Antrag der CDU
Neuen Grundschul-Standort prüfen

Münster-Nienberge -

Einen spektakulären Denkanstoß gibt es von der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) West. Was wäre, wenn die Grundschule in Nienberge von der Kirmstraße zur Feldstiege verlegt würde?

Donnerstag, 04.04.2019, 17:06 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 18:05 Uhr
Sie wollen von der Stadt wissen, ob ein Neubau der Grundschule an der Feldstiege möglich ist (v.r.): Meik Bruns, Vorsitzender der Ortsunion Nienberge, sowie den beiden Bezirksvertretern Ingeborg Hißmann und Markus von Diepenbroick-Grüter.
Sie wollen von der Stadt wissen, ob ein Neubau der Grundschule an der Feldstiege möglich ist (v.r.): Meik Bruns, Vorsitzender der Ortsunion Nienberge, sowie den beiden Bezirksvertretern Ingeborg Hißmann und Markus von Diepenbroick-Grüter. Foto: sn

Die Christdemokraten bitten die Stadt in einem Antrag zu prüfen, ob eine solche Verlagerung der Nienberger Grundschule in das neu zu erwartende Baugebiet möglich ist. Eine Perspektive sehen sie auch in der Einbeziehung des SC Nienberge. Ein „Schul- und Sportzentrum“ könnte so entstehen.

Das Ganze basiert auf den Vorschlägen der Nienberger selbst. Jüngst hat es die Zukunftswerkstatt im Stadtteil gegeben, in der die Bürger ihre Vorstellungen für den Ort formulieren konnten. „Sie hatte eine große Resonanz“, sagt Meik Bruns , der Vorsitzende der Ortsunion. „Im Vorstand haben wir uns mit den Ergebnissen beschäftigt.“ Im Mittelpunkt steht die Anregung, die Grundschule neu zu bauen.

Nienberge und Häger, so steht es in dem nun formulierten Antrag, würden sich durch Neubaugebiete in den nächsten Jahren entwickeln und dementsprechend vergrößern. Die Kapazität der Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule würde an dem vorhandenen Standort auf Dauer nicht ausreichen, um die Schülerzahl aufzunehmen. Zudem sei die Schule in großen Teilen renovierungsbedürftig.

Schon jetzt, sagt Ingeborg Hißmann von der Ortsunion, gebe es große Verkehrsprobleme an der Kirmstraße, etwa wenn Schüler morgens mit dem Auto gebracht würden, oder aber im Zuge von Veranstaltungen im Kulturforum. Zudem gebe es auch räumliche Engpässe. „Wir können nicht mehr warten“, sagt Ingeborg Hißmann. Bereits im nächsten Schuljahr ist eine Dreizügigkeit für die Schule geplant. Ein weiteres Ansteigen der Schülerzahlen ist bei der Realisierung der Baugebiete und der dann notwendigen Vierzügigkeit zu erwarten.

Michael Kaulingfrecks , der Leiter der Nienberger Grundschule, kann sich mit der Idee eines Neubaus an der Feldstiege anfreunden: „Das hat Charme“, meint er. Solch ein Projekt biete ein „riesiges Entwicklungspotenzial“. Allerdings: Im Sommer schon sollen die Planungen für einen Erweiterungsbau am jetzigen Standort erfolgen.

Der soll den größer werdenden Offenen Ganztag beherbergen. Das Schulgebäude, so ist es nach derzeitigem Stand vorgesehen, wird bis zur Flamenstraße verlängert, die jetzige Hausmeisterwohnung müsste dafür weichen. Wenn die politischen Gremien nun aber verbindlich entscheiden würden, dass der Neubau an der Feldstiege komme, so Kaulingfrecks, dann könne man die bisherigen Planungen auch auf Eis legen. Man müsse dann nicht doppelt planen.

Dabei, so betonen die Initiatoren, handelt es sich zunächst um einen Prüfauftrag an die Stadt. „Wir wollen wissen, was geht und was nicht geht“, sagt Bezirksvertreter Markus von Diepenbroick-Grüter. Der sieht auch eine Chance in „Synergieeffekten“, die eine Schule an der Feldstiege hätte. Der SC Nienberge plant schon längere Zeit, Räume für den Breitensport an die bestehende Mehrzweckhalle anzubauen. Der zweite Vorsitzende Manfred Wilhelmer hatte bereits vor einigen Wochen erklärt, dieses Vorhaben eventuell zurückzustellen, sollte – wie berichtet – ein eigenes Schul- und Sportzentrum errichtet werden.

Und was passiert mit dem alten Standort? Das solle noch offen gelassen werden, sagt von Diepenbroick-Grüter. Eine Möglichkeit, die die Christdemokraten in der Diskussion sehen, sei etwa, dort Wohnungen zu bauen, auch seniorengerechte. Und das Kulturforum? Soll es mit umziehen? Man wolle mit den Beteiligten reden, so Ingeborg Hißmann.

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