Architekten-Wettbewerb entschieden
Abriss und Neubau am Gescherweg

Münster-Gievenbeck -

Auf dem insgesamt knapp 8000 Quadratmeter großen Grundstück am Gescherweg 87 sollen in einem Neubau Wohnungen entstehen und sowohl der Jugendtreff als auch das MuM Räume für die Nutzung samt Außenflächen erhalten. Die Ergebnisse eines Architekten-Wettbewerbs liegen nun vor.

Dienstag, 01.10.2019, 17:28 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 18:06 Uhr
Dr. Christian Jaeger (l.) und Max Delius präsentieren den Siegerentwurf: Unten links befindet sich das Gebäude des Zollfahndungsamts am Gescherweg, direkt gegenüber die zu überplanende Fläche. Das MuM sowie der Jugendbereich grenzen an die Studentenwohnungen. Der Wohnbereich liegt rechts davon.
Dr. Christian Jaeger (l.) und Max Delius präsentieren den Siegerentwurf: Unten links befindet sich das Gebäude des Zollfahndungsamts am Gescherweg, direkt gegenüber die zu überplanende Fläche. Das MuM sowie der Jugendbereich grenzen an die Studentenwohnungen. Der Wohnbereich liegt rechts davon. Foto: Kay Böckling

Das Gebäude weckt bei zahlreichen Gievenbeckern einige Erinnerungen. Viele glauben irrtümlicherweise, dass es unter Denkmalschutz steht, doch das ist nicht der Fall. Die Rede ist von der Immobilie „Gescherweg 87“, in der aktuell noch das Mehrgenerationenhaus und Mütterzentrum (MuM) sowie der „Jugendtreff Toppheide“ des örtlichen Fachwerks untergebracht sind. Beide Einrichtungen genießen Bestandsschutz, auch wenn das Haus in absehbarer Zukunft abgerissen wird.

Auf dem insgesamt knapp 8000 Quadratmeter großen Grundstück sollen in einem Neubau Wohnungen entstehen und sowohl der Jugendtreff als auch das MuM Räume für die Nutzung samt Außenflächen erhalten. Um eine möglichste große Bandbreite an Ideen zur Verwirklichung dieses Vorhabens zu bekommen, lobte die „Wohn- und Stadtbau“ – wie bei solchen Projekten seitens des städtischen Wohnungsunternehmens üblich – einen Architektenwettbewerb aus.

An diesem Wettbewerb beteiligten sich 15 Planungsbüros. Eine mehrköpfige Jury steckte nun die Köpfe zusammen und kürte mit „Wiencke Architekten“ aus Dresden den Gewinner. Der Siegerentwurf umfasst einen Wohnungsmix von 37 öffentlich geförderten und 25 frei finanzierten Wohnungen. Der Jugendtreff wird nach der Realisierung eine Nutzfläche von 248 Quadratmetern sowie eine Außenfläche von 30 Quadratmetern zur Verfügung haben. Für das MuM als einem der Ankermieter stehen 315 Quadratmeter Nutzfläche sowie 400 Quadratmeter Außenfläche zur Verfügung.

Soviel zur künftigen Nutzung. Optional ist es aber auch angedacht, eine Fläche für eine drei Gruppen große Kita vorzuhalten. Damit würde die Wohn- und Stadtbau einer weiteren Nutzung der vergangenen Jahre Rechnung tragen, als in dem abzureißenden Gebäude unter anderem eine Rot-Kreuz-Kita sowie eine Outlaw-Kita residierten.

„Die Geschichte des Toppheidelagers soll durch angemessene Maßnahmen wachgehalten werden“, sagte jetzt Architekt Max Delius in seiner Funktion als stellvertretender Leiter des Bereichs Planung bei der Wohn- und Stadtbau während der Präsentation der Wettbewerbsentwürfe. Dazu seien Ausstellungswände vorgesehen.

„Eine Besonderheit war, dass zwei Gegensätze zusammengebracht werden mussten“, so Dr. Christian Jaeger , Geschäftsführer der Wohn- und Stadtbau. Es handele sich um die architektonische Vermittlung zwischen dem massiven Baukörper auf der einen Seite – sprich dem Studentenwohnheim – und den relativ kleinteiligen Reihenhausteilen und dem Wohnbestand auf der anderen Seite.

Das Zweite war die Schwierigkeit, die verschienenen Nutzungen auf einem Grundstück miteinander zu verbinden. „Das MuM soll auf jeden Fall an seinem Standort bleiben, das war relativ schnell klar“, machte Jaeger deutlich.

Die Besonderheit ist es, dass der Verein während der gesamten Bauphase auf dem Grundstück bleibt. Das bedeutet nach Angaben des Geschäftsführers, dass die Arbeiten in mehrere Bauabschnitte aufgeteilt werden: „Wir wollen erst den Neubau für das MuM stehen haben, bevor das alte MuM fallen kann.“ Gleiches gelte für den Jugendtreff.

Um Vorfeld des Wettbewerbs habe es einen längeren Abstimmungsprozess mit allen Beteiligten gegeben, an dessen Ende schließlich das gesamte Raumprogramm gestanden habe. Auf eine Vorgabe in Bezug auf die Anzahl der Wohnungen oder der Wohnfläche habe man bewusst verzichtet: „Hier haben wir den Planern freie Hand gelassen.“ Die künftige Aufteilung sieht später wie folgt aus: MuM und Jugendtreff entstehen auf der Fläche des heutigen Parkplatzes in Richtung Studentenwohnheim. Die Wohnungen mit integrierten Hofcharakter entstehen im Bereich des heutigen Gebäudes.

Zum Thema

Alle Wettbewerbsentwürfe sind heute sowie am Freitag (4. Oktober) von 14 bis 16.30 Uhr im VIP-Raum des Sportparks Gievenbeck (Gievenbecker Weg 200) sowie auf der Internetseite der Wohn- und Stadtbau (www.wohnstadtbau.de/de/ueber-uns/ausschreibungen/) zu finden.

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