Neuer Geschäftsführer beim FC Gievenbeck
Das Ja-Wort zur Hauptamtlichkeit

Münster-Gievenbeck -

Der finanziell wieder ins Schleudern geratene 1000 Mitglieder starke 1. FC Gievenbeck stellt zum 1. Juli mit dem 55-jährigen Stefan Grädler einen hauptamtlichen kaufmännischen Leiter ein, der die Geschäftsstelle führen und aus ihr heraus eine neue Ära in Sachen Wirtschaftlichkeit und interner Verlässlichkeit prägen soll.

Mittwoch, 29.05.2019, 16:28 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 17:38 Uhr
Der Vorstand des 1. FC Gievenbeck mit seinem neuen hauptamtlichen Geschäftsführer (v.l.): Markus Scharf, Jörg Rüsing, Stefan Grädler und Carsten Becker.
Der Vorstand des 1. FC Gievenbeck mit seinem neuen hauptamtlichen Geschäftsführer (v.l.): Markus Scharf, Jörg Rüsing, Stefan Grädler und Carsten Becker. Foto: Thomas Austermann

Was auf den ersten Blick mutig oder gar gewagt wirkt, beschreibt Jörg Rüsing, der kürzlich im Amt bestätigte Vorsitzende des 1. FC Gievenbeck , als „längst fällige Notwendigkeit“ für die Weiterentwicklung des Clubs. Der sei alleine durch ehrenamtlich Tätige nicht mehr zu steuern und bekenne sich offensiv zur Hauptamtlichkeit.

Der finanziell wieder ins Schleudern geratene 1000 Mitglieder starke Verein stellt zum 1. Juli mit dem 55-jährigen Stefan Grädler einen hauptamtlichen kaufmännischen Leiter ein, der die Geschäftsstelle führen und aus ihr heraus eine neue Ära in Sachen Wirtschaftlichkeit und interner Verlässlichkeit prägen soll.

„Wir sind froh, einen so renommierten Vertreter der Fußballszene für uns gewonnen zu haben“, sagte Vorsitzender Rüsing, dessen Vorstandsteam nun vierköpfig und komplett ist. Der Münsteraner Grädler, im SC Preußen Münster einst auch Trainer des neuen FCG-Sportleiters Carsten Becker, erfülle zu „hundert Prozent das gewünschte Profil“.

Der Fußballlehrer Stefan Grädler hat schließlich nicht nur als Coach gearbeitet, sondern auch als Geschäftsführer (beim SC Preußen), als Sportlicher Leiter (bei RW Ahlen in der 2. Liga und in Rödinghausen) sowie in der freien Wirtschaft.

In Münster und drum herum ist er bestens vernetzt. „Jede notwendige Verbesserung im Verein beginnt auf der Geschäftsstelle“, sagte Rüsing überzeugt und erwartet „eine Aufbruchstimmung“ sowie neue Konsequenz in den Strukturen und eine bessere interne Kommunikation. „Wir haben Potenzial im FCG. Das gilt es zu wecken.“

Grädler reizt es, „in einem so großen Stadtteilverein zu starten“ in einer Zeit, „in der viele Clubs an die Grenzen ihrer ehrenamtlichen Strukturen stoßen. Ich empfinde die Aufgabe als sehr spannend.“ Zuerst werde er sich einarbeiten und im Verein bekannt machen. „Das Wichtigste ist doch, die Leute hier mitzunehmen.“ Mittelfristig wolle er seine Kontakte nutzen „auch in Richtung neuer Sponsoren.“

Es gibt viel zu tun: Der FCG wünscht sich ja angesichts seiner aktuell 30 Mannschaften eine infrastrukturelle Aufwertung seiner großen Anlage etwa durch einen zweiten Kunstrasenplatz.

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