Nachwuchslandwirte säen Blumenstreifen
Kinder sorgen für Blütenpracht

Münster-Gievenbeck -

Hen­drik Dieckmann ist Landwirt und zeigt den Jungen und Mädchen, wie das so geht mit der Landwirtschaft. Als neuestes Projekt hat er zusammen mit den 20 „Nachwuchsbauern“ des Natur- und Gartenkindergartens „Wurzelkinder“ sogenannte „Blühstreifen“ gesät.

Donnerstag, 11.07.2019, 17:24 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 15:40 Uhr
Susanne Schule Bockeloh (r.) vom Landwirtschaftlichen Kreisverband, Landwirt Hendrik Dieckmann und „Wurzelkinder“-Leiterin Christiane Kawon (hinten l.) freuten sich mit den Jungen und Mädchen über die Blühstreifen am Rande der Felder.
Susanne Schule Bockeloh (r.) vom Landwirtschaftlichen Kreisverband, Landwirt Hendrik Dieckmann und „Wurzelkinder“-Leiterin Christiane Kawon (hinten l.) freuten sich mit den Jungen und Mädchen über die Blühstreifen am Rande der Felder. Foto: sn

Hen­drik Dieckmann ist Landwirt, und die Kindergartenkinder der „Wurzelkinder“ sind immer begeistert, wenn sie ihn sehen. „Er ist für sie fast wie ein Popstar“, sagt Susanne Schulze Bockeloh, Kreisvorsitzende des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband (WLV).

Dieckmann zeigt den Jungen und Mädchen, wie das so geht mit der Landwirtschaft. Als neuestes Projekt hat er zusammen mit den 20 „Nachwuchsbauern“ des Natur- und Gartenkindergartens „Wurzelkinder“ sogenannte „Blühstreifen“ gesät.

Sie haben eine wichtige ökologische Funktion. „Sie bieten Nahrung für Insekten und Lebensraum für Wildtiere“, erläuterte Schulze Bockeloh, die sich gemeinsam mit den Kindern das blühende Ergebnis der Aussaat betrachtete.

Malven, Ringelblumen, Buchweizen und Koriander sind nur einige Pflanzen, die inzwischen prächtig gediehen sind. Im April hatten die Jungen und Mädchen gemeinsam mit Dieckmann ausgesät. Der Landwirt lockerte den Boden, und die Kinder konnten die Blühmischung, die die Stiftung Westfälische Kulturlandschaft gespendet hatte, nach Herzenslust auf die Erde werfen. Ein wirklich tolles Erlebnis für sie. Insgesamt blühen durch den Einsatz der „Wurzelkinder“ ganze 20 000 Quadratmeter auf den Feldern von Hendrik Dieckmann.

Die Kinder seien schon häufiger Gast auf dem landwirtschaftlichen Betrieb gewesen, erläuterte die Kindergarten-Leiterin Christiane Kawon. Mal konnten sie sehen, wie groß eine Sonnenblume wird und mal fühlen, wie rau die Zunge einer Kuh ist. Echte Fans sind sie nun von Dieckmann geworden, der anscheinend immer neue Attraktionen für sie hat.

Schulze Bockeloh freute sich, dass der junge Landwirt an der kreisübergreifenden Aktion  „Blühendes Band durch Bauernhand“ teilgenommen hat, in dessen Rahmen stadtweit insgesamt zwölf Hektar Blühstreifen entstanden sind, was etwa einem Umfang von 18 Fußballfeldern entspricht.

„Jeder kann aber auch etwas selber tun“, meinte Susanne Schulze Bockeloh. Wildblumenmischungen können auch im Garten gesät werden und sorgen für Reichtum an Pflanzenarten, der wiederum Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele weitere Insekten anlockt. In der Regel handelt es sich um einjährige Pflanzen, sodass im nächsten Jahr die Blühstreifen an anderer Stelle ausgesät werden können.

Genau wie bei Landwirt Dieckmann. „Die Aktion hat sich wunderbar etabliert“, sagte die Kreisvorsitzende. Im Kreisverband und in Gievenbeck soll sie weitergehen. Die Kinder freuen sich schon auf ein Wiedersehen mit „ihrem“ Popstar.

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