Ehemalige Wartburg-Hauptschule
Shoppen und Wohnen im Denkmal

Münster-Gievenbeck -

Ein weiterer Schritt zur neuen Nutzung des Areals der ehemaligen Wartburg-Grundschule in unmittelbarer Nähe zum Coesfelder Kreuz ist getan.

Freitag, 04.10.2019, 18:12 Uhr
So könnte sich das Areal (Blick in Richtung heutiger Turnhalle) künftig nach der Umgestaltung präsentieren.
So könnte sich das Areal (Blick in Richtung heutiger Turnhalle) künftig nach der Umgestaltung präsentieren. Foto: htarchitektur Henrike Thiemann

Bekanntlich solle dort ein Mix von Wohnen und Einzelhandel sowie eine Kita entstehen. Bislang stand diesen Planungen der Flächennutzungsplan im Weg. Dieser sah für den betreffenden Bereich die Zweckbestimmung „Schule“ vor.

Nach dem einstimmigen Vorberatungsbeschluss des Planungsausschusses in seiner jüngsten Sitzung dürfen dort nun auch Wohnungen sowie ein Lebensmittelgeschäft gebaut werden. Zudem soll in Teilen des frühere Schulgebäudes, in dem ab den 1960er-Jahren Jungen und Mädchen die Schulbank drückten, eine acht Gruppen umfassende Kita entstehen.

Das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat der Rat der Stadt Münster in seiner Sitzung am 9. Oktober. Die Zustimmung gilt in Insiderkreisen aber als reine Formsache.

Der Änderung des Flächennutzungsplans ging ein Investorenwettbewerb voraus, in dem verschiedene Interessenten ihre Vorstellungen zur Neubebauung und Nutzung des 1,2 Hektar großen Grundstücks präsentierten. Die städtischen Vorgaben waren dabei nicht von Pappe. Schließlich stand der 1962 erbaute und bis 1976 ergänzte Gebäudekomplex der ehemaligen Hauptschule unter Denkmalschutz.

Ihren Wunsch formulierte die Stadt Münster sie in einer Vorlage, die verschiedene politische Gremien durchlief, wie folgt: „Ein vielfältiges Nutzungsprofil aus Wohnen, Lebensmittel-Einzelhandel und Kindertagesbetreuung soll die Ausbildung eines lebendigen Stadtquartiers ermöglichen.“

Letztlich war es das Konzept des Teams „ Lidl Vertriebs GmbH & Co. KG / htarchitektur“, das die Verantwortlichen favorisierten. Die Einzelheiten: 35 Wohnungen, ein Lebensmittelmarkt mit einer Verkaufsfläche von rund 1000 Quadratmetern, eine Bäckerei oder ein Café, eine Acht-Gruppen-Kita sowie eine Kindergroßtagespflegestelle.

Natürlich mussten die Einreicher auch verschiedene städtische Vorgaben erfüllen. So muss der Investor bei der Schaffung von Wohnraum in den ergänzenden Neubauten 60 Prozent der entsprechenden Fläche als öffentlich geförderten Mietraum nachweisen. Im Bereich des denkmalgeschützten Bestands wird darauf allerdings verzichtet.

Und wie geht es nun nach der Entscheidung weiter? Aktuell sind die Stadt Münster und der Investor („Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG) mit den Verhandlungen des Erbbaurechtsvertrags beschäftigt. Dann – so steht es in einer städtischen Pressemitteilung – bleibt ein Jahr Zeit, um die Bauanträge zu stellen: „Läuft alles nach Zeitplan, könnten Mitte 2020 die ersten Baufahrzeuge rollen.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6978961?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Polizei befragt Passanten am Grenzübergang
Polizeibeamte haben am Mittwochmorgen am Grenzübergang Glane Passanten im Zusammenhang mit den Schüssen auf einen niederländischen Anwalt Passanten befragt.
Nachrichten-Ticker