Planungsausschuss diskutiert erneut
Radweg-Fragen: Stadt antwortet

Münster-Gievenbeck -

Bekommt die Roxeler Straße – wie von der SPD gefordert – einen zweiten Radweg auf der gegenüberliegenden Seite des bereits vorhandenen Rad- und Fußwegs?

Donnerstag, 31.10.2019, 16:58 Uhr aktualisiert: 05.11.2019, 17:30 Uhr
Aktuell führt ein Radweg entlang der Roxeler Straße. Ob das so bleibt, entscheidet der Planungsausschuss.
Aktuell führt ein Radweg entlang der Roxeler Straße. Ob das so bleibt, entscheidet der Planungsausschuss. Foto: kbö

Es bleibt spannend bezüglich der politischen Entscheidung über die künftige Gestaltung der Knotenpunkte und der Roxeler Straße im Bereich der Oxford-Kaserne: Bekommt die Roxeler Straße – wie von der SPD gefordert – einen zweiten Radweg auf der gegenüberliegenden Seite des bereits vorhandenen Rad- und Fußwegs?

Die Beratungen darüber gehen am 21. November im Planungsausschuss in die nunmehr dritte Runde. Entscheidend dürfte die Haltung der Grünen sein. Und die machen ihre Entscheidung auch abhängig von den Antworten eines von ihnen verfassten Fragenkatalogs an die Fachverwaltung – die jetzt vorliegen.

Eine entscheidende Befürchtung: Eingriffe in den Baumbestand. Ergo wollten die Grünen wissen: „Ist der Bau eines Radweges auf der stadteinwärts führenden Straßenseite möglich ohne Baumfällungen?“ Die klare Antwort: „Es müssten im Bereich zwischen Diekmannstraße und Schmeddingstraße 26 Bäume gefällt werden.“ Weiterhin stünden 15 weitere Bäume in Frage, „da man im Kronenbereich der Bäume bautechnisch tätig werden muss“.

Befürworter des zweiten Radwegs befürchten, dass bei einem Beibehalten des aktuellen Status quo der Radverkehr ausgebremst werde. Wäre also eine „grüne Welle“ für den Radverkehr möglich? Die Antwort der Stadt: Nein: „Voraussetzung für eine Grüne Welle (...) sind möglichst homogene Geschwindigkeiten“. Radfahrer wiesen nach Verkehrsbeobachtungen große Geschwindigkeitsunterschiede auf – zwischen 15 und 30 Stundenkilometer. Diese und weitere Rahmenbedingungen ließen keine störungsfreie Koordinierung zu.

Eine weitere wichtige Frage ist die Auslastung des Rad- und Fußwegs. Genaue Zahlen konnte die Verwaltung diesbezüglich nicht vorlegen. Auf Grundlage einer Verkehrszählung wurden im April 2015 „die drei maßgebenden Knotenpunkte Dieckmannstraße, Gievenbecker Reihe und Albert-Schweizer-Straße vollständig mit allen Verkehrsarten gezählt“. Entsprechend rechnet das Fachamt „mit Radverkehrsmengen zwischen 200 und 300 Radfahrern zu den Hauptverkehrszeiten“. Und: „Zusätzlich wurde September 2017 eine reine Radverkehrszählung an der Schmeddingstraße durchgeführt. Hier bestätigen sich im Wesentlichen die Radzahlen aus den Zählungen aus 2015.“ Ob diese und weitere Antworten der Stadt zur Entscheidungsfindung beitragen? Abwarten!

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