Oxford-Quartier
Aus drei Kita-Gruppen werden fünf

Münster-Gievenbeck -

Statt einer Drei-Gruppen-Kita soll nun eine Fünf-Gruppen-Kita in der ehemaligen Oxford-Kaserne gebaut werden. Die Gründe dafür benennt das städtische Amt für Kinder, Jugendliche und Familien in einem Vorschlag, der die politischen Gremien passiert.

Mittwoch, 15.01.2020, 17:30 Uhr
Im Nordwesten des Areals am „Gebäude 23“, ergo in unmittelbarer Nachbarschaft zu der geplanten Bebauung durch die Wohn- und Stadtbau südlich des „Grünen Fingers“, entsteht die neue Fünf-Gruppen-Kita.
Im Nordwesten des Areals am „Gebäude 23“, ergo in unmittelbarer Nachbarschaft zu der geplanten Bebauung durch die Wohn- und Stadtbau südlich des „Grünen Fingers“, entsteht die neue Fünf-Gruppen-Kita. Foto: Matthias Ahlke

Aus zwei mach eins: Noch in seiner Oktobersitzung hatte sich der Rat der Stadt Münster mehrheitlich für den Bau einer Drei-Gruppen-Kita im künftigen Oxford-Quartier ausgesprochen, der perspektivisch auch den Neubau einer weiteren Zwei-Gruppen-Kita außerhalb des Quartiers zur Folge gehabt hätte. Nun liegen den politischen Entscheidungsträgern neue Pläne zur Beratung vor.

Dort schlägt das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien den Bau einer Fünf-Gruppen-Kita anstelle der Drei-Gruppen-Kita vor. Damit einhergehend entfiele die neue Zwei-Gruppen-Kita, für die bislang ohnehin kein näherer Standort vorgeschlagen werden konnte. Die nun vom Fachamt vorgestellte fünfzügige Einrichtung entsteht genau an dem Standort, an dem die zuvor beschlossene Drei-Gruppen-Kita vorgesehen war: im Nordwesten des Areals am „Gebäude 23“, ergo in unmittelbarer Nachbarschaft zu der geplanten Bebauung durch die Wohn- und Stadtbau südlich des „Grünen Fingers“.

Die im Oktober verabschiedeten Planungen sahen vor, eine ehemalige Werkstatt- und Wagenhalle für Lkw zu einer Drei-Gruppen- Kindertageseinrichtung um- und auszubauen. „Das Gebäude steht im Ensemble mit den benachbarten Gebäuden unter Denkmalschutz und sollte daher unter Berücksichtigung denkmalrechtlicher Belange hergerichtet werden“, schreibt das Fachamt.

Allerdings bestand die Befürchtung, dass sich im betreffenden Gebäude Bauschadstoffe befinden könnten. Das Ergebnis einer Untersuchung bestätigte den Verdacht. „Das Gebäude ist mehrfach mit Bauschadstoffen belastet, zudem ist die vorhandene Bausubstanz durch olfaktorische Auffälligkeiten geprägt“, schreibt die Verwaltung. Will heißen: Es stinkt.

Um die Quelle der Gerüche zu tilgen, muss das Gebäude komplett abgerissen werden. „Mit der Denkmalpflege wurde diesbezüglich Einvernehmen erzielt“, heißt es seitens des Amts für Kinder, Jugendliche und Familien. Das bedeutet, dass der komplette Bereich der ehemaligen Wagenalle zur Verfügung steht und es keine Einschränkungen bis zur Fünfzügigkeit gibt. Im Rahmen dieser neuen Möglichkeit werde laut Fachamt nun, auch aus wirtschaftlichen Gründen, eine Fünf-Gruppen-Kindertageseinrichtung geplant.

Geblieben ist das Vorhaben, die Kita durch einen freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe betreiben zu lassen. Nach den ersten Planungen betrugen die Kosten für die zunächst vorgesehene Kita rund 3,91 Millionen Euro. Nun weist das Projekt ein Investitionsvolumen von 4,53 Millionen Euro aus.

Zur Kita selbst: Es gibt zwei Gruppen für je 20 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren, zwei Gruppen für 20 Kinder im Alter von null bis drei Jahren und eine Gruppe für 20 bis 25 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren. Diese Rahmenstruktur kann und soll jährlich dem Bedarf angepasst werden. Mit der Inbetriebnahme rechnet das Fachamt im August 2024.

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