Oxford-Areal
Uhrenturm: Umstrittene Schulplanung kommt

Münster-Gievenbeck -

Eine Grundschule im Uhrenturm – das schmeckt in Gievenbeck nicht allen. Dort war ein „Haus der Vereine“ geplant. Im Rat gab es dazu eine erregte Debatte.

Donnerstag, 10.10.2019, 18:24 Uhr
Das Uhrenturm-Gebäude im Oxford-Quartier.
Das Uhrenturm-Gebäude im Oxford-Quartier. Foto: mfk

„Wir wollen, dass die Grundschule ohne Nutzung des Uhrenturms errichtet wird.“ Mit dieser klaren Ansage legte SPD-Ratsfrau Doris Feldmann in der Ratsdebatte um die geplante Grundschule auf dem Oxford-Areal vor. Dort sollen bekanntlich Teile des Uhrenturms, der im Rahmen eines umfänglichen Bürgerbeteiligungsverfahrens eigentlich ein Haus der Vereine werden sollte, von der geplanten Grundschule in Beschlag genommen werden. Das schmeckt längst nicht allen in Gievenbeck, dennoch fiel am Mittwoch mit den Stimmen der schwarz-grünen Ratsmehrheit nach einer erregten Debatte der Errichtungsbeschluss. Andernfalls würde die Schule nicht rechtzeitig fertig, hieß es unter anderem zur Begründung.

Von einer „Lose-lose-Situation“ sprach Feldmann in diesem Zusammenhang. Die SPD-Politikerin forderte, ein modernes Schulgebäude „frei von den denkmalgeschützten Bestandsgebäuden“ zu planen. Was jedoch dort nicht möglich zu sein scheint, wie Schuldezernent Thomas Paal im weiteren Verlauf der Debatte erklärte. Es sei sonst nicht ausreichend Platz für ein Schulgebäude vorhanden.

Die CDU-Schulpolitikerin Angela Stähler zeigte Verständnis für die Verärgerung der Bürger vor Ort. Dann wollte sie den Ball zurückspielen: „Haben Sie geschlafen, als der Bebauungsplan veröffentlicht wurde“, fragte Stähler an die Adresse der SPD . Das wiederum ärgerte deren Ratsherren und Bezirksbürgermeister im Westen, Stephan Brinktrine, mächtig. Man habe einen Fehler erkannt, den man korrigieren möchte. Zumal der Bebauungsplan anderes hergebe, so SPD-Planungspolitiker Ludger Steinmann an die Adresse von CDU und Grünen. Deren Vorgehen werteten Brinktrine wie Linke-Ratsherr Rüdiger Sagel als fatales Signal für künftige Bürgerbeteiligungsprozesse. „Da wird kein Mensch mehr hingehen“, so Brintrine.

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