Neubau der Gärtnerunterkunft
Es bleibt bei 1,375 Millionen Euro

Münster-Gievenbeck -

Nun wird es doch deutlich teurer, als es sich die Mitglieder der Bezirksvertretung (BV) Münster-West parteiübergreifend vorgestellt haben. Die Rede ist vom Neubau einer Gärtnerunterkunft im neuen Oxford-Quartier.

Montag, 27.05.2019, 17:52 Uhr aktualisiert: 28.05.2019, 18:00 Uhr
Die alte Feuerwache, in der Mitarbeiter des Grünflächenamts stationiert sind, entspricht nicht mehr den Standards. Ein Umzug des Stützpunkts ins neue Oxford-Quartier ist laut Verwaltung unumgänglich.
Die alte Feuerwache, in der Mitarbeiter des Grünflächenamts stationiert sind, entspricht nicht mehr den Standards. Ein Umzug des Stützpunkts ins neue Oxford-Quartier ist laut Verwaltung unumgänglich. Foto: Kay Böckling

Während die städtische Verwaltung – wie berichtet – Kosten in Höhe von 1,375 Euro veranschlagt, sprach sich die BV jüngst auf Vorschlag der SPD einstimmig dafür aus, den Betrag auf unter einer Millionen Euro zu deckeln. Dieser Empfehlung folgte der Rat in seiner Sitzung nicht.

Derzeit sind die Mitarbeiter des Grünflächenamts, die für die öffentlichen Grün- und Sportflächen im Bereich Gievenbeck zuständig sind, im ehemaligen Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr an der Gievenbecker Reihe stationiert. Da das Gebäude starke bauliche Mängel aufweist und zudem nicht mehr den erforderlichen Standards genügt, ist ein Umzug des Quartiers vorgesehen.

Die angesetzten Kosten erschien den Mitgliedern der BV West deutlich zu hoch. CDU-Mann Markus von Diepenbroick-Grüter rechnete aus eigener Erfahrung vor, dass eine entsprechende Halle auch mit 600 000 Euro zu verwirklichen sei: „In diesem Fall hätte man schon mit Goldkante gebaut.“ Ergo setzte sich der SPD-Vorschlag mit der Deckelung durch.

Matthias Peck , Dezernent für Wohnungsversorgung, Immobilien und Nachhaltigkeit, verteidigte indes nun vor dem Rat die veranschlagten Kosten. Er vermutete in einer Stellungnahme, dass der Begriff „Gärtnerunterkunft“ und die Interpretation zu Missverständnissen geführt haben könnten.

Peck stellte noch einmal den geplanten Umfang der neu zu bauenden Immobilie vor. Insgesamt entspreche die Anlage einem „gewerblichen Landschaftsbaubetrieb mittlerer Größe“ und gehe deutlich über das, was man sich unter dem Begriff „Gärtnerunterkunft vorstelle, hinaus. Peck bediente sich eines Vergleichs zu einer bestehenden Unterkunft „Am hohen Ufer“: Dort sei ein einfaches aber solides Gebäude in funktionalem Baustandard errichtet worden.

„Wir sind weiterhin der Ansicht, dass dieses Gebäude deutlich günstiger zu errichten ist“, so die erste Reaktion des CDU-Vorsitzenden in der BV West, Peter Wolfgarten. Dass der Rat die Entscheidung der BV negiert habe, „müssen wir so hinnehmen, wir haben diesbezüglich ja eher eine beratende Funktion“. Dennoch ist er der Meinung: „In unseren Reihen gibt es viel berufliches Potenzial – Architekt oder Bauleiter – um solche Sachverhalte auch beurteilen zu können.“

Erwartungsgemäß reagierte Beate Kretzschmar, Fraktionsvorsitzende der SPD in der BV West mit viel Unverständnis: „Natürlich freue ich mich als Kommunalpolitikerin für den Westen, wenn die Stadt in Gievenbeck für die Menschen investiert. Dass die Stadt jetzt aber für eine Gärtnerunterkunft an der Gievenbecker Reihe 1,375 Millionen ausgeben will, macht mich fassungslos.“

Geplant seien 327 Quadratmeter an Räumen und Hallenfläche, hinzu kämen überdachte Lagerflächen von 140 Quadratmetern und 1250 Quadratmeter teilweise befestigte Flächen. „Die Verwaltung hat im Rat vorgerechnet, das seien nur Baukosten von 1700 Euro pro Quadratmeter. Wie sie darauf kommt, ist mir schleierhaft. Da ist leider kein Sparwille erkennbar“, so Kretzschmar, die auch noch einen Seitenhieb in Richtung des politischen Gegners loswird: „Es wird wieder mal deutlich, dass insbesondere die CDU – wie bei Schwimmbad-Frage – mit zweierlei Zungen spricht.“

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