Neue FSJ-ler im Fachwerk
Erste Bewährungsprobe bestanden

Münster-Gievenbeck -

Die Feuerprobe haben Max Westarp und Lea Harder bestanden – und mittlerweile haben sich die beiden neuen FSJ-ler in den Fachwerk-Einrichtungen, in denen sie tätig sind, eingelebt.

Donnerstag, 14.11.2019, 18:06 Uhr aktualisiert: 15.11.2019, 18:56 Uhr
Die beiden FSJ-ler Lea Harder (l.) und Max Westarp werden betreut von Lisa Schrichten (3.v.l.) und Imke Gregersen.
Die beiden FSJ-ler Lea Harder (l.) und Max Westarp werden betreut von Lisa Schrichten (3.v.l.) und Imke Gregersen. Foto: Kay Böckling

Die erste Bewährungsprobe haben die beiden bereits hinter sich: die Mitgestaltung des offenen Ferienprogramms des Fachwerks in den vergangenen Herbstferien. Die Feuerprobe haben Max Westarp und Lea Harder somit bestanden – und mittlerweile haben sich die beiden neuen FSJ-ler in den Einrichtungen, in denen sie tätig sind, eingelebt.

Eher durch Zufall kam der 18-jährige Max Westarp zu seinem freiwilligen sozialen Jahr im Fachwerk. Nach seinem Abitur am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wollte er ursprünglich eine Ausbildung als Mediengestalter ansteuern. „Mit meiner Bewerbung war ich aber etwas spät dran.“

Dann kam er auf die Idee, beim Fachwerk ein FSJ zu absolvieren. Keineswegs ein Lückenbüßer: „Generell fand ich das schon immer cool.“ Eine Besonderheit bei ihm: Als Kind zählte der junge Mann selbst zu den Gästen des Fachwerks und nutzte die Kinderangebote.

Für Lea Harder war bereits ein Jahr vor ihrem Abitur am Adolph-Kolping-Berufskolleg klar, dass sie später Sozialarbeit studieren möchte. „Mir war daher wichtig, im Vorfeld Einblicke und Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln“, sagt die 20-Jährige. Ein freiwilliges soziales Jahr sei somit das Naheliegendste gewesen, um eben besagte Einblicke diesbezüglich zu bekommen.

Die Arbeit mi den Kindern im Fachwerk macht Max Westarp zwar viel Freude. Für seinen weiteren Lebensweg hat er aber gänzlich andere Vorstellungen: Er strebt eine Ausbildung als Tischler an. „Ich möchte etwas handwerklich Praktisches machen.“ Das ist sein neues erklärtes Ziel.

Anders sieht das bei Lea Harder aus. Sie will in diesem Bereich weitermachen: „Bislang haben mich die Erfahrungen, die ich hier gemacht habe, in meinem Vorhaben bestätigt.“

Was muss man eigentlich mitbringen, um als FSJ-ler in der Kinder- und Jugendarbeit des Fachwerks arbeiten zu können? „Es ist auf jeden Fall sinnvoll, dass man Spaß hat, sich mit Kindern zu beschäftigen“, sagt Fachwerk-Mitarbeiterin Lisa Schrichten, die gemeinsam mit Imke Gregersen die FSJ-ler mitbetreut.

Notwendig sei auch eine gewisse Eigenständigkeit: „Man muss die Arbeit sehen, muss in der Lage sein, sich etwas auszudenken und man sollte kreativ sein.“ Eines sei ganz wichtig: „Man muss ein offener Mensch sein.“

Wer ein freiwilliges soziales Jahr am Fachwerk absolviert, muss sich auf eine 39-Stunden-Woche einstellen. Das bedeutet: Für Lea Harder ist um 10.30 Uhr Dienstbeginn. Mails checken, das Tagesprogramm im Kinder-Traum überprüfen und dafür die nötigen Vorbereitungen treffen: „Heute machen wir mit den Mädchen Crêpes, dafür müssen natürlich auch die Zutaten besorgt werden.“

Dann stehen kleinere Projekte auf der To-Do-Liste. Aktuell möchte die 20-Jährige ein Kinderkochbuch verwirklichen. Das will schön gestaltet sein. Und dann steht natürlich der aktive Einsatz mit den Kindern auf dem Programm. Um 19 Uhr ist Feierabend. Ein ganz normaler Arbeitstag eben.

Und was nimmt man mit , wenn man mit dem freiwilligen sozialen Jahr durch ist? „Ich glaube, man lernt sich selbst unwahrscheinlich gut kennen“, meint Imke Gregersen. Das beziehe sich auf den Umgang mit Konflikten oder mit Zeitmanagement. „Wichtig ist natürlich das Kennenlernen von Eigeninitiative. Es ist ein Unterschied, ob man die Aufgaben immer zugewiesen bekommt oder ob man selbst mitdenkt.“

Von einem Gehalt kann man im Fall der FSJ-ler nicht sprechen, eher von einer Aufwandsentschädigung. 310 Euro gibt es im Monat. Und gibt es auch Urlaub? Lisa Schrichten: „27 Tage im Jahr.“ Der sollte aber tunlichst nicht in den Ferien genommen werden: „Dann stehen ja die Ferienbetreuungen an.“

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