Initiative Ortskern Gievenbeck
Einmischen und mitreden

Münster-Gievenbeck -

Die Initiatoren der „Initiative Ortskern Gievenbeck“ wollen mehr, sie wollen auch die großen Maßnahmen aktiv begleiten, wenn es um die Umgestaltung des Zentrums zwischen Arnheimweg, Rüschhausweg und Von-Esmarch-Straße geht.

Mittwoch, 02.10.2019, 18:06 Uhr
Gehen noch weiter in die Offensive: Die IOG-Vorstandsmitglieder (v.l.) Alfons Rensing, Verena Marx und Josef Rösmann.
Gehen noch weiter in die Offensive: Die IOG-Vorstandsmitglieder (v.l.) Alfons Rensing, Verena Marx und Josef Rösmann. Foto: Kay Böckling

Eine Beleuchtung der Michael-Kirche, Bepflanzung der Baumscheiben oder eine optische Aufwertung von Absperrpfosten am kleinen Rüschhausweg – oft werden diese Maßnahmen erst beim zweiten Hinsehen wahrgenommen, dann aber umso intensiver. Doch die Initiatoren von der „Initiative Ortskern Gievenbeck“ wollen noch mehr, sie wollen auch die großen Maßnahmen aktiv begleiten, wenn es um die Umgestaltung des Zentrums zwischen Arnheimweg, Rüschhausweg und Von-Esmarch-Straße geht.

Der erste Schritt dahin ist mit der Gründung und der Eintragung des gleichnamigen Vereins ins Vereinsregister getan. Nun geht die IOG noch weiter in die Offensive und lädt zahlreiche Institutionen und Multiplikatoren zum Mitmachen ein. Der Vorstand um Alfons Rensing , Verena Marx und Josef Rösmann hat sich nun die Mühe gemacht, einen Verteiler zu entwickeln, in dem politische Entscheidungsträger ebenso gelistet sind wie Ämter der städtischen Verwaltung oder örtliche Vereine und Gemeinden.

All diese Institutionen werden nun über jeden Schritt der IOG mittels einer Art Protokoll informiert. Dazu gehören auch Zusammenfassungen der jeweiligen Zusammenkünfte. Im Gegenzug stehen die IOG-Verantwortlichen in engem Kontakt mit den für die Ortskernentwicklung zuständigen politischen Entscheidern sowie Fachämtern, wie dem Planungs- oder dem Grünflächenamt. „Wir wollen möglichst schnell über den aktuellem Planungsstand informiert werden, nicht dass sowas Überraschendes passiert, wie bei der aktuellen Diskussion um das Uhrenturm-Gebäude in der Oxford-Kaserne“, sagt Verena Marx.

Zur Erinnerung: Während der intensiven Bürgerbeteiligung war stets davon die Rede, besagtes markantes Gebäude als „Haus der Vereine“ zu nutzen. Nun stellte das Schulamt Pläne vor, die Immobilie zur Hälfte für Schulzwecke nutzen zu wollen. „So eine negative Überraschung möchten wir nicht erleben“, sagt Marx.

„Aus diesem Grund verstehen wir uns auch schon als eine Art Ansprechpartner der Stadtverwaltung“, ergänzt Alfons Rensing. „Wir versuchen, die Ideen, die direkt aus der Initiative kommen, auch an die Verwaltung zu transportieren.“

Als einen Punkt spricht Rensing die vorgesehene Parkplatzsituation im Zentrum nach der geplanten Umgestaltung an: „Der Vorentwurf sieht eine Reduzierung der Pkw-Stellplätze am kleinen Rüschhausweg und am Arnheimweg von derzeit 57 auf 39 vor.“ Das entspreche zwar dem allgemeinen Trend in Münster, dass man Parkplätze reduziere. „Aber wir orientieren ums lieber an der Realität – und die sieht so aus, dass wir überall am Rüschhausweg oder Besselweg die Fahrzeuge auf dem Bürgersteig sehen müssen.“

Infolge dessen habe man angeregt, zusätzliche Stellplätze vorzuhalten – „eventuell sogar mit Ladegeräten für die E-Mobilität“. Man könne laut Josef Rösmann auch daran denken, am westlichen Stadtrand von Gievenbeck sogenannte Park-and-Ride-Stellplätze mit guter Busanbindung und mit einer Leih-Fahrradstation zu schaffen: „Dies könnte dazu beitragen, den Pendlerverkehr durch die Gievenbecker Mitte zu reduzieren.“ Prädestiniert dafür wären Flächen am weiteren Rüschhausweg (gegenüber dem Einkaufszentrum zwischen Hensenstraße und Toppheideweg). Auch die Nutzung des Parkplatzes beim FCG sei prüfenswert.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6974676?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Transparent am Dom
Ein riesiges Transparent hatten Unbekannte passend zum Wochenmarkt am Dom-Gerüst befestigt.
Nachrichten-Ticker