Schulgarten

Münster-Gievenbeck -

Die Bienen sind aus ihrer Winterruhe erwacht. Etwa 10 000 bis 25 000 von den kleinen Tierchen leben derzeit wieder in drei Bienenvölkern, die im Garten der Waldorfschule beheimatet sind.

Montag, 01.04.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 02.04.2019, 17:32 Uhr
Dominik Cicorella (r.) erklärte, wie der Honig in die Wabe kommt.
Dominik Cicorella (r.) erklärte, wie der Honig in die Wabe kommt. Foto: sn

„Ab zwölf Grad fliegen sie“, erklärte Olaf Bader . Er und viele engagierte Eltern führten am Samstag einen Aktionstag durch. Jeder, der Lust hatte, konnte mitmachen. Ganz im Mittelpunkt standen natürlich die Bienen.

Die drei Völker seien gerade von einer Imkerin aus Roxel gekauft worden, sagte Bader. Noch ist die neue Umgebung für sie fremd. Sie schwirren etwas nervöser als sonst um den Bienenstock herum, aber sie tun keinem etwas. „Langsam an ihnen vorbeigehen“, riet Dominik Cicorella, „das mögen sie.“ Den Kindern erklärte er, wie eine Wabe aufgebaut ist und wie Honig entsteht.

„Naschen ist erlaubt“, sagte Bader. Allerdings sei es noch früh im Jahr. Es würden schon Pollen gesammelt, aber die Honigernte komme erst später. Wobei: „Wir legen Wert auf natürliche Lebensbedingungen und nicht so sehr auf einen möglichst hohen Honigertrag.“ Das bedeute auch, dass am Ende des Jahres etwas davon in der Wabe verbleibe: Honig sei nämlich die beste Winternahrung für die Bienen.

Im Frühling würden die in einem Umkreis von drei Kilometern umherfliegen, meinte Bader. Grund genug, etwas für eine bienengerechte Umwelt zu tun. „Wir pflanzen heute 180 Stauden an“, sagte Gartenbaulehrerin Claudia Westerbarkey-Shierl. Lavendel war dabei, Katzenminze und die Küchenschelle. Das sei wie ein kleines Paradies für die Bienen. Allerdings stellte sie klar: Pflücken ist verboten, auch wenn die Pflanzen in der Vase gut aussähen.

Die Waldorfschule, die im März für ihr Engagement bereits den „Umweltpreis Bienen“ der Landwirtschaftskammer NRW bekommen hat, will sich weiter für das Thema einsetzen. Hinter der Schule würden noch Obstbäume angepflanzt, kündigte Olaf Bader an. Für die Bienen ist die Nahrung gesichert: „Von März bis Oktober: Immer blüht etwas anderes“, sagte Westerbarkey-Shierl.

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