Nach fünfjähriger Pause
Den Adventsmarkt neu belebt

Münster-Gievenbeck -

Der Adventsmarkt ist wieder da, nach einem halben Jahrzehnt Pause. „Damit wollen wir uns bei unsren Kunden bedanken“, meinte Kay Henrichmöller von der Werbegemeinschaft.

Donnerstag, 05.12.2019, 18:04 Uhr aktualisiert: 06.12.2019, 18:12 Uhr
Die Musikklasse 6e des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums unter Leitung von Tobias Möllenbrink spielte Weihnachtslieder. Die hörten auch der Nikolaus alias Ulf Imort und Knecht Ruprecht (Kader Selmi) gerne.
Die Musikklasse 6e des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums unter Leitung von Tobias Möllenbrink spielte Weihnachtslieder. Die hörten auch der Nikolaus alias Ulf Imort und Knecht Ruprecht (Kader Selmi) gerne. Foto: sn

„Es ist knackig kalt“, meinte Sven Hosse , der Schriftführer der Werbegemeinschaft Gievenbeck, durchaus zufrieden: „Das gehört zu Weihnachten .“ Und so machten die kühlen Temperaturen am Donnerstag den erstmals wieder aufgelegten Adventsmarkt im Zentrum von Gievenbeck so richtig heimelig, zumal es heißen Glühwein gab. Auch Ulf Imort , der den Nikolaus spielte, hatte vorgesorgt und sich warm angezogen. Der weiße Rauschebart hielt die klirrende Kälte aus dem Gesicht.

Der Adventsmarkt ist wieder da, nach einem halben Jahrzehnt Pause. „Damit wollen wir uns bei unsren Kunden bedanken“, meinte Kay Henrichmöller von der Werbegemeinschaft. Der Adventsmarkt, das ist auch ein Stück Tradition in einer Zeit, in der vieles nicht so bleibt wie bisher: „Der Stadtteil verändert sich, der Markt verändert sich, die Klientel verändert sich“, meinte Sven Hosse. Eins jedoch bleibe gleich: Die Freude auf den Nikolaus. Der allerdings auch immer Knecht Ruprecht mit dabei hat.

Den mimte Kader Selmi, der stellvertretende Vorsitzende der Werbegemeinschaft. Waren Kinder in der Nähe, dann fragte er gleich: „Klassenarbeiten?“ Dabei lohnte es sich für den Nachwuchs Knecht Ruprecht auf seiner Seite zu haben. Denn dieser hatte in seinem Jutesack auch Geschenke dabei: „Stutenkerle!“

Auch Erwachsene schauten beim Adventsmarkt gerne vorbei. Viktor Fast sorgte an seinem Stand für den Glühwein. Auch Gulasch gab es bei ihm, so wie Eintopf und Grünkohl.

Auch die regulären Händler des Wochenmarktes sorgten für weihnachtlich passendes Angebot. So gab es etwa jede Menge Kerzen zu erstehen, von bunt bis glänzend, in allen Größen. Das holländische Lakritz schmeckt auch unter dem Gabenbaum, und frisches Obst kann auch der Nikolaus zu Hause bringen. Die CDU Gievenbeck nutzte die Gelegenheit zu einem Infostand, an dem sie Auskunft über die geplanten Veränderungen im Zentrum des Stadtteils gab.

Schließlich kamen auch die Schüler der Musikklasse 6e des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums vorbei – singend spazierten sie auf den Adventsmarkt und packten ihre Instrumente aus.

Das kleine und vielbeachtete Konzert begann mit einem Lied von Mozart: „Ah, vous dirai-je, Maman“. „Wir spielen es heute in einer eigenen Komposition“, sagte Musikklassen-Leiter Tobias Möllenbrink. Es folgten typische Weihnachtslieder wie „Kling Glöckchen“, „Stille Nacht“ und „Wir sagen euch an, den lieben Advent“. Modern wurde es mit „Last Christmas“, im Original von „Wham“. Zum Abschluss gab es einen selbst komponierten Blues.

Die Besucher waren angetan von diesem Adventsmarkt. Doch das wird nicht die einzige Idee der Werbegemeinschaft bleiben. Man werde im Verlauf des kommenden Jahres wieder mit den Marktbeschickern gemeinsam etwas auf die Beine stellen, kündigte Sven Hosse vielversprechend an, denkbar sei etwa ein „Sommerfest“.

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