Uhrenturm-Gebäude
Schul-Nutzung auf dem Prüfstand

Münster-Gievenbeck -

Für kontroverse Diskussionen – nicht allein auf politischer Ebene – sorgten jüngst die städtischen Pläne für die künftige Nutzung des Uhrenturm-Gebäudes auf dem Gelände der Oxford-Kaserne.

Dienstag, 08.10.2019, 17:02 Uhr
Das Uhrenturm-Gebäude im Fokus der aktuellen politischen Diskussion.
Das Uhrenturm-Gebäude im Fokus der aktuellen politischen Diskussion. Foto: mfk

Dort will die Verwaltung – wie berichtet – Teile einer zweizügigen Schule unterbringen. Konkret geht es um Verwaltungsräume sowie Räumlichkeiten für die Mittagsverpflegung.

War in der Vergangenheit stets (auch in Bürgeranhörungen) davon die Rede, das betreffende markante Gebäude als eine Art „Haus der Vereine“ zu etablieren, trafen die Vorschläge aus dem Schulamt alle mit diesem Thema Beschäftigten wie aus heiterem Himmel.

Besonders die SPD in der Bezirksvertretung (BV) Münster-West sprach diesbezüglich von einer „Katastrophe“. Die Grünen erinnerten im Zusammenhang mit dem „Haus der Vereine“ an den „von den Bürgern formulierten Willen“.

Nach all diesen Diskussionen schlägt nun die Stunde der Wahrheit: Der Rat der Stadt Münster wird sich in seiner heutigen Sitzung ebenfalls mit der Thematik befassen. Dabei fließt in den dem Schulamts-Vorschlag zugrundeliegenden Beschluss nicht nur die CDU-Protokollnotiz aus der BV West ein („ein mit den Vereinen, Verbänden und Bürgern abgestimmtes Nutzungskonzept für das Uhrenturm-Gebäude zu entwickeln“).

Auch der Schulausschuss befasste sich mit dem Thema. Dort verfassten CDU und Grüne einen gemeinsamen Änderungsantrag, der ebenfalls Bestandteil der heutigen Beratungen sein dürfte.

Das Schulamt geht davon aus, dass nur ein Teil des Uhrenturm-Gebäudes für schulischen Zwecke genutzt wird. Es verblieben freie Flächen im Umfang von 1050 Quadratmetern. Hier wollen die Antragsteller festgezurrt wissen, dass diese „Belange aus der Bürgerschaft (z.B. für Vereinsnutzung oder für soziale Projekte) zur Verfügung zu stellen“ sind.

Für diese neue Nutzung solle die Verwaltung ein Nutzungskonzept einschließlich Kostenschätzung entwickeln. Das soll die Stadt „im Rahmen eines Dialogs mit der Bürgerschaft präsentieren“ und dem Rat zur Beschlussfassung vorlegen. Das Ziel ist es laut Antrag von CDU und Grünen: „Die Maßnahmen zeitgleich mit den Baumaßnahmen für die Schule umzusetzen und spätestens im Sommer 2024 fertig zu stellen“.

Des Weiteren soll die städtische Verwaltung prüfen, ob der Speisesaal nach Unterrichtsende von Vereinen nutzbar ist, und ob die im Schulverwaltungstrakt geplanten Toiletten für alle Beteiligte (auch Vereine) ausreichen.

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