Berufsinformationsbörse am „Stein“
Es muss nicht immer Uni sein

Münster-Gievenbeck -

Zur Berufsinformationsbörse hat das Stein-Gymnasium die Klassen neun bis elf eingeladen. Die schuleigene Aula beheimatet an diesem Dienstagmorgen zahlreiche Stände, an denen es Wissenswertes zu diversen Jobs gibt.

Dienstag, 30.04.2019, 16:51 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 18:04 Uhr
Der Info-Stand der Polizei ist bei der Informationsbörse am Stein besonders gut frequentiert. Derweil erklärt Stefanie Schäfer von der Fachhochschule Münster (kl. Foto, r.) den beiden Zehntklässlerinnen Friederike Jahnke (Mitte) und Jane Hilgering (l.) die Funktionsweise des kleinen Roboters.
Der Info-Stand der Polizei ist bei der Informationsbörse am Stein besonders gut frequentiert. Derweil erklärt Stefanie Schäfer von der Fachhochschule Münster (kl. Foto, r.) den beiden Zehntklässlerinnen Friederike Jahnke (Mitte) und Jane Hilgering (l.) die Funktionsweise des kleinen Roboters. Foto: Kay Böckling

Gebannt schauen Friederike Jahnke und Jane Hilgering auf den Monitor eines kleinen Tablets, mit dem sie einen ebenso kleinen Roboter steuern können. Ein paar Meter weiter hat sich am Stand der Polizei eine regelrechte Traube von Interessenten gebildet. Das sind nur zwei kurze Eindrücke, die der Betrachter bei der Berufsinformationsbörse des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums bekommt. Die schuleigene Aula beheimatet an diesem Dienstagmorgen zahlreiche Stände, an denen es Wissenswertes zu diversen Jobs gibt.

Die Börse bietet einen Querschnitt durch die Berufswelt. Das Handwerk ist ebenso vertreten wie die Krankenpflege, es geht um Marketing und Medien bis hin zu dualen Studienplätzen in der Wirtschaftsinformatik. Angesprochen sind die Gymnasiasten der Jahrgangsstufen neun bis elf. Knapp 350 Schüler profitieren so von diesem Angebot.

„Alle zwei Jahre veranstalten wir eine solche Informationsbörse“, sagt Sarah Balke , die für die Koordination bei der Berufsorientierung am Stein-Gymnasium mitverantwortlich zeichnet. „Das Schöne an der Veranstaltung ist der direkte Kontakt der Schüler zu den jeweiligen Unternehmen oder Institutionen“, so die Pädagogin. Einige Firmen hätten auch Auszubildende als Ansprechpartner mitgebracht: „Da ist häufig auch die Hemmschwelle ein wenig niedriger, einfach einmal nachzufragen.“

Die Börse biete neben der Information auch die Möglichkeit, bei Bedarf erste Kontakte zu knüpfen, um später vielleicht in dem ins Auge gefassten Beruf eine Ausbildung machen zu können. Apropos Ausbildung: Nach dem Abitur streben längst nicht mehr alle Schüler in Richtung Studium und Uni. Sarah Balke: „Wir haben in diesem Jahr extra darauf geachtet, dass wir Handwerker mit dabei haben, unter anderem ist die Handwerkskammer vertreten.“ Man versuche sich weiter in der Breite aufzustellen.

Gero Mogs ist Elternvertreter und von dem Angebot begeistert: „Für uns ist das sehr wichtig, dass die Schüler in einem lockeren Umfeld und einer ungezwungenen Atmosphäre einen ersten Eindruck davon bekommen, von dem man sonst nicht soviel hört.“

Nicht minder angetan sind Friederike Jahnke und Jane Hilgering aus der Jahrgangsstufe zehn. Die beiden haben im vergangenen Jahr bereits ein Praktikum absolviert – und nicht zwingend ihren Traumberuf kennengelernt, wie Friederike sagt. Sie schnupperte in ein Architekten-Büro hinein. „Ich habe gemerkt, dass das nicht so mein Ding ist.“

Auch wenn bei der aktuellen Börse das Angebot breit gefächert ist, würde sie sich noch weitere Anbieter wünschen: „Vielleicht etwas mit Tieren oder ein breiteres medizinisches Spektrum.“ Eine genaue Vorstellung, was sie später einmal machen wollen, haben die beiden Jugendlichen noch nicht. Aber genau dafür sei eine solche Börse ja da.

Unterdessen hat sich die Traube am Polizeistand ein wenig gelichtet. Zeit, um dort nachzufragen. „Der Beruf des Polizeibeamten ist ein Beruf, der die Jugendlichen und jungen Erwachsenen absolut fasziniert“, sagt Thomas Meyer, Einstellungsberater der Kreispolizeibehörde Coesfeld. Und wie erfolgt der Einstieg? „Durch ein dreijähriges duales Studium an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung. Wir stellen jedes Jahr 2500 Studenten ein und das generieren wir aus einer Bewerberzahl, die sich jedes Jahr zwischen 10 000 und 11 000 bewegt.“

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