Fußball-Talentschuppen des 1. FC Gievenbeck
Jedes Kind bekommt einen Pokal

MÜNSTER-GIEVENBECK -

Mal nach Herzenslust Kicken, das können Kinder bis Freitag auf dem Gelände des 1. FC Gievenbeck. Dazu gehört allerdings auch Disziplin.

Mittwoch, 21.08.2019, 05:30 Uhr
Alles dreht sich beim Fußball-Talentschuppen des 1. FC Gievenbeck um den Ball. Bis Freitag haben dabei 104 Kinder Spaß auf dem Vereinsgelände am Gievenbecker Weg. Elf Mädchen sind mit dabei.
Alles dreht sich beim Fußball-Talentschuppen des 1. FC Gievenbeck um den Ball. Bis Freitag haben dabei 104 Kinder Spaß auf dem Vereinsgelände am Gievenbecker Weg. Elf Mädchen sind mit dabei. Foto: jans

Willste den Zahn behalten?“ fragt Christian „Lüde“ Wielers den Steppke neben ihm. Der Junge im Fußballtrikot schaut prüfend auf den Milchzahn, der ihm während des Gekickes beim Fußball-Talentschuppen auf der Anlage des 1. FC Gievenbeck schlicht ausgefallen ist. Er nickt knapp, steckt den Zahn ein – und stürzt sich auf das Snack-Büfett am Spielfeldrand.

Wielers leitet zusammen mit Carsten Becker und Patrick Hartung die noch bis Freitag (23. August) laufende Veranstaltung des 1. FC Gievenbeck. Es ist der zweite Talentschuppen „nach Scotty“, denn viele Jahre organisierte die lokale Fußball-Legende Scotty Pieper die Veranstaltung. Er versprach, auch weiter mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.

Der Beliebtheit des Fußballcamps hat der Wechsel an der Spitze offenbar nicht geschadet. 104 Kinder – davon elf Mädchen – stürmen und dribbeln in dieser Woche von 9.30 bis 15.30 Uhr auf dem Sportgelände des 1. FC Gievenbeck am Gievenbecker Weg. Fünf bis 13 Jahre sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer alt. 18 Trainer kümmern sich in sieben Gruppen sie.

Spiel-Wünsche

„Wir möchten, dass die Kinder Spaß haben“, betont Wielers. Eine klare Absage erteilt er in diesem Zusammenhang dem Leistungsprinzip beim Ferienkick. Natürlich gehe es im normalen Fußballbetrieb des Vereins auch immer um Fußballkönnen, so Wielers ergänzend, aber die Kinder-Kicker seien diesen Zwängen nicht unterworfen. Auch auf Spiel-Wünsche der Teilnehmer werde eingegangen.

Eines aber ist nötig auf dem Platz und am Spielfeldrand: Disziplin. Oder besser „Ablaufdisziplin“, wie Wielers es nennt. Die Fußball-Camp-Organisatoren wollen, dass alle Teilnehmer sich an Regeln halten, die den gemeinsamen Fußballspaß erst ermöglichen.

Deutliche Ansagen

Dazu hängt am Clubhaus eine Tafel, auf der es deutliche Ansagen gibt: „Das sind Kinder“, steht da. Und: „Das ist ein Spiel.“ Die weiteren Merksätze lauten: „Der Trainer macht das als Hobby. Der Schiri ist auch ein Mensch. Das ist nicht die WM.“

Die klaren Regeln merkt man dem Geschehen auf dem Platz deutlich an. Dort ist manchmal das Gewusel vor den Toren zwar groß, es wird aber sofort auf den Trainer gehört.

Gesunde Gemüsesnacks

Am Spielfeldrand ist es ähnlich: Zwar drängen alle zu den gesunden Gemüsesnacks, die Wielers geschnibbelt hat, aber jeder kommt dran. Mittags werden die Kinder im FC-Clubhaus verpflegt. Hähnchenschnitzel gibt es dann oder Spaghetti, erzählt Wielers.

Er steht neben dem kleinen Snack-Büfett und blickt über den Platz. „Besser geht‘s nicht“, findet Wielers und meint damit nicht nur das Wetter oder die Teilnehmerzahl, sondern auch die Anlage selbst. Die sei umzäunt und biete entsprechend sichere Trainingsmöglichkeiten. Und bei Regen? Dann wird in der Sporthalle auf dem Gelände gespielt.

Am Freitag endet das Fußballcamp mit einem Turnier. Dabei ist eines schon klar, weiß Wielers: „Jedes Kind bekommt einen Pokal.“

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