Neue Kooperation mit den Johannitern
Neue Schul-Sanitäter fürs Stein

Münster-Gievenbeck -

Die ohnehin schon fruchtbare Kooperation zwischen der Johanniter-Unfallhilfe und dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium ist um zwei interessante Facetten reicher:

Donnerstag, 19.12.2019, 17:30 Uhr
Freuen sich über die erweiterte Kooperation (v.l.): Daniel Nießen (Johanniter-Sachgebietsleiter Ausbildung), Markus Haubrich (Johanniter-Regionalvorstand) und Maik Fleger (Lehrer am Stein-Gymnasium).
Freuen sich über die erweiterte Kooperation (v.l.): Daniel Nießen (Johanniter-Sachgebietsleiter Ausbildung), Markus Haubrich (Johanniter-Regionalvorstand) und Maik Fleger (Lehrer am Stein-Gymnasium). Foto: Kay Böckling

Neben den Erste-Hilfe-Kursen, die von der Hilfsorganisation an der Gievenbecker Schule angeboten und federführend geleitet werden, bilden die Johanniter künftig Jugendliche zu Schulsanitätern aus.

Zudem sollen im kommenden Jahr die Jugendlichen der Jahrgangsstufe EF (Klasse zehn) am Präventions-Kursus „ UPS Road Code“ teilnehmen, in dem unter anderem ein Fahrsimulator zum Einsatz kommt. Dort lernen die Schüler, wie sehr ein Handy im Verkehr die Aufmerksamkeit beeinträchtigt. Zum anderen kommt die sogenannte Alkoholbrille zum Einsatz, die das Fahren unter Alkoholeinfluss simuliert.

Grundlage dieser Kooperation ist ein entsprechender Beschluss der Schulkonferenz, wie Stein-Schulleiter Jürgen Velsinger bei der Vorstellung der beiden Projekte betonte. Federführend betreut wird die Ausbildung der Schulsanitäter vor Ort durch den Pädagogen Maik Fleger, seines Zeichens ausgebildeter Rettungsassistent und „spätberufener“ Lehrer am Stein.

„Grundsätzlich ist es so, dass wir bereits in den achten Klassen einen Erste-Hilfe-Kursus durchführen“, so Fleger. Dieser werde benötigt bei diversen Übungsleiter-Scheinen oder später auch beim Führerschein. „Wir haben aber aktuell keinen funktionierenden Sanitätsdienst hier an der Schule.“

Will heißen: „Die jetzige Stufe acht macht Ende Januar wieder einen Kursus, für den sich bereits 80 Schüler angemeldet haben.“ Aus dieser Gruppe heraus rekrutierten sich die Teilnehmer für den Sanitätsdienst. „20 Schüler können an dieser kostenlosen Ausbildung teilnehmen.“

„Der Schulsanitätsdienst ist ein großer Bereich bei uns in der Jugendarbeit“, umschreibt Daniel Nießen die Erfahrungen der Johanniter in diesem Bereich. Er ist bei der Unfallhilfe als „Sachbearbeiter Ausbildung Münsterland und Regionaltutor Freiwilligendienste“ tätig.

Für die Fortbildung zum Schulsanitäter absolvieren die Teilnehmer 24 Unterrichtseinheiten verteilt in der Regel auf drei ganze Tage. „Vermittelt werden Theorie aber auch ganz viel Praxis“, sagt Nießen. Man lege sehr viel Wert auf Fallbeispiele und aktives Ausprobieren. „Das geht los mit erweiterten Erste-Hilfe-Maßnahmen und geht hin bis zum Erkennen eines Herzinfarkts oder eines Schlaganfalls.“

Das Einsatzgebiet ist vielfältig: Wandertage, Sportveranstaltungen oder auch „nur“ im Pausenbereich. Wichtig sei es, dass man den Kindern vermittele, sich selbst zu organisieren, wie etwa das Erkennen und richtige Handeln in entsprechenden Situationen.

Die Schüler bekommen medizinisches Grundwissen an die Hand, wie Nießen sagt: „Was ist Blutdruck, was ist Blutzucker, wie gehe ich mit dem Notruf um oder wie weise ich einen Krankenwagen ein.“

Neben der Hilfestellung, die die Jugendlichen erlernen, sieht Jürgen Velsinger weitere wichtige Aspekte: „Dahinter steckt ja auch ein soziales Lernen. Außerdem machen wir damit eventuell auch auf Gesundheitsberufe aufmerksam.“ Schon in der Mittelstufe sei man verpflichtet, hinsichtlich von Berufsperspektiven zu informieren.

Projekt Nummer zwei in der Kooperation startet im Juni nächsten Jahres. Vorgesehen ist, sämtliche 110 Schüler der EF daran zu beteiligen. Trainer besuchen das Stein-Gymnasium, tragen zum Thema Verkehr und mögliche gefährliche Situationen vor.

Im Mittelpunkt steht aber das Ausprobieren am Fahrsimulator: „Gerade für das Thema Handy am Steuer wollen wir sensibilisieren“, sagt Nießen. Es gehe darum, präventiv zu schulen, „bevor etwas passiert“. Die Simulatoren stellt die „UPS Foundation“.

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