Baustraße Oxford-Quartier
Zentrum von Lastverkehr verschont

Münster-Gievenbeck -

Plötzlich war er da – und das für viele überraschend. Die Rede ist vom Bauzaun an der Gievenbecker Reihe sowie an der Straße Bernings Kotten, der die jüngst angelegte Trasse für die neue Baustraße für das zu entwickelnde Oxford-Quartier (wir berichteten) vor unbefugtem Betreten sichert.

Freitag, 28.06.2019, 18:35 Uhr aktualisiert: 30.06.2019, 14:04 Uhr
An diesem Punkt trifft die neue Baustellenstraße auf die Gievenbecker Reihe.
An diesem Punkt trifft die neue Baustellenstraße auf die Gievenbecker Reihe. Foto: Kay Böckling

Die Maßnahme des Tiefbauamts war wohl den wenigsten bekannt, Fragen stellten sich neben den Anwohnern auch die Kommunalpolitik. Die SPD , Bündnis 90/ Die Grünen und die Linke in der Bezirksvertretung Münster-West entwickelten daraufhin einen Fragenkatalog, zu dem das Tiefbauamt nun ausführlich Stellung bezog.

So handelt es sich bei der Baustraße um eine Einbahnstraße. Genutzt wird sie vom Bauverkehr vom Berningskotten aus in Richtung Gievenbecker Reihe, in die die neue Verbindung mündet. Die Zufahrt erfolgt über die Roxeler Straße. Das wird dann auch zur Folge haben, dass der Arnheimweg sowie die Ortsmitte Gievenbecks nicht vom Baustellenverkehr betroffen sind.

Zu einer von den Fragestellern befürchteten Beeinträchtigung des öffentlichen Personennahverkehrs wird es nach Auskunft des münsterischen Tiefbauamts nicht kommen.

Durchschnittlich rechnet die Verwaltung mit circa 20 Lkw pro Tag, in Spitzenzeiten könnten es aber auch bis zu 40 Lkw sein. Da die bestehende Zentralstraße aus denkmalgeschütztem Natursteinpflaster besteht, wird es „in Teilen durch eine Absperrung vor dem Befahren gesichert, um den jetzigen Zustrand zu erhalten“.

Ein auch von einigen Anwohnern angeführter Aspekt ist die Sicherheit der schwächeren Verkehrsteilnehmer speziell im Bereich Gievenbecker Reihe. „Die Nutzer der Baustellenstraße müssen vor der Gievenbecker Reihe an einem Stopp-Schild halten“, schreibt das Fachamt. Eine Beschilderung weise auf den Radverkehr hin. Die Fahrtrichtung Roxeler Straße sei festgeschrieben. Ein problemloses Einbiegen auf die Gievenbecker Reihe sollen sogenannte Schleppkurven garantieren, die durch das planende Büro geprüft und berücksichtigt worden seien.

Die bereits erwähnte Einbahnstraßen-Regelung kam auch den Sozialdemokraten in den Sinn. Sie schlugen allerdings vor, diese von der Gievenbecker Reihe in Richtung Bernings Kotten zu führen.

Die von der Verwaltung gewählte Variante berücksichtigt allerdings den Unfallschwerpunkt Roxeler Straße / Gievenbecker Reihe: „Die meisten Unfälle ereignen sich hier bei der Fahrbeziehung Roxeler Straße – Gievenbecker Reihe“, schreibt das Tiefbauamt. Und: „Auch das links Einbiegen in die Baustellenstraße im schlecht einsehbaren Kurvenbereich wurde als kritisch gesehen, zumal viele Radfahrer verkehrswidrig den vorhandenen Geh- und Radweg ab dem Arnheimweg in nördlicher Fahrtrichtung gegenläufig nutzen und nicht auf die Fahrbahn wechseln.“

Die Planung sei mit Polizei und Ordnungsamt abgestimmt worden.

Abschließend schreibt die Fachverwaltung: „Durch die dauerhaft und nicht temporär wechselnde Baustellenerschließung wird erwartet, dass sich alle Verkehrsteilnehmer an die Situation gewöhnen und dadurch eine verkehrssichere Abwicklung der Großbaustelle zu erwarten ist.

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