Waldorfschule feiert Jubiläum
Kreativität ist gefragt

Münster-Gievenbeck -

Mit einem Schulfest und einem Tag der offenen Tür feierte die Waldorfschule ihr Jubiläum.

Sonntag, 29.09.2019, 17:50 Uhr
 Nach dem Bühnenprogramm folgte auf dem Schulhof das Michaelifest. Die Kissenschlacht auf einem Schwebebalken (oben) war eine der vielen Mutproben, die es während des Michaelifestes (unten, l.) zu bestehen galt. So geht Waldorf-Unterricht (unten, r.): Die Zweitklässler präsentierten es auf der Bühne.
 Nach dem Bühnenprogramm folgte auf dem Schulhof das Michaelifest. Die Kissenschlacht auf einem Schwebebalken (oben) war eine der vielen Mutproben, die es während des Michaelifestes (unten, l.) zu bestehen galt. So geht Waldorf-Unterricht (unten, r.): Die Zweitklässler präsentierten es auf der Bühne. Foto: Siegmund Natschke

„Wenn die Weisen dieser Welt mit ihrer Weisheit am Ende sind, wird es Zeit, die Kinder zu fragen“. Dieser Spruch des französischen Schriftstellers Georges Bernanos steht an einer der Wände der Waldorfschule Münster. Aktueller ist er denn je. Das zeigte sich auch beim Bühnenprogramm im Festsaal der Schule. Dort sangen die Sechstklässler „The Climate Song“. Einer der vielen Höhepunkte des „Tags der offenen Tür“ anlässlich des 100-jährigen Bestehen des Waldorfkonzeptes.

1919 gründeten Emil Molt, Inhaber der Waldorf-Astoria-Zigarettenfabrik, und Rudolf Steiner die erste Waldorfschule in Stuttgart. Inzwischen gibt es sie weltweit.

„Waldorfschulen bilden die ganze Palette des Intellekts aus“, sagte Martin Hagel, Lehrer an der Waldorfschule Münster, am Samstag. Es gebe mehr kreativen Freiraum für die Schüler als anderswo. Das macht sich in Münster etwa an vielen Schauspielaufführungen, der schuleigenen Werkstatt, den Konzerten und an projektbezogenen Arbeiten fest. Der Bildungsansatz ist auch naturnah: Es gibt einen Schulgarten und sogar eigene Bienenvölker.

Ein umfangreiches Bühnenprogramm gab es im Festsaal. „So kriegen die Eltern einen Einblick in den Unterricht“, sagte Mutter Imke Dange . Viel Musik sei dieses Mal dabei in den Sprachen, die auch auf der Waldorfschule unterrichtet würden, erklärte Lehrerin Kerstin Neye. Auch Formenzeichnen demonstrierten die Schüler auf der Bühne, auch das lernen sie. Die erste Klasse zeigte „das bewegte Klassenzimmer“. Die fünfte präsentierte indische Rhythmen. Die Klassen 5 bis 8 sangen „We Are The Young.“ Und zum Ende gab es den Klimasong: „Song For The Climate“ der Klasse 6. „Es ist faszinierend zu sehen, was die Schüler auf die Bühne bringen“, sagte Imke Dange.

Anschließend konnten Eltern wie Schüler an den vielen Info-Ständen allerlei zum Waldorf-Konzept erfahren. Einen Einblick in das Forst- und Vermessungspraktikum gab es ebenso wie in die Werkstattarbeiten. Auch die Bienenklasse präsentierte sich, im Handarbeitsraum gab es zudem viele Webarbeiten zu bestaunen. Auch in den Garten konnte man gehen und den grünen Daumen der Waldorfschüler bewundern. Wer bei alldem Hunger bekam: Leckere Waffeln wurden ebenso angeboten wie Vollwertgebäck.

Es folgte auf dem Schulhof das Michaelifest. Dabei sollten die Schüler motiviert werden, Unsicherheiten abzubauen. Es galt, einige Mutproben zu bestehen.

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