Gemeinsames Lernen und die Erwartungen
Gezielte Ausstattung für Schulen erwartet

Münster-Kinderhaus / Gievenbeck -

Nach der Zustimmung des Rats zum gemeinsamen Lernen erwartet die Elternschaft eine gezielte Ausstattung in puncto Ressourcen.

Donnerstag, 12.12.2019, 19:00 Uhr
 
  Foto: kaj

Der Haupt- und Finanzausschuss hat die Vorlage zum Gemeinsamen Lernen an Gymnasien in seiner Sitzung am Mittwoch ohne Beschlussfassung geschoben. Der Rat, der anschließend tagte, stimmte der Vorlage letztlich zu. Auch wenn es zuvor Diskussionen gab, in der die mangelnde Kommunikation kritisiert wurde, wie SPD-Ratsherr Michael Kleyboldt sagte. Die Elternvertretungen der Gymnasien hatten, wie berichtet, Kommunikationsmängel im Vorfeld moniert.

Inklusion stelle niemand infrage, unterstrich der Kinderhauser Ratsherr. Es sei in der Vorlage darum gegangen, dass an fünf Gymnasien Gemeinsames Lernen stattfinden solle: „Die Auswahl obliegt der Bezirksregierung.“ Aber: Er persönlich hätte es besser gefunden, wenn alle münsterischen Gymnasien dazu angesprochen worden wären, „statt es ohne große Kommunikation festzulegen“.

Anke Sundermeier, Vorsitzende der Elternpflegschaft des Geschwister-Scholl-Gymnasiums, hatte gehofft, dass die Politik eine Erweiterung der Beschlussvorlage beantragt hätte mit dem Inhalt, die Verwaltung zu beauftragen, mit den jeweiligen Schulen einen runden Tisch zu bilden. Dessen Ziel: „Neue Ressourcen für die individuelle Schulentwicklung zu generieren und gemeinsam mit den Gremien der Schule im Rahmen des Mitbestimmungsgesetzes Maßnahmen aufzustellen, deren Umsetzung neue Alleinstellungsmerkmale schafft (und auch alte sichert)“, um die Zukunftsperspektiven zielführend klar zu definieren.

Wie sieht die Kinderhauser Schulleitung die Ratsentscheidung? „Was ich nach dieser Entscheidung jetzt hoffe, ist, dass allen Beteiligten klar ist, welche vielfältigen Aufgabenbereiche wir hier meistern. Nun erwarte ich auch, dass wir für diese einzigartige Aufgabenvielfalt in besonderer Weise personell, sächlich und räumlich ausgestattet werden“, unterstreicht Schulleiter Ralf Cyrus.

„Wir wünschen uns ein Gespräch aller betroffenen Gymnasien, vertreten durch Schulleitung und Elternvertreter, mit der Stadt, der Verwaltung und der Bezirksregierung, damit ein gemeinsamer Weg gefunden werden kann“, sagt Gero Mogs, Schulpflegschaftsvorsitzendes Freiherr-vom-Stein Gymnasiums. „Wir wollen alle eine angemessene, bessere personelle sonderpädagogische Ausstattung. Und darüber hinaus eine wertneutrale Beratung zur Schulwahl der betroffenen Eltern von Kindern mit Förderbedarf. Wir sind entsetzt, dass wir als Eltern nicht informiert und nun vor vollendete Tatsachen gestellt werden, die das gesamte gymnasiale Schulleben betreffen“, fügt Mogs hinzu. Weder die Schülerentwicklung noch die Auswirkungen auf kommende Ausgestaltungen besonders der Stadtteilschulen in Hinblick auf die Oberstufen seien berücksichtigt worden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7128581?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Neue Ermittlungen gegen Kita-Leiterin
Staatsanwaltschaft wertet Hinweise aus: Neue Ermittlungen gegen Kita-Leiterin
Nachrichten-Ticker