Ortskern Gievenbeck
Für mehr Aufenthaltsqualität

Münster-Gievenbeck -

Die Diskussionen um die Umgestaltung der Ortsmitte Gievenbecks rund um die Michaelkirche dauern mittlerweile über 25 Jahre an. Nun ist Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Voraussichtlich im Jahr 2021 beginnen die umfangreichen Arbeiten.

Freitag, 08.11.2019, 16:50 Uhr aktualisiert: 11.11.2019, 18:00 Uhr
So stellen sich die Planer die künftige Ortsmitte von Gievenbeck vor. Aktuell wird diese laut Planungsamt geprägt durch „die totale Dominanz der Verkehrsführung“.
So stellen sich die Planer die künftige Ortsmitte von Gievenbeck vor. Aktuell wird diese laut Planungsamt geprägt durch „die totale Dominanz der Verkehrsführung“. Foto: Pesch Partner Architekten

Einen konkreten Zeitplan nannte Stadtplaner Andreas Kurz in der Bezirksvertretung Münster-West bei der Vorstellung der Pläne zwar nicht. Ansonsten aber ging es ziemlich ins Detail.

Das Ziel der Planungen ist es laut Kurz, die „totale Dominanz der Verkehrsführung“ aufzubrechen. Zugleich wolle man die Aufenthaltsqualität stärken und Anreize bieten, auch im Zentrum bleiben zu wollen. „Dieser Aufenthalt benötigt Platz und steht in Konkurrenz zum ruhenden Verkehr“, umriss Kurz die Anforderungen. Rund 1,6 Millionen Euro soll die Umgestaltung kosten.

Ein ganz zentrales Thema ist das Konzept für den fließenden wie für den ruhenden Verkehr. So wird durch die Veränderung der Führung des Rüschhauswegs im Bereich der Sparkasse die Schaffung eines größeren Platzes möglich. Das Beibehalten von Tempo 30 auf der Von-Esmarch-Straße sowie eine neue Tempo-20-Regelung (Rüschhausweg und Arnheimweg) gehört ebenfalls um Konzept und verdeutlicht: Fußgängern und Radfahrern wollen die Planer mehr Platz einräumen.

Das gewährleistet auch die vorgesehene Parkplatzregelung: Künftig sollen weniger öffentliche Kfz-Stellplätze zur Verfügung stehen. „Während sich das Parkraum-Angebot am Arnheimweg durch die Neugestaltung (...) sogar geringfügig erhöhen könnte, entfallen am kleinen Rüschhausweg insgesamt 17 Parkplätze“, schreibt das Planungsamt in einem Vorschlag. Bezogen auf die Gesamtmaßnahme bedeutet das: eine Reduzierung der öffentlichen Parkplatzangebote von 57 auf 42 Stellplätze.

Bezogen auf die Aufenthaltsqualität spielt die funktionale Optik natürlich auch eine wesentliche Rolle. Stichworte sind diesbezüglich unter anderem: homogene Gestaltung der Flächen aus Betonstein; Differenzierung der Verkehrsflächen durch Farbnuancen und Pflastergrößen; Baumscheiben mit Sitzmöglichkeiten; Raum für mehr Außengastronomie. Neue Lichtstelen sollen für ein ansprechendes Beleuchtungskonzept sorgen, Spielplätze sind in der zentralen Platzmitte vorgesehen. Andreas Kurz machte auch deutlich, dass einhergehend mit der Umgestaltung auch umfassende Kanalsanierungen vorgesehen seien.

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