Interview mit Kommunalpolitikern der CDU
Wichtige Beschlüsse für Gievenbeck

Münster-Gievenbeck -

Es war aus kommunalpolitischer Sicht ein spannendes Jahr für Gievenbeck – und für die CDU, die für den Stadtteil enorm wichtige Weichen stellte und Projekte anstieß, die bald vor der Realisierung stehen. Besonders die jüngsten Ratsbeschlüsse sind für den Stadtteil wichtig.

Mittwoch, 08.01.2020, 18:00 Uhr
Über die Umgestaltung der Gievenbecker Mitte sprachen jetzt Mechthild Neuhaus und Richard-Michael Halberstadt (kl. Bild).
Über die Umgestaltung der Gievenbecker Mitte sprachen jetzt Mechthild Neuhaus und Richard-Michael Halberstadt (kl. Bild). Foto: Kay Böckling

Die Beschlüsse zur Neugestaltung des Zentrums um die Michaelkirche oder zum Bau eines neuen Spielplatzes im Kinderbachtal passierten die letzte Ratssitzung im vergangenen Jahr. Darüber und über weitere Entwicklungen sprach unser Redakteur Kay Böckling mit Mechthild Neuhaus (für die CDU unter anderem im Planungsausschuss) und CDU-Ratsherr Richard-Michael Halberstadt .

Frau Neuhaus, das Thema Gievenbecker Ortsmitte ist ein Dauerbrenner, der seit Jahrzehnten köchelt. Warum nahm die Sache erst in der jüngeren Vergangenheit so richtig Fahrt auf?

Neuhaus: Das kam im Zuge der Umwandlung des Oxford-Quartiers. Es geht hier um den städtebaulichen Punkt. Gievenbeck , das immer getrennt war durch die Kaserne, sollte verbunden werden. Dazu gehört es auch, dass der alte Ortskern mitgenommen wird in diese Entwicklung.

Warum passierte diesbezüglich nichts vorher?

Neuhaus: Bei den ersten Planungen, die vor über 20 Jahren angestrebt waren, habe wir keine Fördergelder vom Land bekommen. Gievenbeck wurde als ein Stadtteil angesehen, der eigentlich sehr gut entwickelt ist. Solche Fördergelder erhielten Stadtteile, die nicht so gut dastehen. Das muss man im Zusammenhang sehen. Darum ist das versiegt. Doch nun kam mit Oxford der neue Ansatz.

Will heißen?

Neuhaus: Dass wir jetzt ohne Fördergelder auskommen, sondern die Finanzierung direkt aus dem Stadthaushalt kommt.

Halberstadt: Man muss aber auch sagen, dass die Gründung der Interessengemeinschaft auch einiges auf den Weg gebracht hat.

Sie meinen die „Initiative Ortskern Gievenbeck“?

Halberstadt: Genau die. Dort gibt es eine starke Gemeinschaft aus Geschäftsleuten oder Anwohnern, die sich immer aktiv mit eingebracht hat.

Was konkret bedeutet der gefasste Ratsbeschluss für den Ortskern?

Neuhaus: Die Gelder für die Umgestaltung sind im Haushalt festgelegt. Zusätzlich haben wir – gemeinsam mit der BV-West – auf den Weg gebracht, dass der Arnheimweg so saniert wird, dass auch Kleinbusse darüberfahren können.

Wann ist mit dem Baubeschluss zu rechnen?

Halberstadt: Wahrscheinlich 2022. Wichtig war zuerst, dass das Geld zur Verfügung steht.

Wann werden dann die ersten Bagger anrollen?

Neuhaus: Nach dem Baubeschluss müssen die Ausschreibungen schnellstmöglich erfolgen. Eventuell eineinhalb Jahre würde das wohl dauern. Aber das ist schwer abzuschätzen.

Da war aber noch etwas, was Gievenbeck bewegte. Zwar nicht ganz so groß, aber dennoch für die Betroffenen von großer Wichtigkeit: Der Spielplatz im Kinderbachtal.

Neuhaus: Der geht auch auf unsere Initiative zurück. Die Anregung kam von den Anwohnern. Ich hatte immer das Gespür, dass auch die Verwaltung diesen Spielplatz wollte. Wichtig ist zu erwähnen, dass es sich nicht allein um einen Kleinkinderspielplatz handelt, sondern auch um einen Spielplatz für ältere Kinder.

Gleiche Frage wie eben bei der Ortsmitte: Welchen Beschluss fasste der Rat und was bedeutet der für die Zukunft?

Neuhaus: Auch in diesem Fall handelte es sich um einen Haushaltsbeschluss. Und da ist man bemüht, den Spielplatz möglichst frühzeitig umzusetzen. Das heißt: bereits in diesem Jahr.

Warum geht es dort schneller als beim Zentrum?

Halberstadt: Weil man dort weniger Akteure hat, die man mitnehmen muss. Dieser Spielplatz ist übrigens eine Bereicherung für diesen Bereich.

Und dann bekommt der 1. FC Gievenbeck seine Kunstrasenplatz . . .

Neuhaus: Diesbezüglich hatten wir auch schon ein erstes Treffen mit der Verwaltung. Auch das soll zügig umgesetzt werden. Da müssen wir aber auch die Anwohner drum herum mitnehmen. Die Verwaltung hat uns zugesichert, eine Anhörung für die Nachbarn zu organisieren. Aber die sind in die ersten Gespräche auch schon einbezogen worden.

Wo genau entsteht der Platz?

Neuhaus: Es gibt drei Varianten. Die bevorzugte ist die, die an den Hauptplatz angrenzt. Das soll den Lärm möglichst begrenzen.

Wann ist mit der Realisierung zu rechnen?

Neuhaus: Eigentlich schon in diesem Jahr. Der Sportverein war ja involviert und weiß, dass er einen Eigenanteil zu leisten hat.

Der ist wie hoch?

Neuhaus: Ich glaube 100 000 Euro. Im Übrigen unterstütze ich den FCG, dass dessen Kapazitäten auf dem Kunstrasenplatz am Arnheimweg erhalten bleiben.

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