Neue Pfarrstelle in Lukas-Gemeinde
Endspurt bei Wahlverfahren

Münster-West -

Von sechs Bewerbern sind noch zwei im Rennen: Es geht um die im Sommer ausgeschriebene Pfarrstelle der Lukas-Kirchengemeinde. Eine Kandidatin ist in Münster bekannt, der andere kommt aus Greifswald.

Freitag, 22.11.2019, 18:06 Uhr aktualisiert: 22.11.2019, 18:12 Uhr
Informierten über den aktuellen Stand der Neubesetzung der Pfarrstelle in der evangelischen Lukas-Gemeinde: Pfarrer Dr. Dirk Dütemeyer und Presbyter Dr. Veit Christoph Baecker.
Informierten über den aktuellen Stand der Neubesetzung der Pfarrstelle in der evangelischen Lukas-Gemeinde: Pfarrer Dr. Dirk Dütemeyer und Presbyter Dr. Veit Christoph Baecker. Foto: Kay Böckling

Es geht in die heiße Phase, das Wahlverfahren für die neue Pfarrstelle in der evangelischen Lukas-Kirchengemeinde befindet sich auf der Zielgeraden. Von den ursprünglich sechs Bewerbern sind noch zwei übrig geblieben. Wer es letztlich werden wird und so die Nachfolge des Pfarrers Stephan Martin Stötzel antritt, entscheidet sich allerdings erst im nächsten Jahr.

Im Juli dieses Jahres wurde die Stelle zur Neubesetzung freigegeben. Daraufhin beschloss das Presbyterium einen entsprechenden Zeitplan. Die Ausschreibung an sich beschränkte sich auf die Homepage des Evangelischen Kirchenkreises Münster sowie die der Landeskirche. Bewerbungsschluss war der 30. Oktober. Von den sechs Bewerbern wurden drei zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

„Anschließend haben wir vom Presbyterium überlegt, wen wir zur Probe-Predigt und zur Probe-Katechese einladen“, so Pfarrer Dr. Dirk Dütemeyer . Probe-Katechese sei eine Unterrichtsstunde bei den aktuellen Konfirmanden.

Und wer sind nun die beiden Bewerber, die in die engste Wahl kamen? „Das ist zum einen Pfarrer Kolja Ko­­eniger aus Greifswald“, so Dütemeyer. Der Theologe sei 35 Jahre alt. Die zweite Bewerberin ist im Evangelischen Kirchenkreis Münster keine Unbekannte: Es handelt sich um Pfarrerin Dr. Friederike Barth aus der evangelischen Johannes-Gemeinde. Die 42-Jährige versieht unter anderem in Mecklenbeck ihren Dienst.

Die Probepredigten sollen allerdings nicht in naher Zukunft stattfinden, wie Pfarrer Dütemeyer sagt: „In der Weihnachtszeit wird es zeitlich eng. Daher haben wir uns entschlossen, diese auf den Januar zu verlegen.“ Die erste ist für den 12. Januar terminiert (Dr. Barth). Ko­eniger wird eine Woche später, also am 19. Januar in der Lukas-Kirche predigen.

Der Wahlgottesdienst findet nach Auskunft von Presbyter Dr. Veit Christoph Baecker voraussichtlich am 2. Februar statt: „Das ist der aktuelle Plan. Die Terminplanung obliegt dem Kirchenkreis.“ Wählen dürfen die aktuell sieben Presbyter und der Pastor – in diesem Fall Dütemeyer. Da sich Pfarrerin Judith Schäfer im pfarramtlichen Probedienst befindet, ist sie nicht stimmberechtigt. Sie hat laut Dirk Dütemeyer lediglich eine beratende Stimme. Nach der voraussichtlich geheimen Wahl wird das Ergebnis öffentlich gemacht.

Es folgen einige Formalitäten: Annahme der Wahl durch den Gewählten selbst, abwarten der Einspruchsfrist, Bestätigung durch das Landeskirchenamt. Das alles laufe bis zum 1. April. „Aber dann wird es wieder eng“, sagt Pfarrer Dütemeyer: „Osterferien, dann kommen die Konfirmationen – das alles vermischt man natürlich nicht mit der Einführung eines Pastors oder einer Pastorin.“ Entsprechend wäre der Dienstantritt für den 1. Mai terminiert. Der Einführungsgottesdienst wäre am Pfingstsonntag. „Die beiden Termine wären Plantermine“, gibt Baecker zu bedenken.

Der neue Pfarrer oder die Pfarrerin hat nach Auskunft des Presbyters Residenzpflicht, sprich: „Wir haben ein angemietetes Pfarrhaus, das zur Verfügung steht.“ Der Umzug ins neue Kirchenzentrum im Oxford-Areal erfolge nach gut zweieinhalb Jahren.

Und wo liegen die künftigen Schwerpunkte in der Arbeit? „Natürlich der Aufbruch mit dem Neubau des Kirchenzentrums“, sagt Dütemeyer. Zudem gelte es, das junge Potenzial im Stadtteil aufzunehmen, sprich die Arbeit mit den Konfirmanden oder mit Kindern und Jugendlichen. Einsatzgebiete sind aber auch in der Seniorenarbeit. Eines wünscht sich Pfarrer Dütemeyer: Neue Ideen gerade im Hinblick auf die künftige neue Heimat. Er sagt: „Durch die Bautätigkeit brauchen wir eine ganz neue Generation im Denken. Wir brauchen neue Impulse.“ Das brächten beide Bewerber allein schon durch ihr Alter mit.

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