Schranke am Parkplatz zum Stadtbereichszentrum
Die Entscheidung ist vertagt

Münster-Gievenbeck -

Selten sorgte eine verhältnismäßig kleine Maßnahme für derartigen Zündstoff: Die Rede ist von der kleinen Schranke an der Gartenbreie, die die Zufahrt zum Parkplatz des Stadtbereichszentrums, in dem unter anderem der Baumarkt Hellweg oder Marktkauf angesiedelt sind, versperrt.

Dienstag, 05.11.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 06.11.2019, 16:20 Uhr
Die Schranke am Stadtbereichszentrum bleibt vorerst unten. Allerdings hat die Verwaltung das Aufstellen eines Sackgassen-Schildes (kl. Bild) angeordnet.
Die Schranke am Stadtbereichszentrum bleibt vorerst unten. Allerdings hat die Verwaltung das Aufstellen eines Sackgassen-Schildes (kl. Bild) angeordnet. Foto: Kay Böckling/SPD

Eigentlich sollte Bauordnungsamt-Leiter Dirk Lohaus in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Münster-West (Donnerstag, 7. November, ab 17 Uhr im Haus der Begegnung Albachten) über den aktuellen Sachstand informieren. Schließlich war es das Bauordnungsamt, dass das Schließen der seit Jahren vorhandenen Schranke anordnete. Doch ein Blick in die Tagesordnung des Stadtbezirks-Parlaments verrät: Einen Bericht wird es nicht geben.

Auf Nachfrage bestätigte das Dirk Lohaus: „Uns fehlen noch die Einschätzungen der Fachverwaltungen. Daher ist es uns auch nicht möglich, die Sachlage rechtlich zu bewerten.“ Allerdings versprach er im Gespräch mit unserer Redaktion: „Bevor wir eine Entscheidung treffen, werden wir die Bezirksvertreter über den Sachstand informieren.“ Voraussichtlich werde das in der Dezember-Sitzung der Fall sein.

Indes hat das Bauordnungsamt eine Forderung aus der Politik in die Tat umgesetzt: Am Kreisverkehr zur Gartenbreie steht nun ein Sackgassen-Schild mit dem Zusatz „Keine Durchfahrt zur Roxeler Straße“. Dieses Schild soll potenzielle Besucher des Stadtbereichszentrums, die über die Gartenbreie den dortigen versperrten Parkplatz anfahren wollen, von einer Nutzung der Straße abhalten.

Zum Hintergrund dieser Maßnahme: Zahlreiche Kunden waren in der Vergangenheit in Unwissenheit der Sperrung in die Gartenbreie eingebogen und mussten dann vor der verschlossenen Schranke wieder kehrt machen. Das sorgte nicht nur für Unmut bei den Betroffenen sondern auch für die eine oder andere brenzlige Situation. Offensichtlich hat die Maßnahme Erfolg. Auf Nachfrage, ob der Ärger an besagter Schranke nachgelassen habe, meinte Marktkauf-Geschäftsführerin Sabrina Rempel: „Er hat sich etwas gelegt.“

Unterdessen sorgt die Absage des Bauordnungsamts-Leiters für Irritationen in der Politik. Mit „Verwunderung“ nehmen die CDU-Bezirksvertreter Thomas Lilge und Peter Hamann zur Kenntnis, dass das Bauordnungsamt auch in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung sich nicht zum Sachstand äußern beziehungsweise eine Entscheidung bekannt geben will, da noch Informationen fehlen würden.

„Eigentlich wollte das Bauordnungsamt bereits in der September-Sitzung Stellung beziehen“, meint Peter Hamann mit kritischem Blick in Richtung Verwaltung. Dieser Termin wurde auf die nächste Sitzung verschoben. Nach Recherchen der beiden Bezirksvertreter und der CDU-Gievenbeck lägen dem Bauordnungsamt aber alle notwendigen Aspekte für eine Entscheidung vor.

„Wir möchten nicht, dass das Thema ausgesessen wird und erwarten eine Stellungnahme des Bauordnungsamtes auf der letzten Sitzung der Bezirksvertretung in diesem Jahr“, fordert Lilge.

Auch die Fraktionsvorsitzende der SPD in der Bezirksvertretung Münster-West, Beate Kretzschmar, zeigte sich irritiert: „Eigentlich hatten wir fest damit gerechnet, dass wir einen Bericht bekommen.“ Wenigstens sei die Forderung nach der Sackgassen-Beschilderung umgesetzt worden.

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