Mit neuen Hinweisschildern
Kreisel-Kunstwerke nach Unfall neu erstellt

Münster-Gievenbeck -

Am Kreisverkehr Horstmarer Landweg waren Anfang des Jahres durch einen Unfall gleich zwei Figuren zerstört worden. Nun stehen sie wieder an ihrem alten Platz.

Samstag, 02.11.2019, 14:00 Uhr
Künstlerin Christine Böse freut sich: Die Kreiselkunst ist wieder vollständig.
Künstlerin Christine Böse freut sich: Die Kreiselkunst ist wieder vollständig. Foto: sn

Es war ein Schock im vergangenen Dezember. Nachdem im Jahr 2017 schon ein Auto über einen Kreisel am Gievenbecker Weg gefahren war und die dortige Skulptur massiv beschädigt hatte, passierte genau das gleiche nun ein paar Meter weiter: Am Kreisverkehr Horstmarer Landweg waren durch einen Unfall gleich zwei Figuren zerstört worden. Beide Standorte gehören zum Kreiselkunstprojekt „Kompass“. Ein Werk der Künstlerin Christine Böse aus Sendenhorst.

Ortstermin: Christine Böse und der Metallbauer Dirk Winter aus Sprakel schauen sich den Kreisel am Horstmarer Landweg an. Nichts deutet mehr darauf hin, dass hier erneut ein Unfall geschehen war. „Es ist nicht so, dass Leute immer über die Kreisel fahren würden“, muss die Künstlerin schon fast ironisch klarstellen.

Außer den beiden Vorfällen sei in sieben Jahren nichts geschehen. Und vor allen Dingen: „Es hat keinen Vandalismus gegeben.“ Das sei ein Hinweis dafür, dass das Kunstobjekt angenommen würde.

Die Schäden trägt die Versicherung, aber was ist mit den beiden Figuren, die bei dem erneuten Unfall einfach durchgebogen wurden? Das sei schon „massiv“ gewesen, sagt Dirk Winter. Sie hätten komplett erneuert werden müssen.

Glücklicherweise hat die Künstlerin eine Datei des Werkes, anhand derer die Umrisse der Figuren aus einer Stahlplatte geschnitten werden konnten. Feinarbeiten, die Verzinkung und eine Pulverbeschichtung des Materials folgten. Die fertigen Figuren konnten mit Steckmodulen an die Fundamente befestigt werden, die im Kreisel verankert sind. Das war vor zwei Wochen. Seitdem ist alles wie zuvor. Fast.

Denn die Arbeiten wurden dazu genutzt, um eine Idee zu verwirklichen, die es bereits zu Beginn des Projekts gab: Es seien Schilder mit dem Namen des Kunstwerkes aufgestellt worden, jeweils zwei am Horstmarer Landweg und am Gievenbecker Weg.

Damit erfahren Spaziergänger aus erster Hand von der Kreiselkunst und können bei Interesse für das Projekt weiter recherchieren. Sie stehen in sicherer Entfernung zum Verkehrsgeschehen. Kunstkenner können das Werk auf sich wirken lassen. „Auch die Perspektive ist wichtig“, verrät Böse.

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