Wohnanlage am Heekweg saniert
Platz für 331 Studenten

Münster-Gievenbeck -

Ein Finanzvolumen von insgesamt 16 Millionen Euro, eine rund eineinhalbjährige Bauzeit und daraus resultierend 331 Wohnplätze für Studenten – das sind die reinen Fakten der nun abgeschlossenen Sanierung der Wohnanlage Heekweg, die vom Studierendenwerk betrieben wird. Doch dahinter steckt noch viel mehr.

Mittwoch, 03.04.2019, 18:20 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 19:04 Uhr
Willkommen in der umgebauten und sanierten Wohnanlage Heekweg: Achim Wiese (r.) und Frederick Beilicke führten die interessierten Gäste der offiziellen Einweihungsfeier durch die Immobilie.
Willkommen in der umgebauten und sanierten Wohnanlage Heekweg: Achim Wiese (r.) und Frederick Beilicke führten die interessierten Gäste der offiziellen Einweihungsfeier durch die Immobilie. Foto: Kay Böckling

Die Fertigestellung der Arbeiten nahm Achim Wiese , stellvertretender Geschäftsführer des Studentenwerks, während eines Festakts am Mittwochnachmittag zum Anlass, sichtlich entspannt durchzuatmen und gleichzeitig in die Zukunft zu schauen. Schließlich habe man mit dem nun begonnenen Umbau der Wohnanlage am Gescherweg ein nächstes Projekt vor der Brust, das „die dreifache Größe dieser nun fertiggestellten Anlage hat“.

Vor zahlreichen Gästen verwies auch Frederick Beilicke , Leiter des Gebäudemanagements beim Studierendenwerk, auf die vergangenen Jahre: „Von den ersten Planungen im November 2016 bis zum Baubeginn im Oktober 2017 verging nur ein Jahr und vom Baubeginn bis zu den Erstbezügen nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wiederum nur ein Jahr.“ Dass man unter „sehr schwierigen Rahmenbedingungen, dann ohne jegliche Abstriche in der Qualität“ im Zeit- und Budgetplan blieb, sei keine Selbstverständlichkeit.

Stadt in die Pflicht genommen

Auch Wiese blickte zurück und dankte in diesem Zusammenhang dem Land für seine Förderungen in Höhe von 6,4 Millionen Euro. Nur so sei es möglich gewesen, einen „absolut nachhaltigen KfW-70-Standard realisieren zu können“.

Erfreut zeigte sich auch Bürgermeister Gerhard Joksch. Er nahm die Feierlichkeiten zum Anlass, die Stadt Münster in die Pflicht zu nehmen: „Die Versorgung mit Wohnraum für Studenten in Münster ist denkbar schlecht.“ Hier wäre die Stadt gut beraten, selbst einmal tätig zu werden.

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Die Wohnanlage für Studenten am Heekweg ist vom Studierendenwerk in den vergangenen eineinhalb Jahren für insgesamt 16 Millionen Euro saniert worden. Foto: Kay Böckling

Die Wohnanlage am Heekweg wurde 1977 gebaut. Nach 45 Jahren Nutzung entsprachen nach Auskunft des Studierendenwerks die Wohnräume, die Bäder und auch die Kocheinrichtungen keinen aktuellen Wohnstandards mehr. Zudem seien sie auch technisch zunehmend in unvermietbarem Zustand gewesen. Hinzu kam eine veraltete und schadhafte Haustechnik, unzureichender Brandschutz und eine zunehmende Schadstoffbelastung durch schadhafte PVC-Flächen.

Nistkästen für Fledermäuse und Mauersegler

„Die Haustechnik wurde genauso erneuert, wie die Fenster, die eine neue Wärmedämmung erhielten. Zudem wurde auch eine neue zentrale Be- und Entlüftungstechnik eingebaut, mit der jetzt auch in dieser Wohnanlage erstmals Abwärme zur Energierückgewinnung genutzt werden kann“, so Gisbert Schmitz, Pressesprecher des Studentenwerks.

Die Freizeiträume im Erdgeschoss und Kellergeschoss wurden in ihrer Lage leicht umorganisiert und mit neuen nutzerfreundlicheren Zugängen ausgestattet. „Darüber hinaus wurde für die neue Fassade auch ein neues und frisches Farbkonzept realisiert“, so das Studentenwerk. Auch für den Naturschutz wurde etwas getan: Im Rahmen der Fassadenerneuerung wurden auch neue Nistkästen für Fledermäuse und Mauersegler eingebaut.

Größen und Mieten

143 möblierte Einzelappartements und 108 unmöblierte Einzelappartements mit je 17 Quadratmetern Netto-Nutzfläche. Warmmiete laut Studierendenwerk-Angaben: unter 300 Euro.

Elf Einzel-Appartements als Treppenpodest-Zimmer mit je 23 Quadratmetern Nutzfläche. Warmmiete: bis unter 340 Euro.

66 Doppelappartements für Zweier-WGs mit je 52 Quadratmetern. Warmmiete: bis 730 Euro.

Eine Drei-Zimmer-Wohnung für eine Dreier-WG mit 80 Quadratmetern. Warmmiete: 980 Euro.

Alle Mieten verstehen sich zudem inklusive freiem Breitband-Internet und TV-Anschluss.

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