Ordensprobe für Dr. Johannes Bruns
„Für mich ist das eine große Ehre“

Münster-Gievenbeck -

Ordensprobe bestanden: Allein schon die rekordverdächtige Anreise verdiente es, dass Dr. Johannes Bruns für den weiten Weg von Mühlhausen nach Münster – über 300 Kilometer – mit der „Goldenen Soffie“ belohnt wird.

Freitag, 10.01.2020, 17:42 Uhr aktualisiert: 12.01.2020, 18:02 Uhr
Der designierte Soffie-Träger Dr. Johannes Bruns (unten, 2.v.r.) bei der Ordensprobe. Das Geschehen verfolgten die Soffie-Verantwortlichen ebenso, wie Stadtprinz Thorsten Brendel (hinten, 2.v.l.), der letztjährige Soffie-Träger.
Der designierte Soffie-Träger Dr. Johannes Bruns (unten, 2.v.r.) bei der Ordensprobe. Das Geschehen verfolgten die Soffie-Verantwortlichen ebenso, wie Stadtprinz Thorsten Brendel (hinten, 2.v.l.), der letztjährige Soffie-Träger. Foto: Kay Böckling

Den obligatorischen Test, bei dem ein nicht alltägliches Gericht im Restaurant Bakenhof verspeist werden muss, packte der Oberbürgermeister von Mühlhausen mit links. Über seine Auszeichnung der KG Soffie von Gievenbeck sprach er mit unserem Redakteur Kay Böckling.

Herr Bruns , zunächst einmal Glückwunsch zur Nominierung für die „Goldene Soffie“. Wie haben Sie von Ihrer geplanten Auszeichnung erfahren?

Bruns: Durch den Präsidenten der KG Soffie, Christian Hestert. Für mich ist das eine ganz große Ehre. Ich sehe die Auszeichnung aber auch stellvertretend für die Stadt Mühlhausen an. Es geht ja auch um die 30-jährige Städtepartnerschaft – ja man kann sagen Städtefreundschaft – zwischen Münster und Mühlhausen. In all diesen Jahren haben zahlreiche Begegnungen stattgefunden. Das hat sich wirklich toll entwickelt. Wenn man nach Münster fährt, dann fährt man zu Freunden.

War Ihnen die KG Soffie zuvor schon ein Begriff?

Bruns: Ja, die kannte ich. So habe ich beispielsweise 2016 die Laudatio auf den damaligen Soffie-Träger Klaus Meier gehalten. Wir haben also schon seit einigen Jahren Kontakt – auch über Christian Hestert.

Wir kam es zum Kontakt?

Bruns: Während einer Auszeichnung „Freund- und Friedensritter“ von den Schlossgeistern. Und Christian ist auch immer ein gern gesehener Gast bei uns in Mühlhausen bei unserer großen Kirmes. Auch auf unserem Weihnachtsmarkt haben wir uns regelmäßig gesehen.

Wie wird denn Karneval in Mühlhausen gefeiert?

Bruns: Karneval ist bei uns sehr, sehr ruhig. In den Stadtteilen gibt es Karneval. Aber unser eigentlicher Karneval ist die Kirmes am letzten August-Wochenende mit einem großen Umzug mit rund 4000 Teilnehmern. In der Stadt sind dann immer rund 100 000 Besucher. Und da freuen wir uns immer, wenn uns die Münsteraner besuchen.

Haben Sie denn schon einmal den Karneval in Münster beucht?

Bruns: Ja klar. Ich bin ja auch gebürtiger Westfale. Ich bin in Arnsberg geboren. Ich kenne Münster von Kindesbeinen an.

Dann kennen Sie auch Wurstebrot und Leberbrot? Diese westfälische Spezialität dürfen Sie ja gleich verköstigen.

Bruns: Leider nein. (Anm. der Redaktion: Es schien ihm geschmeckt zu haben. Die Einladung zu einem kleinen Nachschlag nahm er gerne an)

Haben Sie sich um Vorfeld informiert, was es mit der Ordensprobe auf sich hat?

Bruns: Ich habe gerüchtemäßig etwas darüber gehört. Ich bin da in freudiger Erwartung.

Und für diese Ordensprobe lassen Sie die Geschäfte in Mühlhausen einfach mal Geschäfte sein?

Bruns: Ja, das ist so. Aber das gehört auch dazu: Freundschaften wollen wir auch pflegen, das ist klar. Wie gesagt: Es ist eine große Ehre für mich, diesen Orden zu bekommen.

Kennen Sie eigentlich Michael Holm? (Anm. der Red.: Der Schlagersänger ist Stargast bei der Großen Gala am 24. Januar im Sportpark, wenn auch die „Goldene Soffie“ verliehen wird)

Bruns: Vom Namen her ja.

Er wird wie Sie im Bakenhof nächtigen. Dann können Sie den Abend ja gemeinsam ausklingen lassen . . .

Bruns: Das wird sich dann zeigen. Durchaus denkbar ist das aber.

Verbinden Sie ihre Ordensprobe auch mit einem freien Wochenende in Münster?

Bruns: Das wird nicht funktionieren. Ich bleibe bis Freitagmorgen. Nach dem Frühstück werde ich wieder fahren, weil wir am diesem Nachmittag ein Bundesliga­spiel im Tischtennis haben. Dort wird der Trainer des Jahres aus Mitteldeutschland ausgezeichnet – und das ist zufälligerweise der Trainer vom Post SV Mühlhausen.

Das heißt: Ein Besuch bei Ihrem Amtskollegen Markus Lewe aus Münster sitzt nicht drin?

Bruns: Leider nein. Aber wir haben ja über viele Gremien Kontakt.

Das nächste Treffen steht ja ohnehin fest: Dem Vernehmen nach wird Markus Lewe bei der Gala die Laudatio im Rahmen der Soffie-Verleihung vornehmen.

Bruns: Darauf freue ich mich schon.

Erinnern Sie sich noch an ihren Gala-Besuch vor drei Jahren?

Bruns: Ja, das war durchaus beeindruckend, das mus ich schon sagen. Eine tolle Stimmung

Dann wünsche ich guten Appetit.

Bruns: Danke, ich bin gespannt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7183314?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F132%2F136%2F
Nachrichten-Ticker